Drei Fragen, ein Punkt auf der Karte
Erfahrungslernen entsteht nicht durch die Methode, sondern durch die Struktur von Entscheidungen, Konsequenzen und Reflexion. Diese Struktur lässt sich verorten — auch die Ihres gewählten Formats.
Denken Sie an ein Lehrformat, das Sie selbst durchführen: ein Planspiel, eine Fallstudie, eine Laborübung, eine Exkursion, ein Projektseminar etc.
Alles läuft in Ihrem Browser. Keine Anmeldung, keine Cookies, kein Tracking, keine Daten an einen Server.
Frage 1 von 3
Worüber entscheiden die Teilnehmenden?
Nicht, wer die Entscheidung trifft — sondern auf welcher Ebene sie im Format ihre Wirkung zeigt und wie weit sie reicht.
Bei mehreren Möglichkeiten wählen Sie den Schwerpunkt aus dem gewählten Lehrformat.
Frage 2 von 3
Wann kommt die Folge einer Entscheidung zurück?
Gemeint ist die Konsequenz der getroffenen Entscheidung im Format — nicht die Note!
Frage 3 von 3
Wo sitzt die Reflexion zur getroffenen Entscheidung?
Der Punkt, an dem die Teilnehmenden sagen müssen, warum etwas passiert ist.
Optional
Wie heißt Ihr Format?
Nur für die Beschriftung auf Ihrer Karte. Bleibt auf Ihrem Gerät.
Ihr Punkt
Ergebnis
N ↑ strategisch · S ↓ operativ · W ← unmittelbar · O → systemisch
Zeigen Sie mir Ihren Punkt am Poster — besonders, wenn er im offenen Meer gelandet ist.
Christian K. Karl · Fachdidaktik Bautechnik · Universität Duisburg-Essen
Alle Formate: uni-due.de/bautechnik (öffnet in neuem Fenster)
christian.karl@uni-due.de
LinkedIn — Profil von Christian K. Karl, öffnet in neuem Fenster
Der Reflexionstest
Sechs Runden, ein Lehrformat
Szenario: Sie leiten ein Seminar mit 30 Studierenden über 2 x 3 Wochen. Jede Woche eine Entscheidung. Zwei Werte laufen mit: Beteiligung und Verständnis.
Zwei Regeln: Jede Entscheidung wirkt sofort und ein Teil ihrer Wirkung kommt erst eine Woche später an. Und eine der gegbenen Möglichkeiten wirkt unterschiedlich, je nachdem, worauf sie trifft.
Hinweis: Das ist ein Spiel zur Reflexion, keine exakte Wissenschaft.
Woche 1 von 6
Was tun Sie diese Woche?
Wählen Sie eine Schwerpunktsetzung für diese Woche.
Nach Woche 3
Rückblick
Kurzer Ebenenwechsel: Diese Frage gehört nicht in Ihr Seminar, sie gilt Ihnen. Sie ist Ihre eigene nachgelagerte Reflexion nach 3 Wochen. Das, was die meisten Formate am Ende tun: zurückblicken, wenn alles gelaufen ist.
Was hat Ihre Werte in den ersten drei Wochen am stärksten bewegt?
Antworten Sie aus dem Gedächtnis. Hinweis: Die Auflösung kommt erst ganz am Ende von Woche 6.
Ab Woche 4
Eine Regel ändert sich
Ab jetzt sagen Sie vor der Ansicht der Werte für Beteiligung und Verständnis was Sie erwarten. Erst danach sehen Sie, was wirklich passiert ist.
Hinweis: Das ist ein Spiel zur Reflexion, keine exakte Wissenschaft.
Sonst ändert sich nichts: dieselben drei Optionen, dieselben Regeln, dasselbe gewählte Lehrformat. Nur die Frage an Sie — die Reflexion — sitzt jetzt in der Runde statt danach.
Woche 4 von 6
Was erwarten Sie am Ende dieser Woche?
Auswertung
Was Sie gerade erlebt haben
In den Wochen 1 bis 3 haben Sie je Woche entschieden und nach Woche 3 zurückgeblickt. In den Wochen 4 bis 6 mussten Sie jede Woche sagen, was Sie erwarten, bevor die Folge sichtbar wurde. Das ist der ganze Unterschied zwischen Reflexion, die angehängt ist, und Reflexion, die eingebettet ist. Die eine kann Zurechenbarkeit behaupten. Die andere kann sie direkt erzeugen.
Das ist keine exakte Messung, sondern eine individuelle Erfahrung mit Ihnen als Person und sechs Runden. Auf dem Poster steht dieselbe Beobachtung aus sechzehn Jahren und 36 eigenen Formaten: Die Reflexion ist über die Jahre vom Ende des Formats in jede einzelne Runde gewandert. Und ausgerechnet die Formate, in denen sie eingebaut ist, sind aus der Erfahrung im Seminarraum entstanden.
Christian K. Karl · Fachdidaktik Bautechnik · Universität Duisburg-Essen
Alle Formate: uni-due.de/bautechnik (öffnet in neuem Fenster)
christian.karl@uni-due.de
LinkedIn — Profil von Christian K. Karl, öffnet in neuem Fenster