
Physik- und Chemiestudierende aus der Ukraine erleben Forschung auf atomarer Ebene
Wie lassen sich einzelne Atome sichtbar machen? Dieser Frage gingen Studierende der Physik und Chemie aus der Ukraine im Rahmen der DAAD-Sommerschule des Projekts DUHN (Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk) bei ihrem Besuch des Ernst-Ruska-Centrums (ERC) am Forschungszentrum Jülich nach – einem der weltweit führenden Zentren für Elektronenmikroskopie.
Zu Beginn stellte Lidia Kibkalo die Probenpräparation und die Möglichkeiten der Fokussierten Ionenstrahlmikroskopie (FIB) vor. Anschließend erhielten die Teilnehmenden eine Führung durch die hochmoderne Forschungsinfrastruktur des ERC und lernten verschiedene Elektronenmikroskope sowie deren Einsatz in der Material- und Nanowissenschaft kennen.
Ein besonderes Highlight war die Live-Demonstration an einem aberrationskorrigierten Transmissionselektronenmikroskop, durchgeführt von Kateryna Loza. Dabei konnten die Studierenden verfolgen, wie modernste Elektronenmikroskopie eine Abbildung mit atomarer Auflösung ermöglicht und damit Strukturen bis hin zu einzelnen Atomen sichtbar macht.
Der Besuch vermittelte den angehenden Physikerinnen, Physikern, Chemikerinnen und Chemikern nicht nur einen praxisnahen Einblick in modernste Charakterisierungsmethoden, sondern bot ihnen auch die Gelegenheit, internationale Spitzenforschung und den wissenschaftlichen Austausch im Rahmen des DUHN-Programms unmittelbar zu erleben.
