

Alle Bildungsstudien belegen ein schulisches Scheitern von überproportional vielen Migrantenkindern, aber auch von einheimischen Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Schichten.
Die Lehrerausbildung muss sich verändern, um auf die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen zu reagieren. Ein wesentlicher Aspekt dieser Veränderungen besteht in der stärkeren Berücksichtigung der sprachlichen Komponente schulischen Lernens.
International erfolgreich sind Ansätze wie Scaffolding oder CLIL, die dem Fachunterricht beim Ausbau der Sprachkompetenzen eine bedeutende Rolle zuschreiben. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Ausbildung aller zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer, die Kompetenzen zur Sprachförderung Mehrsprachiger im Fachunterricht in ihren verschiedenen Facetten erwerben sollten.
Ziel von ProDaZ ist es, Veranstaltungen zu entwickeln, in denen den Studierenden fach- und sprachdidaktische Inhalte kombiniert vermittelt werden. Die Studierenden lernen in den fachdidaktischen Veranstaltungen Verfahren der Sprachförderung kennen, die abgestimmt sind auf die zu vermittelnden fachspezifischen Inhalte und Methoden sowie die jeweilige Fachsprache. In der Anfangsphase von ProDaZ werden bereits bestehende Kontakte zu den Fächern intensiviert und ausgebaut, Module und Modulteile entwickelt und erprobt.