Psychologische Interventionen bei akuten Schmerzen

Publikationen

Rebecca Stewing, Thomas Forkmann, Elisabeth Vögtle, Franziska Harms, Antonia Barke (in press). Waiting for Pain: Effect of a mindfulness intervention during a wait situation on pain intensity. Frontiers in Pain Research - Pain Mechanisms.

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Da Schmerz als ein biopsychosoziales Phänomen verstanden wird, sind psychologische Interventionen eine wichtige Option in der Routineversorgung. Für die Schmerzwahrnehmung interagieren biologische Faktoren (z. B. die Wahrnehmung des Schmerzreizes, Reizweiterleitung, Hormone, Immunsystem), psychologische Faktoren (z. B. die Bewertung des Schmerzreizes, die emotionale Reaktion, das schmerzbezogene Verhalten wie beispielsweise Vermeidung) sowie soziale Faktoren (z. B. soziale Rollenerwartungen, soziale Geschlechtsidentität, sozialer Status). Die Mehrheit aller Patient:innen, insbesondere derjenigen, die in ein Krankenhaus eingewiesen werden, erleidet zumindest zu einem Zeitpunkt im Verlauf ihrer Krankheit akute Schmerzen, entweder aufgrund ihrer Erkrankung oder als Begleiterscheinung medizinischer Verfahren.

Unter akutem prozeduralem Schmerz wird Schmerz verstanden, der im Verlauf z.B. einer medizinischen Behandlung, als Folge eines spezifischen, begrenzten, invasiven oder nicht invasiven Verfahrens auftritt. Die Behandlung solcher Schmerzen ist unzureichend und bisher kommen häufig eher invasive Methoden zum Einsatz.

Doch hier können auch psychologische Interventionen hilfreich sein. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Gewinn eines tieferen Verständnisses der Wirksamkeit psychologischer Interventionen auf die Schmerzwahrnehmung sowie auf der Untersuchung der damit verbundenen Anforderungen.