05.07.2010Inauguration

BIOME: The inauguration of the Graduate School of Biomedical Science took place on Monday, 5 July 2010 at Audimax, Universitätsklinikum Essen. Our inaugural guest of honour was Robert Huber who was awarded the Nobel Prize for Chemistry in 1988. His talk was about protein (structure) research: from the laboratory to the patent, and it was followed by an open Q&A forum in which his responses to the graduates' questions about his life and work were charmingly candid and highly encouraging. 

25.06.2010Graduiertenschule startet

BIOME ermöglicht Einbindung in interdisziplinäre Studienprogramme
An den Fakultäten für Medizin und Biologie der Universität Duisburg-Essen gibt es eine neue Graduiertenschule. Die Graduate School of Biomedical Sciences (BIOME) ermöglicht Doktorandinnen und Doktoranden, in ein innovatives interdisziplinäres Studienprogramm integriert zu werden. „Das Programm wurde so konzipiert, dass es jungen Wissenschaftlern zusätzlich zu ihrer Forschungsarbeit in den Instituten und Kliniken eine fundierte, global ausgerichtete wissenschaftliche Ausbildung garantiert", erläutert die Koordinatorin des Projektes Delia Cosgrove.

Eröffnungsveranstaltung am 5. Juli mit Nobelpreisträger
Bisher gibt es an den beiden Fakultäten zwei von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) geförderte Graduiertenkollegs: „Modulation von Wirtszellfunktionen" sowie „Transkriptionskontrolle". Aus diesen Initiativen heraus sind innerhalb der Graduiertenschule nun vier weitere Ausbildungsmodule entstanden, deren thematische Ausrichtung die Forschungsschwerpunkte in Essen widerspiegeln: Zelluläre- und molekulare Immunologie; Genetik und Zellbiologie; Ischaemia, Reperfusion und Angiogenese; Tumor und Signalling. „Teil eines Netzwerks wie das einer Graduiertenschule zu sein, ist für Wissenschaftler äußerst wertvoll. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Lehrenden die Graduiertenschule unterstützen, indem sie ihre Doktorandinnen und Doktoranden über BIOME informieren und sie zur Teilnahme an dem Programm ermutigen", erklärt Prof. Dr. Ulf Dittmer, Sprecher der Graduiertenschule. Zur feierlichen Eröffnung der BIOME lädt er am 5. Juli 2010, 13 Uhr, Audimax, alle Interessierten herzlich ein. Als Ehrengast hält der Nobelpreisträger für Chemie Prof. em. Robert Huber einen Festvortrag über „Protein(struktur)forschung: vom Labor bis zum Patent".

28.06.2010Biomedizinisches Netzwerk

Das gemeinsame disziplinübergreifende Lernen und Forschen steht im Mittelpunkt der neuen Graduiertenschule für Promovierende in der Medizin und Biologie an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Die Graduate School of Biomedical Science (kurz: BIOME) öffnet am 5. Juli offiziell ihre Pforten. Als Gastredner konnte Nobelpreisträger Prof. Dr. Robert Huber gewonnen werden.Gründungsidee ist, den Promotionsstudierenden der Biologie und Medizin an der UDE eine gemeinsame Plattform zu verschaffen und sie symbiotisch enger miteinander zu verzahnen. BIOME-Koordinatorin Delia Cosgrove: „Wir wollen sicherstellen, dass sie eine hervorragende, global ausgerichtete Ausbildung erhalten." Konsequenterweise wird in der Regel englisch miteinander gesprochen.
Das Besondere des innovativen Konzepts ist die Breite seiner biomedizinischen Themenpalette und der integrative Ansatz, der die NachwuchswissenschaftlerInnen konstruktiv in die Verantwortung einbindet. Dadurch wird die medizinische Grundlagenforschung an der UDE mit Projekten aus der Biologie und der Medizin entscheidend gestärkt.
Schwerpunktmäßig werden in der BIOME sechs Themenkerne abgedeckt, die bei der Früherkennung und Behandlung von Herz-/Kreislauferkrankungen, Tumoren oder Infektionskrankheiten wie AIDS oder Hepatitis eine große Rolle spielen: Zelluläre und molekulare Immunologie, Infektionsforschung, Genetik, Zellbiologie, Tumorforschung sowie Fragestellungen zur Durchblutung.

Verantwortung gemeinsam tragen
Jede Gruppe wird durch zwei ProfessorInnen und zwei wissenschaftliche MitarbeiterInnen geleitet. BIOME-Initiator Prof. Dr. Ulf Dittmer: „Unser Erfolgsrezept ist, dass sich unsere exzellenten Nachwuchsforscher, Männer wie Frauen, früh als Teil des internationalen Netzwerks begreifen können und lernen, sich dort aktiv mit einzubringen."
Die zuständigen Koordinatoren sind gleichzeitig Mentoren für die maximal 25 Studierenden ihrer Gruppe. Neben regelmäßigen Kompetenz-Workshops, Vortragsveranstaltungen und einem gemeinsamen Symposium wird in den jeweiligen Kerngruppen mindestens einmal jährlich eine Tagung organisiert.

05.08.2010 - Westdeutsche Allgemeine ZeitungWissenschaftler forschen über Grenzen hinweg

In der neuen biomedizinischen Graduiertenschule an der Universität Duisburg-Essen können sich junge Wissenschaftler austauschen. Der Doktortitel ist insbesondere in vielen naturwissenschaftlichen Studiengängen und auch in der Medizin geradezu ein „Muss“. Forschten die Wissenschaftler einst im stillen Kämmerlein vor sich hin, um dann irgendwann die Ergebnisse ihrer Arbeit in gebundener Form abzugeben, drängt es die Promovierenden heute zu interdisziplinärer Zusammenarbeit. Dafür bietet die neue biomedizinische Graduiertenschule (BIOME) an der Universität Duisburg-Essen eine interessante Plattform.

„Um mit den Entwicklungen in Forschung und Wissenschaft international mithalten zu können, ist es unbedingt notwendig, Doktoranden besser auszubilden“, erklärt Prof. Ulf Dittmer, Initiator von BIOME, den Hintergrund des neuen Netzwerkes. Denn bundesweit sei es so, dass der Großteil der täglichen Arbeit in der Forschung durch Doktoranden erfolgt und über Drittmittel beispielsweise durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert wird. „Und um diese Arbeit effektiver zu gestalten, ist ein strukturiertes Programm erforderlich, dass den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ermöglicht“, so Dittmer.

So bietet BIOME Promovierenden der Biologie und Medizin nun fachübergreifend Lernen, Forschen und vor allem Austausch. „Die Resonanz auf das Angebot ist riesig“, berichtet Delia Cosgrove, Koordinatorin von BIOME. „Derzeit engagieren sich bereits 70 junge Leute im Netzwerk und wir hoffen, es werden noch mehr.“ Für die Zukunft ist ein Ausbau des Programms mit anderen Fachrichtungen wie Chemie oder Medizintechnik geplant. Schwerpunkte des Netzwerkes sind derzeit sechs Themenbereiche die bei der Früherkennung und Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen, Tumoren oder Infektionserkrankungen wie Hepatitis und Aids von Bedeutung sind.

Nina Runte (26), Doktorandin im Fach Biologie, erforscht seit zwei Jahren für ihre Doktorarbeit „Grundlagen der Metastasenbildung bei Krebserkrankungen“ und schätzt nun sehr die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus der Medizin. „Denn die kennen die klinischen Aspekte natürlich viel besser“, meint Runte. „Und so kann ich meine Forschung nun aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.“ Den Reiz der interdisziplinären Zusammenarbeit bestätigt auch Medizinstudent Philipp Gödel (23): Für seine experimentelle Doktorarbeit zur „Entwicklung von Impfstoffen gegen Retroviren“ hat er sich für ein Semester aus dem Studium ausgeklinkt und engagiert sich seit drei Monaten im Netzwerk. „Während meines Studiums hatte ich bislang wenig Kontakt zur Grundlagenforschung. Die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus anderen Fachbereichen ist sehr produktiv.“