Richard Dehmel

 

 

Brief an Wolfgang Kirchbach

 

Berlin, 3.10.91.      

 

Verehrter Herr Kirchbach!

Oh Sie Schalk! Diese feierliche Verwahrung im Eingang Ihres Briefes, mir nicht wehe tun zu wollen: nur damit Sie umso sichrer Ihre Pfeile schießen können. Halten Sie mich denn für so empfindlich?! Oder meinen Sie wirklich, daß ich Sie zum Kunstbrahminen stempeln wollte?! Es gibt doch zweierlei Art des Richtens: Richtung halten und Richtung weisen, und der eine Richter wahrt Gesetze, und der andere schafft Gesetze. Jener handelt nach autoritärem Recht – πράττει κατὰ τὸν νόμον; Dieser macht authentisches Recht – ποιεῖ νόμουρ, eben der Dichter-Richter; und nun sind wir wol einig: autoritäres Recht duldet nur sich selbst, – authentisches Recht kann neben anderm bestehen, ja ergänzt sich eines durch das andre. Und schließlich kommt es bei der ganzen Frage doch wol nur auf Den an, dem der Richtspruch gilt. Wer nicht selbst Gesetze schaffen kann, hat kein Recht auf Eigenes Recht. Sie sagen's ja selber: dem verehrten Publico wollen Sie mich nur "empfehlen", – da sind Sie autoritärer Richter; mit Mir sprechen Sie als authentischer Richter, billigen oder verurteilen nach Ihrem Gesetz, aber überlassen mich dem eigenen Erkenntnis: der eigenen Erkenntnis. Und nun will ich mich verteidigen, soweit Sie dies mein Schaffen angreifen; vielleicht ergänzt sich unser Urteil wiegesagt.

[65] Gewiß: "alle Kunst, poetische insbesondre, strebt nach Illusion eines Zustandes; der Stil sei dieser Illusion unterworfen!" – Sie dürfen mir aufs Wort hin glauben, lieber ernster Freund, daß all mein Schaffen durch und durch von jener innern Ehrfurcht beherrscht ist, die der Schöpfer seinen Geschöpfen schuldet, – daß nicht mein "liebes Ich, welches soviele Vorstellungen haben kann, mir wichtiger ist als mein Gedicht". Alles – wie ich es nenne – Selbstzweckliche im Ausdruck ist mir ein Gräuel; jedes Bild, das veranschaulichen soll, jede Wendung, die Empfindung wecken soll, wird von mir, – womöglich schon beim ersten Hinwurf, sicher aber vor der letzten Vollendung – allerpeinlichst darauf hin geprüft, ob es auch gliedhaft ins Ganze sich ordnet. Und die "rednerische" Ichsucht unsrer Hochmodernen kann Keinem verhaßter sein als grade mir. Warum übrigens bedenken Sie denn immer die Berliner blos mit diesem wohlverdienten Spott? Ich meine: die wahrhaft Schuldigen sitzen in Wien und München! – Also in der Hauptsache sind wir einig. Nun aber: jene Illusion erzeugt der Dichter doch eben nicht blos durch den Zwang zur objektiven Anschauung, sondern auch durch den Zauber seiner Subjectivität, die das fremde Individuum zum Mitempfinden zwingt. Nur darf Eines nicht das Andre überwuchern, darf der Zauber nicht – berlinsch zu reden – zum "faulen" Zauber werden, wie ja leider vielfach bei den "Jüngsten". Aber immerhin liegt hier der Zankapfel auch für den Streit ums "Wahre", um die berechtigte Subjectivität des schaffenden Individuums, d.h. diejenige Subjectivität, die sich objectiv zu veranschaulichen trachtet. Aber eben: es bleiben immer Individuen, die danach trachten, – und so wird denn, je nach ihrer Eigenart, immer wieder auch ihr "Objectives" eine gegenseitig anfechtbare Kraftentäußerung bleiben. Wir können ja nur begriffliche Grenzen ziehen, keine organischen. Wohl aber wächst aus dieser ringenden Gegenseitigkeit selbstgestalteter Begriffe neue organisch wirkende Erkenntnis. So auch mir aus Ihrem Angriff. Ihr Einwurf gegen die Darstellung des Sonnenlichtes in meiner "Kahnfahrt" (S. 69) wirkte selbst wie ein befruchtender Sonnenstrahl auf mich. Sie haben Recht: "es liegt auch eine Schätzung der Dinge in den Worten, die man zur Bezeichnung dieser Dinge wählt", [66] – die Worte sind auch Werte! Die verschwendende Zeugungskraft des Sonnenlichtes wird herabgewürdigt, wenn man diese Verschwendung ins bloße Wohlgefällige versinnbildlicht. Diese Mahnung soll mir Dauerfrüchte tragen! – Nichtsdestoweniger möchte ich das ganze Gedicht gegen Sie in Schutz nehmen, grade weil Sie sagen, daß Sie nach dem Lesen nicht wußten, wo Sie eigentlich gewesen seien mit Ihren Träumen. Diese Empfindung wollte ich grade darstellen, eben die Entrückung ins einheitliche Weltgefühl aus der dunklen Flut der sinnlichen Wahrnehmungen durch die lichte Fülle der ringsher strömenden Eindrücke. Hier hätte die allzu scharf "localisirende" Phantasie offenbar dem organischen Gesamtzweck geschadet; denken Sie nur an Goethe's "Nachtlied" und "An den Mond", gegen welche Gedichte Sie genau denselben prinzipiellen Einwand erheben könnten. Allerdings werden Sie mir erwidern, daß wir grade darin über Goethe's Lyrik hinaus kommen sollen, und das gebe ich Ihnen zu. Aber ich glaube, daß für Den, der den Spreewald kennt, mein Gedicht auch einen localen Charakter haben wird; dort ist es nämlich entstanden. Und Dies führt mich überhaupt auf die Frage nach dem Wieviel der Localisation. Sie liegt offenbar verschieden für die verschiedenen Gattungen, qualitativ und quantitativ. Im rein lyrischen Stimmungsgedicht könnte Das schon als störende Häufung wirken, was man im Roman z.B. erst als dürftigen Umriß empfinden würde. Ich setze natürlich für beide Fälle voraus, daß der Dichter keine blasse Beschreibung bieten, sondern wirklich einen empfundenen Eindruck – sei es aus eigener Seele, sei es aus der Seele Einer seiner Gestalten heraus – organisch verdichten will. Aber immer wird es sich doch einzig darum handeln, die localisirende Phantasie des nachschaffenden Lesers oder Hörers in genügendem Grade associativ zu beeinflussen. Die Localisation ist doch auch nur Mittel zum Zweck! Mir scheint aber, daß kein Mensch einem Andern eine Vorstellung beibringen kann, die dieser Andere nicht bereits in ähnlicher Art selbst einmal in seine Sinne aufgenommen hat. Daraus ergibt sich für mich als Schaffenden die Folgerung: um den Genießenden in die von mir gewünschte Situation zu versetzen, habe ich solche Neben-Eindrücke, die möglichst jeder Einzelne schon erlebt haben [67] kann, in neues eigenes Licht zu rücken, und zwar einerseits durch eigenartigen Ausdruck neuer sinnlicher Merkmale, andrerseits durch Verknüpfung dieser Merkmale mittelst einer eigenartigen Grundempfindung, Grundstimmung oder Grundidee. Mit kürzeren Worten: ich habe typische Begleitumstände zu individualisiren. Ihre Bemerkungen dagegen scheinen mir auf die Forderung hinaus zu laufen: individuell charakteristische Nebenumstände zu typisiren. Wohin man aber damit kommt, sehen wir an Zola und noch augenfälliger an Gerhart Hauptmann oder an der Kleinkunstfirma Holz & Schlaf: die localisirende Phantasie des Künstlers vernichtet die nachschaffende Phantasie des Empfängers. Ich will Ihnen gern zugeben, daß die ganze Wahrheit hier wie immer in der idealen Mitte liegt; und darauf wollten Sie mich wohl auch nur verweisen. Aber eben diese ideale Mitte scheint mir folgender Grundsatz zu sein: ein Situationsstoff, der mich zur Darstellung reizt, ist zunächst auf diejenigen Motive hin zu betrachten, die ihm identisch sind mit allen nur denkbaren ähnlichen Situationen, also auf die Gattungscharakteristica hin, – und diese letzteren habe ich dann für die Darstellung selbst mit denjenigen Eigentümlichkeiten mehr oder minder zu färben, welche mir die betreffende Einzelsituation als reizvoll erscheinen ließen. Zumal für den Verspoeten, will er nicht sein concentratives Gleichgewicht verlieren, scheint mir dies Verhältnis von typischer Verdichtung zu individueller Steigerung das einzig richtige zu sein.

Freilich der Streit über das erzeugte ὄργανον, das wirkliche "Werk", ist ja damit abermals nicht aus der Welt geschafft; der strittige Punkt wird eben immer wieder, je nach der authentischen Auslegung, jenes Mehr oder Minder der localisirenden Färbung, d.h. Steigerung, bleiben. Und ich will wohl glauben, daß eine "Psychologie meiner Phantasie" da manch ein "Minder" zu notiren hätte. Aber ich will nicht hoffen, daß meine Phantasie schon – ausgewachsene Flügel hat. Nun, Scherz bei Seite! blos das Eine will ich doch erwähnen, daß Sie an der Napoleonsballade z.B. als ein "Minder" rügen, was mir von meinem Standpunkt aus als "Mehr" erscheint. Eben die "blutige Träne Gottes". Ich war mir sehr bewußt, warum ich das Ganze in diesen Schluß münden ließ; und nicht minder war ich [68] mir bewußt, was man dagegen einwenden würde. Und indertat habe ich bis jetzt nur Abfälliges über diese Zeile zu hören bekommen. Sie sind allerdings der Einzige, der mir einen gründlichen Grund entgegenhielt; die Andern entleerten ihr Unbehagen immer blos in die oberflächliche Phrase – ich meine "oberflächlich" in ästhetischer Hinsicht –, daß dieser Schluß "zu bigott" sei. Und grade damit sprachen jene Andern Etwas aus, was mir sehr lieb war und womit ich Ihren Angriff zu entwaffnen hofte. Dazu muß ich allerdings ein wenig ausholen, – werden Sie mir nicht ungeduldig! Um mich kurz zu fassen, will ich bei dem Gleichnis bleiben, das den Künstler als Schöpfer, den Dichter als Gottvater seiner Dichtung hinstellt. Als solcher hat er die Welt zu schaffen, in die er die Gestalten seines Gedichtes hineinfügt, und in dieser Welt sowohl wie in diesen Gestalten ist er allwissend und allgegenwärtig. Nur insofern ist er nicht dem Einen Gottvater gleich zu achten, als er sich um andre Gottväter außer ihm zu kümmern hat, – Diejenigen nämlich, die seine Schöpfung gläubig in sich aufnehmen sollen. Diesen Glauben hat er also außerdem noch mitzuschaffen. Letzteres bewirkt jeder Gott auf seine Eigene Weise. Ich suche es dadurch zu bewirken, daß ich die von mir geschaffene Welt in doppelter Weise objectiv veranschauliche: einmal im Hinblick auf den unbeteiligten Zuschauer, eben auf den Genießenden, – dann im Hinblick auf die von mir in jene Welt hinein-geschaffenen Gestalten. In jener Ballade z.B. bereite ich den Genießenden durch die objectivirte Stimmung zunächst nur darauf vor, daß es ihm nicht unwahr däucht, wenn ich ihm zumute, in dem aufgehenden Mond ein Symbol meiner ethischen Welt zu sehen. Damit ihm aber nun auch diese ethische Welt an sich zur Wahrheit wird, nicht blos willkürliche Fiction meinerseits bleibt: trete ich hinter meine Gestalten zurück und zeige das Symbol, durch das sich meine Welt versinnlicht, auch noch objectiv in seiner Wirkung auf die Sinne dieser Gestalten, je nach ihrer seelischen Verschiedenheit. Letzteres darf ich, eben als allwissender Schöpfer. Und so sieht der Bauer, voll des Schmerzes um sein verwüstetes Vaterland, aber auch voll des Glaubens an die unverwüstliche Kraft seines Volkes, in dem Mond eine feurige, [69] drohende Faust, – und Bonaparte, dessen religiöser Fatalismus ja bekannt ist, nur "eine blutige Träne Gottes". Er würde sicher einen andern Eindruck haben, wenn er über die "leere Ebne, durch die sein Auge irrt", über "Rußlands Leichenangesicht" nicht auch mit sich selbst die Leiche seines Schicksals flüchten fühlte. Aber eben, daß der Kaiser fühlt: du hast durch die Vernichtung so viel Lebens nur dein eignes Lebensmark zerstört, hast das ewige Gemeingefühl der Völker durch deine grausige Vermessenheit nur zu neuer Lebenskraft geweckt: eben Das – meine ich – gibt diesem "bigotten" Schluß durch den inneren organischen Contrast seine ethische Bedeutsamkeit fürs Ganze. Nun aber wirklich Schluß! Schade, daß ich nicht in Dresden wohnen kann! Haben Sie Dank!

Ihr Richard Dehmel.      

 

N. S. Ich hatte den Brief schon adressirt. Aber Eines Ihrer Worte hat mich doch zu tief getroffen, – kränkend tief. Sie mögen ja Recht haben, daß der großstädtische Millionentrubel manches wahre Gefühl "in bloße Nervenerregung umfälscht", – und sobald ich irgend meinen jetzigen Brotkorb an den Nagel hängen kann, ist mir's selber innerstes Bedürfnis, diesem Hexenkessel zu entrinnen. Aber es ist doch zweierlei: gegen eigenen besten Willen als Mensch gewissen Einflüssen noch nicht ganz gewachsen sein, – und mit bewußter Absicht als Dichter "jungmillionenstädtischem Manierismus" huldigen. Sollten Sie diesen Eindruck wirklich aus meinen letzten Gedichten empfangen haben? oder meinten Sie nur, daß sich jene natürliche, menschliche Befangenheit hin und wieder in solcher auffälligen Weise äußert? Bitte, beruhigen Sie mich darüber, wenn Sie können! sonst: herbste Offenheit! Ich hoffe freilich, daß Ihnen nach den Ausführungen meines Briefes manche meiner Auffälligkeiten auch ästhetisch in anderem Lichte erscheinen werden. Aber nicht wahr: darüber schreiben Sie mir noch einige Worte? bitte, bitte! als Arzt! aus der Vogelperspective, die wir selber ja trotz Sokrates immer noch nicht zu erfliegen wissen, wenn's das eigne "liebe" Wesen gilt – Von Herzen Gruß! Ihnen und den Ihren! von Mir und den Meinen.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Richard Dehmel: Ausgewählte Briefe aus den Jahren 1883 bis 1902. Berlin: S. Fischer 1922, S. 64-69. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).

 

 

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