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| Professionswissen in den Naturwissenschaften (ProWiN) | ||||||||||||||||||||||||||||
| Das Professionswissen von Lehrkräften wird als eine wesentliche Voraussetzung erfolgreichen Unterrichtens diskutiert. Seit Shulman (1987) werden drei Dimensionen des Professionswissens von Lehrkräften unterschieden: das Fachwissen (content knowledge: CK), das fachdidaktische Wissen (pedagogical content knowledge: PCK) und das pädagogische Wissen (pedagogical knowledge: PK). Während für den Bereich der Mathematik das Fachwissen und das fachdidaktische Wissen von Lehrkräften bereits per Leistungstests erhoben wurden (Baumert et al., 2006), existiert im deutschsprachigen Raum für den Bereich der Naturwissenschaften bisher weder ein Modell für Professionswissen, | noch gibt es geeignete Testinstrumente, um die drei Dimensionen zu erfassen und ihre Zusammenhänge im Rahmen von Unterrichtsqualität zu klären. Im Rahmen der hier geplanten Untersuchung sollen in einem ersten Schritt – in enger Anlehnung an die COACTIV-Studie (Brunner et al., 2006a; Krauss et al., 2004) – ein valides Modell für die drei genannten Dimensionen des Professionswissens von Lehrpersonen der naturwissenschaftlichen Fächer und Testinstrumente zur modellkonformen Erfassung des Professionswissens entwickelt und evaluiert werden (Phase 1, Jahre 1 bis 3). Das Modell und die entwickelten Testinstrumente werden dann in einem zweiten Schritt | im Rahmen einer Videostudie genutzt, um Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Dimensionen des Professionswissens und dem Lehrerhandeln im Unterricht zu untersuchen sowie differenzierte Vorhersagen über die Wirkung des Professionswissens auf den Lernzuwachs bei Schülerinnen und Schülern ableiten zu können (Phase 2, Jahre 3 bis 5 bzw. 4 bis 6). Als Ertrag werden – neben der Validierung des Modells – Erkenntnisse über die Struktur des Professionswissens sowie über den Zusammenhang zwischen Professionswissen, Handeln im Unterricht und Lernergebnissen von Schülern erwartet. Das Projekt startet im Mai 2009. |
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| Ganz-In (Mercator Projekt) | ||||||||||||||||||||||||||||
Das neue Ganztagsgymnasium in NRW Hintergrund und Projektbeschreibung: |
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| Quality of Instruction | ||||||||||||||||||||||||||||
| „Quality of Instruction in Physics Education – comparing instruction in Finnland, Germany and Switzerland" Forschungsanliegen Internationale Vergleichsstudien wie TIMSS oder PISA haben gezeigt, dass die Leistungen deutscher Schüler im internationalen Vergleich hinter den Erwartungen zurückbleiben, während Länder wie Finnland oder die Schweiz diesen eher gerecht zu werden scheinen (Beaton et al. 1996, OECD 2001, 2004). Untersuchungen der Oberflächenstruktur des Unterrichts, wie sie im Rahmen von TIMSS-Video (Baumert et al. 1997, Stigler & Hiebert 1997) und deren Wiederholung 1999 (Hiebert et al. 2003) durchgeführt wurden, konnten bisher zwar deutliche Unterschiede in der Art und Weise, wie Unterricht in den einzelnen Ländern durchgeführt wird, jedoch keinen Zusammenhang zu Unterschieden in der Schülerleistung feststellen. Ziel des vom BMBF finanzierten Projekts QuIP ist es, diese Lücke zu schließen, indem neben der Oberflächenstruktur (z.B. der tatsächlichen Unterrichtszeit oder der Mediennutzung) von Unterricht ebenfalls die Tiefenstruktur des Unterrichts („der rote Faden“) analysiert wird. Auf Grundlage dieser Analyse werden spezifische Muster identifiziert und in Zusammenhang zur Schülerleistung gesetzt. Aus dem internationalen Vergleich werden Erkenntnisse darüber erwartet, warum Unterricht insbesondere in Finnland zu deutlich höheren Schülerleistungen führt. Methoden und Auswertungen In jedem Land wird der Physikunterricht von bis zu 60 Klassen aufgezeichnet, wobei alle Schulformen einbezogen werden, da in Finnland keine äußere Differenzierung in der 9. Klasse stattfindet. Um die Vergleichbarkeit der Videoaufnahmen sicherzustellen, werden Rahmen und Inhalt der zu filmenden Unterrichtsstunden festgelegt: Eine Einführungsstunde zur elektrischen Energie. Die Oberflächenstruktur des Unterrichts wird nieder-inferent kodiert, hierzu verwenden wir das Kategoriensystem aus BIQUA (Seidel et al. 2004). Die Tiefenstruktur des Unterrichts wird hoch-inferent kodiert, hierzu verwenden wir Eigenentwicklungen - z B. aus dem Projekt Professionswissen (Trendel et al. 2007). Mit diesem Kategoriesystem aufbauend auf den Basismodellen (Oser & Patry 1990) sollen die spezifischen Muster des Unterrichts („der rote Faden“) identifiziert und zwischen den Ländern verglichen werden. Die Schüler werden bezüglich ihrer Motivation und weiterer selbstbezogener Variablen und die Lehrer bezüglich ihres Professionswissens befragt. Die schriftlichen und videobasierten Daten werden auf der Grundlage eines Angebot-Nutzungs-Modells nach Lipowski (2005) ausgewertet und mit den in einem spezifisch entwickelten Kompetenztest erhobenen Leistungen der Schüler in Beziehung gesetzt. Dabei werden Rahmenbedingungen wie die Gestaltung des Bildungssystems, aber auch der sozio-ökonomische Status der Eltern mitberücksichtigt. Datenlage und Ergebnisse Die Arbeiten haben in Deutschland im Februar 2007 mit der Entwicklung des Kompetenztests begonnen. In Finnland ist das Projekt unter Leitung von Prof. Jouni Viiri an der Universität Jyväskylä ebenfalls bereits angelaufen. Im Juni 2007 beginnt das Projekt in der Schweiz an der PH Bern. Projektpartner dort ist Prof. Dr. Peter Labudde. |
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| Entwicklung von Physiktests | ||||||||||||||||||||||||||||
Beide Arbeitsgruppen und die Forschergruppe naturwissenschaftlicher Unterricht beschäftigen sich seit einigen Jahren mit der Konstruktion von Aufgaben, die nach einem Kompetenzmodell entwickelt wurden. Die Ergebnisse der vergangenen Arbeit werden in dem Projekt Kompetenzdiagnose der Forschergruppe und in drei Projekten eines Schwerpunktprogramms der DFG weitergeführt. Unter anderem wird hier die Entwicklung von standardisierten Aufgaben verfolgt, so dass sich die Zusammenarbeit mit dem IQB in die bereits laufenden Projekte integrieren lässt. Als Folge des schlechten Abschneidens der deutschen Schüler und Schülerinnen in internationalen Vergleichstest wie PISA und TIMMS wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die den Bildungsstandard an deutschen Schulen verbessern soll. Neben der Veröffentlichung von nationalen Bildungsstandards im Jahr 2003 durch die Kultusministerkonferenz war die Gründung des (IQB) 2004 an der Humboldt- Universität in Berlin ein wichtiger Schritt zur Qualitätsverbesserung des deutschen Bildungswesens. Das IQB hat das Ziel, nationale Bildungsstandards weiterzuentwickeln, sie zu normieren, ihre Erreichung zu überprüfen und ihre Implementation wissenschaftlich zu begleiten. Neben der Festlegung der Kompetenzen, die Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt |
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| Unterrichtsgestaltung und Lernerfolg | ||||||||||||||||||||||||||||
Die Schülerleistungen der Gesamtstichprobe entsprechen dem mittleren Leistungsniveau deutscher Gymnasien (verglichen mit den TIMSS-Ergebnissen von 1995). Die Kodierung der Oberflächenmerkmale des Unterrichts lässt für die untersuchten Schulklassen zwei Typen der Unterrichtsgestaltung erkennen, die benannt werden als „lehrerzentrierte Instruktion mit Demonstrationsexperimenten“ und „schülerorientierte Erarbeitung mit experimenteller Gruppenarbeit“. Die Unterrichtstypen unterscheiden sich vor allem hinsichtlich des unterschiedlichen Grades an „Schülerorientierung“. Im Leistungsvergleich schneiden diejenigen Klassen erfolgreicher ab, deren Unterrichtsführung sich durch einen höheren Grad an Schülerorientierung auszeichnet. Die Daten der Tiefenstrukturkodierung lassen dagegen keine so klare und noch weniger eine leistungsrelevante Unterscheidung verschiedener Unterrichtstypen zu. Die Tiefenstruktur stellt sich als „faktenorientiert“ und „handlungsorientiert“ dar. Die Nutzung der für naturwissenschaftlichen Unterricht relevanten Lehrziele und auch der korrespondierenden |
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| Lab of Tomorrow (LOT) | ||||||||||||||||||||||||||||
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Als Leiter des fachdidaktischen Teils des LOT hat Dr. Rüdiger Tiemann die Zusammenarbeit mit den Schulen inhaltlich geleitet und koordiniert, das Training der Lehrerinnen und Lehrer gestaltet und durchgeführt und den Erfolg des Projekts evaluiert. Auch dieses Projekt wäre ohne Unterstützung durch Schulen nicht möglich gewesen: Wir bedanken uns insbesondere bei Thomas Daub und Dennis Draxler (Phoenix Gymnasium Dortmund) sowie Uli Möllenkamp und Udo Wlotzka (Helene Lange Gymnasium Dortmund) für ihre Mitarbeit. |
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| Drittmittelprojekte | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1991-1993 Mit Stefan von Aufschnaiter Antragsteller in der DFG-Forschergruppe “Interdisziplinäre Kognitionsforschung” in Kooperation mit Neurobiologen (Flohr, Roth), Psychologen (Scheerer, Stadler) und Theoretischen Physikern (Schwegler, Carmesin). (1.000 k€ total, 50 k€ für das Institut für Didaktik der Physik in Bremen). 1993-1996 Lernprozesse von Studierenden beim Studium der Physik an der Universität. Untersucht wurden Studierende im 3. und 4. Semester, u.a. bzgl. Auswirkung von Einstellungen auf Lernergebnisse (20 k€). 1995-1999 In einem DFG-Projekt wurde die Korrelationen zwischen Motivation und Interesse von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I im Fach Physik und dem Lernverhalten während des Physikunterrichts untersucht. Kooperation mit St. v. Aufschnaiter, Institut für Didaktik der Physik, Bremen. Das Projekt wurde mit der Dissertation von Frau Michaela Horstendahl abgeschlossen: „Horstendahl, M. (2000). Motivationale Orientierungen im Physikunterricht. Logos, Berlin.“ (100k € total, 50k € für den Lehrstuhl für Didaktik der Physik in Dortmund). 1995-1998 Improving science education: issues and research on innovative empirical and computer-based approaches to labwork in Europe. European Commission (TSER Programme; Framework 4): Randbedingungen experimenteller Laborarbeit an Schulen und Universitäten in Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland und Italien. Kooperation mit dem Institut für Didaktik der Physik, Bremen (St. v. Aufschnaiter, H. Niedderer). Das Dortmunder Projekt wurde mit der Doktorarbeit von Lorenz Hucke abgeschlossen. Titel: „Hucke, L. (2000). Handlungsregulation und Wissenserwerb in traditionellen und computergestützten Experimenten des physikalischen Praktikums. Berlin: Logos.“ (1300 k€ total, 100 k€ nach Dortmund). 1999-2001 Im Bertelsmann Hochschulnetzwerk “Lehrerausbildung und neue Medien“ wurden Multimedia-Werkzeuge Lernumgebungen für Schulen und Universitäten entwickelt und evaluiert. In Dortmund wurde mit Bertelsmann- und Universitätsgeldern das mobile PC-Labor „edoLAB“ geplant und bereits mehrfach gebaut. Der Einsatz an Schulen wurde im Rahmen von Staatsarbeiten evaluiert. (30 k€ nach Dortmund zusätzlich 25 k€ Entwicklungsförderung der Universität Dortmund). 2000-2004 Schwerpunktprogramm der DFG „Bildungsqualität im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht.“ In Kooperation mit Prof. Dr. Wilfried Bos (Universität Hamburg) wurde „Unterrichtsgestaltung und Lernerfolg im Physikunterricht“ untersucht. Es wurden Lehrerkonzepte über Physiklernen und –lehren identifiziert sowie ihre Ausprägung im Unterricht und ihr Einfluss auf die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler. (2.000 k € total, 150 k€ nach Dortmund) 2001-2004 Design und Evaluation des fachdidaktischen Rahmens der technischen Entwicklungen und des Unterrichts im EU-Projekt „Lab of Tomorrow“ im EU-Programm „School of Tomorrow“. Das Konsortium besteht aus Firmen, Universitäten und Schulen aus 5 Ländern. Ziel war, professionelle Messgeräte, drahtlose Übertragung und Datenverarbeitung in den Physikunterricht zu integrieren. Das pädagogische Konzept orientierte sich an der PISA-Aufgabengestaltung (scientific literacy) und „situated learning“. (1.500 k € total, 450 k€ nach Dortmund und Essen). Seit Oktober 2003 Forschergruppe (FG) “Naturwissenschaftlicher Unterricht” mit Graduiertenkolleg (GK) an der Universität Duisburg-Essen, Standort Essen. Mitantragsteller und Sprecher der Forschergruppe. Die Kombination FG/GK soll von der DFG erstmalig als Pilotprojekt finanziert werden. (etwa 700 k€ pro Jahr für den Standort Essen, für maximal 8 Jahre, bzw. 9 Jahre für das GK. Seit Januar 2007 Quality of Instruction in Physics (QuIP) ist eine internationale Vergleichsstudie zwischen Deutschland, Finnland (Jouni Viiri) und der Schweiz (Peter Labudde). Tiefenanalysen von Videodaten aus 9. und 10. Klassen der Schulen in den beteiligten Ländern werden mit Leistungsdaten und motivationalen Daten korreliert, um Hinweise für Ursachen der bekannten Leistungsunterschiede zu finden. Seit Juli 2007 wird in einem internationalen Projekt gemeinsam mit Norman und Judith Lederman (Chicago) ein Modell und ein Testinstrument für Natiur of Science (NOS) und Scientific Inquiery (SI) entwickelt und validiert. Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das den Standards beider Länder für den mittleren Schulabschluss entspricht und dort zur Normierung und zur Leistungsmessung benutzt werden kann. Seit Juli 2007 wird gemeinsam mit der AG Sumfleth, Diadktik der Chemie und der AG Mayer, Didaktik der Biologie, Universität Giessen, ein Modell und ein Testinstrument entwickelt, das 2012 in einem nationalen Vergleichstest am Ende der Mittelstufe für die naturwissenschaftlichen Fächer eingesetzt werden soll. Ziel ist der nationale Leistungsvergleich und die Normierung der KMK-Standards für den Mittleren Schulabschluss. |
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Seite zuletzt bearbeitet am: 13.01.2012 Alle Inhalte © AG Fischer, soweit nicht anderweitig bezeichnet. |
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