CrossAreaStudies

Call for Papers
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CrossAreaStudies – Wie lokal können Regionalstudien sein?

1. und 2. November 2018, Duisburg

Das Institut für Ostasienwissenschaften (IN-EAST) der Universität Duisburg-Essen veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Verband für Transregionale Studien, Vergleichende Area Studies und Global Studies (CrossArea) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 1. und 2. November 2018 eine Tagung am Campus Duisburg.

In ersten Teil der Tagung, zugleich Jahrestagung 2018 von CrossArea, stehen Beiträge zum Thema des grenzüberschreitenden Transfers von Ideen, Skripten und Institutionen im Mittelpunkt. Im zweiten Teil der Tagung werden exemplarische Transferleistungen und -formate der vom BMBF geförderten Regionalstudien-Projekte präsentiert und diskutiert. Anschließend möchte das BMBF seine Überlegungen zur Förderung der Regionalstudien im künftigen Rahmenprogramm vorstellen und zur Diskussion stellen. 

Teil 1: Grenzüberschreitende Austauschprozesse von Ideen, Skripten und
Institutionen

Regional oder sektoral gebundene Kulturen bzw. belief systems schaffen idiosynkratische Strukturen, innerhalb derer strikte Anforderungen an die Passung von formellen und informellen Institutionen, die Kompatibilität von Konzepten und die Ordnung von Interaktion erfüllt werden müssen, um die Funktionalität dieser Systeme sicherzustellen. In Anbetracht derartig „geschlossener“ Strukturen kann angenommen werden, dass Institutionen, Ideen, Skripte, etc. nur schwerlich zwischen derartigen Systemen ausgetauscht werden könnten. Die „Globalisierung“ dürfte eigentlich gar nicht stattfinden. Und dennoch erleben wir einen permanenten Strom von institutionellen Transfers, die in den verschiedensten Funktionsfeldern zwischen kulturellen Gemeinschaften ausgetauscht werden. Dabei können letztere z.T. stark zueinander differieren. Insbesondere in den letzten Jahren ist zu beobachten, dass derartige Transfers zunehmend multidirektional ausfallen: Transfers erfolgen von Nord nach Süd, Süd nach Nord, Süd-Süd, …

Der derart zu beobachtende Austausch von institutionellen Lösungsmustern, Ideen, Skripten, etc. führt aber keineswegs zwangsläufig zu einer globalen Konvergenz. Bei erhöhter Granularität der Betrachtung zeigt sich, dass faktisch keine institutionelle Transferleistung Eins-zu-Eins erfolgt, sondern dass diese immer mit (zum Teil erheblichen) Anpassungen und Umdeutungen einhergehen. Dabei können neue institutionelle Arrangements entstehen, die dann weitertransferiert werden oder in einen transnationalen Raum wandern. Es stellt sich die Frage, was für Kräfte bei dem Transfer von Institutionen (d.h. deren Adaption an lokale Strukturen) wirken und wie kulturelle Muster sich im Austausch mit „fremden“ Ideen weiterentwickeln. Die Regionalstudien können einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, unser Verständnis dieser Zusammenhänge zu stärken und die regionalspezifischen, kulturellen Filter herauszuarbeiten, die den globalen Austausch von Ideen und Institutionen strukturieren.

Call for Papers

Wir bitten interessierte Referent*innen um Zusendung eines Abstracts (max. 300 Worte) ihres Beitrags bis zum 15.9.2018. Auch Nachwuchswissenschaftler*innen werden ausdrücklich zur Einreichung ermutigt.  

Über die Annahme des Beitrags wird in einem peer review-Verfahren bis zum 30.9.2018 entschieden. Die Veranstalter übernehmen für die vortragenden Autor*innen, die keinem der vom BMBF geförderten Regionalstudien-Projekte angehören, die Reisekosten (einschließlich Hotel) bis zur Höhe von 300 Euro.


Teil 2: Regionalstudien: Transferformate und Förderperspektiven des BMBF

Die Regionalstudien stellen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auf vielfältige Weise. Beispielhaft präsentieren die vom BMBF geförderten Regionalstudien-Zentren das breite Spektrum ihrer Transferaktivitäten auf einem Panel: Filme, Politikberatung, Entwicklungszusammenarbeit, Angebote für den Schulunterricht, travelling conferences … Weitere interessierte Forscher*innen können ebenfalls einen Beitrag zu diesem Panel leisten und werden gebeten, ein kurzes Abstract ihrer geplanten Präsentation einzureichen. Sie sollten sich dabei auf die Verbreitung von Forschungsergebnissen außerhalb der Wissenschaft konzentrieren.

Auf dem zweiten Panel wird das BMBF seine Überlegungen für die Förderung der Regionalstudien im künftigen Rahmenprogramm vorstellen und mit den Teilnehmenden diskutieren.


Kontakt:

Helmut Demes
Institut für Ostasienwissenschaften
Universität Duisburg-Essen
crossareastudies2018@in-east.de
Tel: 0203 37-94191
Dr. Rolf Geserick
DLR-Projektträger
rolf.geserick@dlr.de
Tel.: 0228 3821-1599

 

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Tagungswebsite: https://crossareastudies.in-east.de