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01.12.2025 - 10:00:00
imobis: Studie zur Mobilität der Gen Z veröffentlicht
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Next Generation“, in dem der stellvertretende ZLV-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Dirk Wittowsky vom Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) der Universität Duisburg-Essen gemeinsam mit der ADAC Stiftung und dem Sinus-Institut das Mobilitätsverhalten und die Einstellungen sowie Zukunftsvorstellungen der Gen Z (16- bis 27-Jährige) erforscht hat, wurde jetzt eine Studie veröffentlicht.
Aus dieser lassen sich sieben zentrale Erkenntnisse ableiten:
1) Funktionalität bestimmt die Verkehrsmittelwahl.
2) Wahlfreiheit und Bedürfnisorientierung sind zentral.
3) Offenheit für technologische Innovationen trifft auf Umsetzungsskepsis.
4) Das Auto bleibt emotional relevant, eingebettet in ein Mobilitätsportfolio.
5) Mobilitätsgerechtigkeit gilt als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.
6) Nachhaltigkeit wird befürwortet, ist jedoch nicht handlungsleitend.
7) Milieus prägen eher Haltungen als Verhalten.
16- bis 27-Jährige möchten ihr Ziel möglichst schnell und günstig erreichen. Dabei spielt Verlässlichkeit eine ähnlich große Rolle wie Flexibilität. Umweltfreundlichkeit hingegen ist weniger von Bedeutung. Zwar fühlen sich über 50 % der Befragten moralisch dazu verpflichtet, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu benutzen, letztlich wird ihr Mobilitätsverhalten jedoch durch die Funktionalität bestimmt. Als Grund hierfür wird in der Studie die sog. Entideologisierung genannt: Viele junge Leute glauben nicht mehr daran, dass sie mit individuellem Verhalten die Lage positiv beeinflussen können. Oft mangelt es auch an Alternativen – auf dem Land, wo das Angebot an Bus- und Bahnverbindungen eingeschränkt ist, wird zwangsläufig häufiger auf das Auto zurückgegriffen.
Es wird deutlich: Die Generation Z legt Wert auf eine funktionierende Mobilität. Mit den bestehenden Mobilitätsangeboten sind nur wenige zufrieden, entsprechend offen ist die Gen Z gegenüber neuen Mobilitätsformen. Nachhaltigkeit wird zwar als wichtig erachtet, die Entideologisierung führt jedoch dazu, dass sie bei der Verkehrsmittelwahl nicht im Fokus steht.
Weitere Informationen und die Studie finden Sie hier: https://stiftung.adac.de/mobilitaet/mobilitaet-der-zukunft/mobilitaet-junger-menschen/