Bachelor-Masterarbeiten

Zu den verschiedenen Lehr- und Forschungsthemen bieten wir eine Auswahl an Bachelor-, Master-, und Examensarbeiten an. Wichtig ist uns dabei eine möglichst praxisnahe und umfassende Ausbildung der Studenten.  Sollte kein geeignetes Thema für Sie dabei sein, bzw. wenn Sie eigene Ideen haben wenden Sie sich gerne an einen der Dozenten.

Mögliche Themen für Bachelor-, Master-, Examensarbeiten

Ökophysiologie

Einfluss der Lichtintensität auf das Wachstum phototropher und mixotropher Algen

Protisten (eukaryotische Mikroorganismen) sind die dominierenden Primärproduzenten in Gewässern und die wichtigsten Konsumenten von Bakterien. Heterotrophie hat sich mehrfach unabhängig in verschiedenen Algenlinien etabliert. Grundlegend für das Verständnis der eukaryotischen Biodiversität ist sind die öko-evolutionären Bedingungen, die zur Änderung der Ernährungsstrategie führen (Phototrophie <-> Mixotrophie <-> Heterotrophie). In diesem Projekt sollen ökophysiologische Laborexperimente durchgeführt werden, um das Wachstum verschiedener phototropher und mixotropher Goldalgen unter Lichtlimitierung zu untersuchen. Dies soll Rückschlüsse auf die Habitatspezifität und Verbreitungsmuster der Arten erlauben. 

Start der Arbeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bei Interesse bitte bei Dr. Christina Bock (christina.bock@uni-due.de) oder Prof. Dr. Jens Boenigk (jens.boenigk@uni-due.de) melden

Funktionelle molekulare Diversität / Bioindikation

Differentielle Genexpression als Indikator für Temperaturänderungen

Organismen müssen sich an wechselnde Temperaturen ihrer Umwelt anpassen – dies gilt für saisonale Temperaturänderungen ebenso wie für Anpassungen an verschiedene Klimazonen. Eine wesentliche Anpassung betrifft die Fluidität von Biomembranen, welche durch den Anteil ungesättigter Fettsäuren modifiziert werden kann. In diesem Projekt sollen Gen-Expressionsmuster von Seen auf einer kontinentalen Skala auf Korrelationen zwischen der Expression von Genen der Lipidbiosynthese und Umweltparametern, insbesondere der Temperatur, hin untersucht werden. Durch diese Analysen sollen Kandidatengene als Frühindikatoren für Biomonitoring-Kampagnen identifiziert werden.

Start der Arbeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bei Interesse bitte bei Dr. Daniela Beisser (daniela.beisser@uni-due.de) oder Prof. Dr. Jens Boenigk (jens.boenigk@uni-due.de) melden

 

Bestimmung von Indikatorarten in Amplicon-Sequenzierungsdaten von Süßgewässern

Die Suche nach Indikatoren oder charakteristischen Arten in Gruppen von Standorten ist eine besonders wichtige Frage in der angewandten Biodiversitätsforschung und Ökologie. Indikatorarten werden dazu genutzt schnell die Umgebung, die einen bestimmten Standort charakterisiert, zu beurteilen, die Lebensgemeinschaft in einem bestimmten Gebiet zu erfassen oder zeitliche Veränderungen einiger ökologischen Variable zu überwachen. Außerdem wird oft nach ökologischen Präferenzen von Arten innerhalb einer Reihe von Standortgruppen gesucht, entweder um Erkenntnisse über die Arten selbst zu gewinnen oder um die Kenntnisse über die in den Standortgruppen gesammelten Lebensräume zu verbessern.

Die Indikatorarten sollen in Amplicon-Sequenzierungsdaten von Süßgewässern bestimmt werden, welche die verschiedenen Bedingungen in Europa abbilden.

Start der Arbeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bei Interesse bitte bei Dr. Daniela Beisser (daniela.beisser@uni-due.de) oder Prof. Dr. Jens Boenigk (jens.boenigk@uni-due.de) melden

 

Mitose in Goldalgen

Die Gene, die den Zellzyklus bei Tieren (Metazoa) steuern, sind weitestgehend bekannt und stark konserviert. Es ist aber unklar, ob sich dies auf alle Eukaryoten verallgemeinern lässt oder ob die Zellzyklussteuerung in anderen eukaryotischen Supergruppen anders abläuft. Mittels bioinformatischer Methoden sollen in Genomen von Goldalgen (Chrysophyceae, Stramenopiles) Gene, die mit der Mitose assoziiert sind, gesucht und deren Stoffwechselweg rekonstruiert  werden.

Start der Arbeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bei Interesse bitte bei Stephan Majda (stephan.majda@uni-due.de) oder Prof. Dr. Jens Boenigk (jens.boenigk@uni-due.de) melden.

Weitere Themen auf Anfrage