Einfluss von Kollisionsangst auf den Cognitive Load in VR-Anwendungen

Einfluss von Kollisionsangst auf den Cognitive Load in VR-Anwendungen

Moderne XR-Headsets wie die Meta Quest 3 ermöglichen den Nutzer:innen eine hohe Bewegungsfreiheit sowohl im realen als auch im virtuellen Raum. Insbesondere beim Spielen in beengten physischen Umgebungen besteht jedoch das Risiko sogenannter Kollisionsangst – also der Sorge, während der VR-Nutzung mit realen Objekten wie Wänden oder Möbeln zu kollidieren. Um solche Zusammenstöße zu vermeiden, können Spielende versuchen, sich die reale Umgebung während des Spielens kontinuierlich bewusst zu halten. Diese zusätzliche mentale Anforderung kann jedoch den Cognitive Load erhöhen.

Ein erhöhter Cognitive Load könnte dazu führen, dass Aufmerksamkeit von der virtuellen Umgebung abgezogen wird, was wiederum die Immersion sowie den Spielspaß beeinträchtigen kann. Die Notwendigkeit, zwischen realer und virtueller Umgebung zu wechseln, steht damit potenziell im Widerspruch zu einem möglichst ungestörten und intensiven Nutzungserlebnis.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, zu untersuchen, inwiefern eine ungünstige oder beengte Spielumgebung den Cognitive Load der Spielenden beeinflusst. Darüber hinaus soll analysiert werden, ob und in welchem Ausmaß eine Verschlechterung des Nutzererlebens mit wahrgenommener Kollisionsangst und einem erhöhten Cognitive Load zusammenhängt.

Zu den Aufgaben der Arbeit gehört:

  • Theoretische Einarbeitung in die Konzepte Kollisionsangst und Cognitive Load
  • Entwicklung oder Weiterentwicklung eines VR-Spiels zum Erzeugen von Cognitive Load
  • Durchführung und Auswertung einer Studie, um den Zusammenhang von Kollisionsangst und Cognitive Load zu untersuchen

Voraussetzungen:

  • Gute Programmierkenntnisse in Unity und C# oder Bereitschaft, sich einzuarbeiten
  • Vorzugsweise Vorerfahrung in der Entwicklung von VR/MR/AR-Anwendungen
  • Erfahrung mit der Durchführung von Studien

Zielgruppe:

  • Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft (Komedia) / Menschzentrierte Informatik und Psychologie (MIPSY)
  • Angewandte Informatik

Ansprechpartnerin:

Patrizia Ring (patrizia.ring@uni-due.de)