COIN-EU
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Kosten neurologischer Erkrankungen in Europa
Neurologische Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Ursachen für Behinderung und vorzeitigen Tod – ihre wirtschaftlichen Folgen für die Gesellschaft sind jedoch bislang nur unzureichend erfasst. Das Projekt COIN-Eu (Cost of Illness in Neurology Europe), im Auftrag der European Academy of Neurology (EAN) und mit zusätzlicher Unterstützung der Lundbeck International Neuroscience Foundation, hat erstmals systematisch die wirtschaftliche Belastung durch zwölf neurologische Erkrankungsgruppen in den 47 Mitgliedsländern der EAN untersucht.
Die Ergebnisse zeigen ein enormes Ausmaß: Die jährlichen Gesamtkosten der untersuchten neurologischen Erkrankungen belaufen sich auf über 1.600 Milliarden Euro – berücksichtigt werden dabei direkte medizinische Kosten, Kosten für informelle Pflege sowie Produktivitätsverluste durch Krankheit und vorzeitigen Erwerbsausfall. Zu den kostenintensivsten Erkrankungen zählen Kopfschmerzerkrankungen, Schlafstörungen, Demenz, Schlaganfall und Schädel-Hirn-Traumata.
Mit diesen aktuellen, länderspezifischen Daten liefert COIN-Eu eine wichtige Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen und unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen in Prävention, Behandlung und Rehabilitation neurologischer Erkrankungen.