Bachelor-Masterarbeiten

Zu den verschiedenen Lehr- und Forschungsthemen bieten wir eine Auswahl an Bachelor-, Master-, und Examensarbeiten an. Wichtig ist uns dabei eine möglichst praxisnahe und umfassende Ausbildung der Studenten.  Sollte kein geeignetes Thema für Sie dabei sein, bzw. wenn Sie eigene Ideen haben wenden Sie sich gerne an einen der Dozenten.

Mögliche Themen für Bachelor-, Master-, Examensarbeiten

Slide0001 Image001Trophische Interaktionen von Goldalgen

Verschiedene Ernährungsstrategien (Phototrophie, Mixotrophie, Heterotrophie) sind einer der offensichtlichsten funktionellen Unterschiede zwischen verschiedenen Organismen. In allen Großgruppen der Algen finden sich zahlreiche Beispiele für ‚farblose Algen‘. An Goldalgen als Modellorganismen sollen die morphologischen und phylogenetischen Adaptionen an eine heterotrophe Lebensweise untersucht werden als Basis für ein Verständnis der ökologischen Szenarien, die diese Entwicklung begünstigen. Die Konkurrenzfähigkeit heterotropher und mixotropher Goldalgen werden in einer Reihe von Laborexperimenten unter verschiedenen Umweltbedingungen überprüft.

 Ansprechpartner: Prof. Dr. Jens Boenigk

 

 

Vergleich der Biodiversität unterschiedlicher Organismengruppen

Mikroorganismen sind in allen Ökosystemen die zentrale Komponente in Elementkreisläufen und Mineralisierungsprozessen. Protisten (,Protozoa' und, Algen) sind für den Hauptteil der eukaryotischen Atmung und Produktion verantwortlich. Einer der größten Bestände lebender Biomasse, d.h. Bakterien und Archaeen, wird durch phagotrophe Protisten höheren trophischen Ebenen verfügbar gemacht. Verglichen mit Embryophyten und Metazoa ist ihre Diversität enorm. Jedoch basierten bisherige ökologische Untersuchungen meist auf morphologische Arten. In diesem Projekt soll mittels einer Kombination aus molekularen und morphologischen Daten die Biodiversität unterschiedlicher Organismengruppen erfasst und evaluiert werden.

Ansprechpartner:  Prof. Dr. Jens Boenigk

                          Dr. Christina Bock

 

 

 

Biodiversity and environmental change: Does biodiversity reduce the risk of extinction?

Natural communities are complex adaptive systems that are buffered against the challenges of environmental variability by means of what could be called ‘the three elastics’: phenotypic plasticity, genetic variation and species richness. Phenotypic plasticity acts as a first line of defense against environmental change, whereas genetic variation and species richness act as templates for selection, allowing compositional changes in the community that in turn enable continued functioning at the ecosystem level. Under certain conditions, these three elastics buffer a community sufficiently to support the maintenance of existing diversity. In our project, we use protists as model for diversity dynamics to study both ‘buffering power of flexibility’ and ‘the limits of elasticity’.

 

 

Ansprechpartner:  Prof. Dr. Jens Boenigk, Dr. Christina Bock

Populationsstruktur und intraspezifische Variabilität bei Planktonorganismen

Das Projekt fokussiert auf der Abschätzung der Diversität und der Identifizierung von Organismen. Basierend auf neu entwickelten Methoden, besonders der Einzelzell-PCR ausgehend von fixierten Planktonproben sowie massiver Parallelsequenzierung, werden in diesem Projekt die intraspezifische molekulare Variation, Verteilungsmuster und die Populationsstruktur von Planktonorganismen in Freilandgesellschaften analysiert. Die molekularen Marker ITS2 und COX1 werden für die Analyse der molekularen intraspezifischen Diversität genutzt, da sie Verteilungsmuster unterhalb der Morphospeziesebene auflösen. Die Verknüpfung molekularer und morphologischer Daten bildet zudem die Grundlage für die molekulare Charakterisierung von Arten und wird auch in den ‚Barcoding’-Initiativen genutzt werden.

 

Ansprechpartner:  Prof. Dr. Jens Boenigk

 

 

Vergleichende Phylogenie und Artabgrenzung bei Protisten

Aktuelle molekularbiologische Untersuchungen zeigen einerseits, dass morphologische Arten häufig eine hohe genetische Diversität aufweisen und damit eine Diskussion des Artkonzeptes notwendig wurde. Andererseits führt die Anwendung molekularbiologischer Methoden dazu, dass die Identifikation von Organismen beschleunigt werden kann. Hierbei gewinnt das DNA-Barcoding, also die Artidentifikation anhand eines kurzen und genau definierten DNA-Abschnittes, zunehmend an Bedeutung. Viele morphologische Merkmale sind das Resultat konvergenter Evolution und phänotypischer Anpassung an die Bedingungen im Ökosystem und stellen keine direkte phylogenetische Verwandtschaft dar. Mit Hilfe eines kombinierten Ansatzes aus molekular-phylogenetischen Untersuchungen, Sekundärstrukturanalysen und morphologischen Beobachtungen soll die Diversität und die Verwandtschaftsbeziehungen von Protisten untersucht und Merkmale zur Artabgrenzung evaluiert werden.

 

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jens Boenigk

                         Dr. Christina Bock

 

 

Biologische Klärung von Abwässern (Zur Zeit nicht als Thema verfügbar)

In dem Projekt soll in Zusammenarbeit mit der Universität Wuppertal und dem Landesamt für Natur-, Umwelt-, und Verbraucherschutz ein im Labormaßstab entwickeltes biotechnologisches Verfahren zur Entfernung pathogener und antibiotikaresistenter Bakterien aus dem geklärten Abwasser kommunaler Kläranlagen in den Pilotmaßstab überführt, erprobt und optimiert werden. Dabei sollen neben der Wirksamkeit insbesondere die wirtschaftlichen Aspekte (Investitionskosten, Personal- und Betriebskosten) im Vergleich zu alternativen Verfahren (Mikrofiltration, Ozonierung) betrachtet werden. Ziel ist die Klärung der Frage ob und unter welchen Bedingungen das biotechnologische Verfahren den physikalischen und chemischen Verfahren beim Einsatz auf Kläranlagen überlegen sein kann.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jens Boenigk