Space@Sea

Status

laufend

Beteiligte Wissenschaftler

Prof. Dr.-Ing. Bettar Ould el Moctar
Grusche Seithe M.Sc.

Projektbeschreibung

Infolge neuer Entwicklungen in Bezug auf die Nutzung der Meere im Bereich erneuerbarer Energien, Landwirtschaft und Wohnungsbau, steigt die Nachfrage nach erschwinglichen Decksflächen auf See. Dies führt zum Bedarf von nachhaltigen und kosteneffizienten Plattformen für den sicheren Betrieb auf See. Um diesen Bedarf zu decken, hat das Projekt Space@Sea das übergeordnete Ziel der Entwicklung eines nachhaltigen und bezahlbaren Arbeitsplatzes auf See durch die Entwicklung von standardisierten kostengünstigen modularen Inseln mit geringen ökologischen Auswirkungen.

Für die Realisierung kann teilweise auf vorhandenes Wissen aus der maritimen Industrie zurückgegriffen werden. Dennoch bestehen offene Fragen im Bereich einer intelligenten Verankerung sowie Mehrkörperdynamik solcher Systeme. Das Space@Sea-Konsortium steht vor der Herausforderung, schwimmende Systeme zu entwickeln, die größer sind als je zuvor.

Im Rahmen des Projektes wird daher zunächst ein optimiertes Schwimmkörper-Design entwickelt, dass einen sicheren und kostengünstigen Betrieb ermöglicht. Ebenfalls wird ein Fernüberwachungs- und Erfassungssystems entwickelt, um vorausschauende Wartung zu ermöglichen. Zum Abschluss sollen Prototypen gebaut und vor Ort unter realen Bedingungen getestet werden.
Space At Sea
Fig 1: Initiales Konzept

 

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) trägt zu diesem Projekt bei, indem sie numerische Methoden in folgenden Bereichen entwickelt, validiert und anwendet:

  • Erweiterung bestehender numerischer Methoden zur Simulation der Mehrkörperdynamik in Wellen
  • Entwicklung komplexer Mooring-Simulationstechnologien, die sich für die Vorhersage der Gelenkkräfte des vorgestellten Schwimmkörperkonzeptes eignen
  • Numerische Vorhersage von Bewegungen und Lasten der Schwimmkörper einschließlich der Wirkung von Strukturdynamik und Artikulationskräften
  • Identifikation und Bestimmung einschränkender Kriterien für das Schwimmkörper Design mit Hilfe der weiterentwickelten numerischen Methoden
  • Bewertung des detaillierten Designs hinsichtlich struktureller Integrität, absoluten und relativen Bewegungen, zur Identifizierung von kritischen Seegangszuständen
Förderung

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