Rückblick auf die erste DUHN Winterschule 2025
Vom 15. bis 23. November 2025 waren insgesamt zwölf Studierende sowie eine Dozentin aus den Fächern Chemie, Physik und Germanistik aus der Ukraine zu Gast an der Universität Duisburg-Essen. Anlass war die erste DUHN Winter School 2025: „Interdisciplinary perspectives on supporting Ukrainian science and education“, die den fachlichen Austausch sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und deutschen Teilnehmenden förderte.
Das Programm der Winterschule umfasste sowohl fachbezogene als auch interdisziplinäre Elemente. In den fachlichen Slots für die Studierenden der Chemie und Physik stand insbesondere die laborpraktische Arbeit im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden führten eigenständig Experimente im Bereich Festkörper- und Kolloidchemie in den Laboren der UDE durch und präsentierten ihre Ergebnisse zum Abschluss der Winterschule. Diese Laborarbeit an der UDE, welche zur Vertiefung der schon vorhandener Kentnisse beitrug, ist für viele der Studierenden sehr wichtig, da ihnen infolge des Angriffskrieges an ihren Heimatuniversitäten derzeit nur eingeschränkte oder gar keine experimentellen Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Zudem erhielten die Studierenden Einblicke in moderne Mikroskopietechniken. Unter der Leitung von Dr. Kateryna Loza wurde am Rasterelektronenmikroskop Apreo S LoVac an der Universität Duisburg-Essen demonstriert, wie sich verschiedene Materialien und Strukturen im Mikro- und Nanobereich untersuchen lassen. Die gemeinsame Untersuchung unterschiedlicher Objekte bot nicht nur einen anschaulichen Zugang zur Funktionsweise der Elektronenmikroskopie, sondern förderte auch den Austausch und die Neugier der Teilnehmenden im Umgang mit moderner wissenschaftlicher Infrastruktur.
Die ukrainische DaF-Gruppe arbeitete in kooperativen Tandemprojekten gemeinsam mit DaF-/DaZ-Masterstudierenden der UDE. Inhaltlich beschäftigten sich die Tandems unter anderem mit medialen Deutschlandbildern in der Ukraine sowie mit Ukrainebildern in Deutschland und den damit verbundenen Narrativen. In jedem Tandem wurde zudem ein Podcast entwickelt, in dem die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, Perspektiven und Erkenntnisse während der Winterschule reflektierten. Ergänzend dazu nahmen die Studierenden an einem Workshop zum Thema Sprache durch Kunst im Museum Folkwang teil und erarbeiteten landeskundliche und sprachvergleichende Aspekte in einem Workshop mit Texten von Paul Celan und Rose Ausländer.
Fachübergreifende Programmpunkte ergänzten die inhaltliche Arbeit und dienten dem kulturellen Austausch sowie der sozialen Vernetzung. Dazu gehörten unter anderem Führungen durch das UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein, Besuche der Chemielabore, gemeinsame Stadtführungen sowie der Besuch von Weihnachtsmärkten im Ruhrgebiet.
Ziel der Winterschule war es, neben der Förderung nachhaltiger fachlicher und interdisziplinärer Lernprozesse insbesondere die Verbindung zu den ukrainischen Partnerhochschulen auf Studierendenebene zu stärken. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Universität Duisburg-Essen sowie das Ruhrgebiet als Wissenschafts- und Kulturregion kennenzulernen.
Um weitere Fotos aus der DUHN Winterschule 2025 an UDE zu sehen, klicken sie: hier.