(Antragsteller/Projektleitung der Studie: Dr. Jörg Hagedorn; Mitarbeit im Projekt: Franziska Piva; Laufzeit: 2012-2014)

Das Projekt knüpft in der Schnittstelle zwischen Medien- und Jugendforschung an die Fragestellung an, wie Jugendliche in narrativ-perfromativen Schreib- und Erzählpraxen ihr eigenes Selbst hervorbringen. Im rekonstruktiv-hermeneutischen Vorgehen und in Anlehnung an die Methode der Objektiven Hermeneutik von Ulrich Oevermann wurden ingesamt 5 Internettagebücher adoleszenter Jugendlicher (12-21 Jahre) ausgewertet. Als Ergebnis der Studie liegen 1.) umfangreiche Fallekonstruktionen zu insgesamt 5 rekonstruierten Grammatiken jugendlichen Selbst vor. Vor dem Hintergrund dieser ausführlichen Fallrekonstruktionen konnten schließlich Strukturaussagen zur Selbstpraxis Onlinetagebuch getroffen werden. Überdies trifft die Studie 3.) methodisch gestützte Strukturaussagen zu den Lebensbereichen adoleszenter Jugendlicher (Familie, Schule und Peers), die in der Strukturlogik der Selbstpraxis Onlinetagebuch als je spezifische Strukturproblematiken (re-) inszeniert, vergegenwärtigt und gelöst werden.

Projektpublikationen:

Hagedorn, Jörg (2014; im Druck): Das Schreiben über sich selbst als Übung des Denkens. Narrative Selbstinszenierungen Jugendlicher im Online-Tagebuch. in: Kristin Westphal; Ulrike Stadler-Altmann; Wiebe Lohfeld (Hrsg.): Räume kultureller Bildung. Nationale und transationale Forschungsperspektiven. Beltz Juventa

Hagedorn, Jörg; Piva, Franziska (2014): Jugend spricht. Schule als Material performativer Selbsterprobung und reflexiver Selbstvergewisserung. in: Jörg Hagedorn (2014): Jugend, Schule und Identität. Selbstwerdung und Identitätskonstruktion im Kontext Schule. SpringerVS: Wiesbaden, S. 667-683