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Thema: September 2016

Grüne Hauptstadt Essen

Essen ist „Grüne Hauptstadt Europas 2017“. Am Ufer des Niederfeldsees in Altendorf haben Oberbürgermeister Thomas Kufen und Bau- und Umweltdezernentin Simone Raskob Anfang September Essens Imagekampange zur "Grünen Hauptstadt Europas 2017" unter dem Motto "Erlebe dein Grünes Wunder" vorgestellt. Die Plakate prägen ab sofort das Essener Stadtbild und sollen die Bürgerinnen und Bürger auf das kommende Jahr 2017 einstimmen. Eines der Motive stammt aus unserem Fachgebiet (Siedlungswasser-und Abfallwirtschaft).

Foto der Presseabteilung DUE

Thema: April 2016

Hilfe für den fliegenden Edelstein

Bauingenieure befassen sich mit Bauwerken. Dass dazu auch tunnelartige Wohnungen für gefiederte Freunde zählen, ist eher ungewöhnlich. Zwei Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben in der Region die Brutröhren des Eisvogels erforscht. Der „fliegende Edelstein“ ist hier selten geworden, da ihm der Lebensraum fehlt.

Die Wasserqualität vieler Gewässer ist zwar gut bis sehr gut, genügend Nahrung ist vorhanden – und doch fühlt sich der prächtig blau schillernde Vogel an vielen Gewässern nicht wohl. „Viele Ufer sind begradigt, es fehlen natürliche Abbrüche. Dabei braucht er genau das, um seine 50 bis 100 Zentimeter lange Nisthöhle zu graben: steile Erdwände und einen Boden, der trocken, nicht zu stark bewachsen und wenig durchwurzelt ist“, erklärt Dr. Martin Denecke.

Denecke ist Biologe und Professor für Siedlungswasserwirtschaft, sein Kollege Dr. Eugen Perau hingegen Professor für Geotechnik. Beide wollten wissen: Was ist das perfekte Baumaterial, das der Höhlenbrüter braucht, um darin seinen Nachwuchs aufzuziehen? Während der Balz sitzen die Partner zunächst vor einer Steilwand, bis das Männchen an einer Stelle beginnt, mit dem Schnabel ein Loch hineinzuschlagen. Dann macht auch das Weibchen mit. Sind die Bedingungen ideal, ist die Brutröhre nach einigen Wochen fertig.

Mit künstlichen Röhren oder Wänden versuchen Naturschützer mehr Eisvögel anzulocken, was zum Teil auch klappt. „Aber weder ist klar, wie diese Hilfen genau gebaut sein müssen, noch wie die natürlichen Erdwände beschaffen sind“, so Eugen Perau. „Technisch betrachtet ist die Brutröhre ein Tunnel, weshalb wir Bauingenieure uns dafür interessieren.“

Mit Mitarbeitern von drei biologischen Stationen nahmen sie an 30 Orten Bodenproben, wo Eisvögel schon genistet hatten. Mit Sieb- und Schlämmanalysen, mit denen man sonst Böden bei Bauprojekten beurteilt, konnten die UDE-Wissenschaftler feststellen, dass die Tiere bestimmte Gemische aus Feinsand, Schluff und Ton bevorzugen.

Auch nisten diese an kleinen wie großen Steilwänden – am besten sollten diese nach Süden ausgerichtet sein – und sitzen gerne am Ufer. Ist es zu dicht bewachsenen, können Nesträuber die Brut gefährden; ob Eisvögel durch Angler oder vorbeifahrende Boote verschreckt werden, ließ sich nicht eindeutig sagen. Kleine Störungen tolerieren sie. Hier sind aus Sicht der Forscher weitere Studien notwendig.

„Unsere Ergebnisse können Landschafts- und Umweltbehörden helfen, die idealen Nistplätze für die bedrohten Vögel zu finden. Auch lassen sich neue Biotope gleich mit den richtigen Böden anlegen“, betont Denecke. „Und für den Bau von künstlichen Brutröhren konnten wir Naturschützern nun wichtige Tipps geben.“

Dass NRW bald wieder mehr fliegende Edelsteine hat, wünschen auch die Biologischen Stationen Westliches Ruhrgebiet und Mittlere Wupper sowie die NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln. Sie haben die Wissenschaftler unterstützt; die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat das Projekt finanziert.


Weitere Informationen: Prof. Dr. Martin Denecke, Siedlungswasserwirtschaft, Tel. 0201/183-2742, martin.denecke@uni-due.de
Prof. Dr. Eugen Perau, Geotechnik, Tel. 0201/183-2858, eugen.perau@uni-due.de

Redaktion: Ulrike Bohnsack, Tel. 0203/379-2429

Thema: Oktober 2015

Studierende ausgezeichnet für Bachelor-Thesis

Bei der diesjährigen Bachelor-Feier des Studiengangs Water Science am 21. Oktober 2015 wurden gleich zwei Arbeiten, die von den Mitarbeitern von Herrn Prof. Dr. Denecke betreut wurden, mit dem Axel-Semrau-Preise für wissenschaftlichen Nachwuchs ausgezeichnet. Im Rahmen der Feierlichkeiten stellten beide Studenten ihre Arbeiten nochmal in einem kurzen Vortrag vor.

Tomasz Heluszka bekam für seine Bachelorarbeit zum Thema „Bilanzierung der methanotrophen Aktivität Anhand von Gasumsatz, Wärmetönung und Isotopenfraktionierung” den 2. Preis verliehen.Die Arbeit von Carina Schönsee mit dem Titel  „Influence of wastewater composition on the growth of filamentous bacteria” gewann sogar den 1. Preis und wurde als beste Arbeit ihres Jahrgangs geehrt.

Thema: August

Akkreditierung des internationalem Bachelorstudiengangs

Die Abteilung Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft hat bei der Akkreditierung des internationalen Bachelorstudiengangs "Civil Engineering", die am 20.07.2015 von der ASSIN e.V. durchgeführt wurde, mitgewirkt. Der Studiengang ist integriert im ISE-Programm (International Studies in Engineering). Für weitere Informationen und Fragen stehen Ihnen Herr Prof.Dr. M.Denecke (Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft), sowie Herr Dr. F.Schwarz (Support Center for (International) Engineering Students) zur Verfügung.

Foto: www.ehrenamtessen.de

Thema: April 2015

„Wohin fließt das Abwasser und was passiert mit unserem Müll?“

Am 24. April 2015 war die Ehrenamt Agentur Essen e.V. mit dem Projekt „Coach 4 you“ an der Universität Duisburg-Essen zu Besuch. Dort haben Jugendliche und Coaches am Fachgebiet für Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft an dem Workshop „Wohin fließt das Abwasser und was passiert mit unserem Müll?“ teilgenommen. Innerhalb des von Frau Sarah Zydorczyk geleiteten Workshops, wurde theoretisches Wissen mit praktischen Kleinversuchen vermittelt. Ein Wissensquiz am Ende rundete die Veranstaltung ab.

Foto: www.dgaw.de

Thema: März 2015

Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW)

Am 19. und 20. März 2015 fand der 5. Wissenschaftskongress „Abfall- und Ressourcewirtschaft“statt. Erstmalig wurde die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW) in Österreich abgehalten.
Anlässlich des Wissenschaftskongress in Innsbruck wurde die von Herr M.Sc. Tobias Gehrke vorgestellte Arbeit mit dem Titel: „Biologischer Methanabbau in flüssigen Filtermedien zur Steigerung der Raumleistung von Deponiebehandlungsanlagen“ von einer mit Hochschullehrern besetzte Jury ausgezeichnet.

Thema: Januar 2015

Neues Verfahren für die Verbesserung der Energiebilanz von Kompostwerken

Mit einem neuem Verfahren lässt sich die Energiebilanz von Kompostwerken verbessern und zudem die Verarbeitungskapazität erhöhen. Dieses Verfahren hat das Institut für Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Sutco Recycling Technik und dem Entsorger EGW im Rahmen des Projektes "EnBV" entwickelt und kombiniert das Kompostieren mit der Erzeugung von Biogas. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung thematisiert dieses Verfahren in der Ausgabe vom 06.01.2015. Für eventuelle Rückfragen können Sie sich an Frau Dr.-Ing. Brunstermann wenden.

 

Thema: Juli 2014

Sebastian Schmuck für Promotion geehrt

Der diesjährige Dies academicus fand am 25. Juni 2014 am Campus Duisburg statt und machte auch dieses Mal seinem Namen als höchster universitärer Festtag alle Ehre. Im Rahmen des Dies academicus wurde Herrn Sebastian Schmuck die Auszeichnung für herausragende Leistungen seiner Promotion "Entwicklung einer Methodologie zur Quantifizierung der klimarelevanten Emissionen von Abwasseranlagen in Deutschland" durch den Rektor überreicht. Im Anschluss an das feierliche Programm fand in sommerlicher Atmosphäre ein sogenanntes Dîner en blanc statt. 

 

Preisverleihung des Industriepreises 2013

Thema: Oktober 2013

Sarah Zydorczyk für Bachelorarbeit geehrt

Anlässlich der 9. Fachtagung zum Thema „Mess- und Regelungstechnik in abwassertechnischen Anlagen“, vergab die deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abfall und Abwasser e.V. (DWA) in diesem Jahr für eine herausragende studentische Arbeit an der Schnittstelle von Wasserwirtschaft und Automatisierung den Industriepreis: Automation in der Abwasserwirtschaft. Aus vier Finalisten wurde die Essener Bauingenieurstudentin Sarah Zydorczyk als Gewinnerin auserkoren. Sie präsentierte auf der diesjährigen Tagung ihre Bachelorthesis zum Thema: „Untersuchung des Entlastungspotentials von Abwasserkanälen durch den Einsatz „intelligent“ gesteuerter dezentraler Regenwasserspeicher“. Der Preis wurde vom Unternehmen Endress+Hauser GmbH+Co. KG gestellt und ist mit 2.500€ dotiert.

Foto: : www.otzipka.de

Thema: September 2013

Ludwika Nieradzik erhält den DVGW Studienpreis Wasser auf der wat 2013 in Nürnberg

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hat im Rahmen der wat 2013 zwei jungen Absolventinnen der Universität Duisburg-Essen den Studienpreis Wasser verliehen. Eine der Preisträgerinnen ist Frau Ludwika Nieradzik, die ihren Abschluss in Essen (Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft) und in Brisbane, Australien am Advanced Water Management Centre erworben hat. In ihrer Masterarbeit etablierte Frau Nieradzik den Betrieb einer Umkehrosmoseanlage, um an dieser neue Analysemethoden für die Belegung der Membran zu entwickeln. Mit der Analytik konnte die Reinigungswirkung von salpetriger Säure untersucht werden. Ein umfangreiches Reinigungsprotokoll schließt die Arbeit ab und belegt die Praxisnähe der Untersuchung. Die Arbeit ist insbesondere vor dem Hintergrund der Schließung von Wasserkreisläufen hochaktuell. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Martin Denecke in Essen und Dr. Marc Pidou in Brisbane. Frau Nieradzik teilt sich den Preis mit Frau Sarah Willach (Chemie). Der Preis ist mit insgesamt 5.000 € dotiert.

Thema: Juni 2013

Martin Denecke wird außerplanmäßiger Professor

Dr. Martin Denecke trat im November 1996 seinen Dienst in der Universität Essen an. Die Habilitation mit Lehrbefugnis für das Fach Siedlungswasserwirtschaft erfolgte 2007. Auf Beschluss des Fakultätsrates vom 12. Dezember 2012 wird Herrn Denecke die Bezeichnung „Außerplanmäßiger Professor“ verliehen. Die Antrittsvorlesung findet am 14.06.2013 um 15:30 im kleinen Audimax der Universität Duisburg-Essen statt. Das Thema der Antrittsvorlesung lautet „Ethik als Ingenieursaufgabe“. Gäste sind herzlich willkommen.

Thema: März 2013

Ludwika Nieradzik erhält IFWW-Förderpreis 2013

Anlässlich der 46. Essener Tagung im Eurogress Aachen vergab das Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft e. V. auch in diesem Jahr den IFWW-Förderpreis. Aus fünf Finalisten in der Kategorie II (Diplom-, Masterarbeiten und damit vergleichbare Arbeiten) wurde die Essener Studentin Ludwika Nieradzik als Gewinnerin verkündet. Sie präsentierte vor Ort ihre Masterarbeit mit dem Titel „Biofouling removal from RO-membranes“, die in Brisbane am „Advanced Wastewater Management Center (AWMC)“ und am Fachgebiet Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft angefertigt wurde. Betreut wurde die Arbeit von M. Pidou vor Ort und M. Denecke in Essen.
Der IFWW-Förderpreis wird vergeben für Abschlussarbeiten, die sich mit innovativen Methoden oder Verfahren bzw. neuen Erkenntnissen in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser, Gewässerschutz, Grundwasser, Flussgebietsmanagement und Abfall/Altlasten befassen.

Thema: Januar 2013

Bioleaching und Urban Mining im Projekt RENEW

Das Projekt RENEW ist ein von der EU im Rahmen von INTERREG gefördertes Vorhaben. In Essen wird das Projekt vom ZWU (Michael Eisinger) koordiniert, die zentrale Koordinationsstelle ist an der Queens University in Belfast (QUESTOR).

Das Teilprojekt des FG Siedlungswasserwirtschaft befasst sich mit der biologischen Lösung von Metallen aus Abfallmischungen (Bioleaching). Neben Elektronikschrott werden auch Abfallstoffe aus Altdeponien getestet (Urban Mining). Das Prinzip des Bioleaching zeigt folgende Abbildung.

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Metallsulfide (MS) werden durch Fe3+-Ionen chemisch zu Metallionen (M2+) und Schwefel (S) bzw. Schwefelthiosulfat (S2O32-) oxidiert. Der Schwefel bzw. Schwefelthiosulfat wird biologisch weiter zu Schwefelsäure oxidiert. Die Metallionen gehen in Lösung und werden so aus der festen Phase eluiert. Aus dem Eluat können die Metalle mehr oder weniger spezifisch ausgefällt werden. Das reduzierte Eisen (Fe2+) wird durch bakterielle Oxidation wieder zu Fe3+ regeneriert.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 30 Monaten und wird von Jan Möller und Martin Denecke bearbeitet.