Hereinspaziert? Die Arbeits- und biografischen Bedingungen bei Jahrmarkt-Schausteller*innen

Schaustellbetriebe konstituieren einen besonderen Arbeitsmarkt in zweierlei Hinsicht. Zum einen sind die Betriebsstätten, und entsprechend auch Arbeitskräfte hochgradig mobil, Arbeits- und Wohnort sind kaum voneinander getrennt und das Arbeitsaufkommen unterliegt starken Schwankungen. Dies stellt besondere Anforderungen an die Gestaltung der Rahmenbedingungen und die Organisation der Arbeit sowie an die Auswahl und Ausbildung der dort Arbeitenden. Zum anderen sind Losbuden und Fahrgeschäfte auf Jahrmärkten oft Familienbetriebe, die von Generation zu Generation weitervererbt werden (sollen). Da hier Betrieb und Familie eine Einheit darstellen, werden nicht nur Berufe sondern auch ein ganzer Lebensstil übernommen, wobei die Auseinandersetzung mit dieser Perspektive verhältnismäßig früh im Leben beginnen dürfte: Es handelt sich um lebenslange Nachfolgeprozesse in Arbeits- und Lebensweisen von Schausteller*innen. Sowohl die Ausbildungs- und Arbeits- als auch die biografischen Bedingungen von Schausteller*innen wurden bisher soziologisch noch nicht untersucht und sind Gegenstand der explorativen Pilotstudie, die als Nachwuchsprojekt vom Profilschwerpunkt „Wandel von Gegenwartsgesellschaften“ gefördert wird.

Verantwortliche Wissenschaftlerinnen

Dr. Daniela Schiek
E-Mail-Adresse: daniela.schiek@uni-due.de

Dr. Birgit Apitzsch
E-Mail-Adresse: birgit.apitzsch@uni-due.de