Highlights der DAAD DUHN Sommerschule 2026
Im Rahmen der zweiten DUHN Summer School begrüßten wir am Campus Essen der UDE vom 05.07.2026 – 15.07.2026 insgesamt 15 Studierende und 5 Dozierende aus den Fächern Chemie, Physik und Germanistik/Deutsch als Fremdsprache von vier ukrainischen Universitäten. Vertreten waren die Vasyl' Stus Donetsk National University, die Karazin Kharkiv National University, die Kryvyi Rih State Pedagogical University sowie die Staatliche Universität Sumy. Die Sommerschule entstand auf der Grundlage langjähriger Partnerschaften und der engen Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der ukrainischen Partneruniversitäten.

Die anhaltende Kriegssituation in der Ukraine prägt den Alltag der Studierenden sowie ihre Studienbedingungen. Die Sommerschule bot vor diesem Hintergrund einen geschützten Raum für fachlichen Austausch, praktische Erfahrungen und persönliche Begegnungen und ergänzt die bestehenden Studienangebote der ukrainischen Partneruniversitäten durch gemeinsame Aktivitäten an der UDE.
Die Teilnehmenden erwartete ein fachwissenschaftliches Programm, das jeweils auf die naturwissenschaftlichen und germanistischen Studierenden ausgerichtet war und durch verschiedene Exkursionen und gemeinsame Aktivitäten ergänzt wurde.

Für die naturwissenschaftlichen Studierenden bot die Sommerschule insbesondere die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in Laboren zu sammeln, die an ihren Heimatuniversitäten aufgrund des russischen Angriffskriegs nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung standen. Im Rahmen der Sommerschule arbeiteten sie in den Laboren der Anorganischen Chemie an der UDE und erhielten dadurch Einblicke in experimentelle Arbeitsweisen und Forschungsmöglichkeiten.
Ergänzt wurde die praktische Laborarbeit durch Workshops und wissenschaftliche Beiträge von eingeladenen Dozenten aus der Ukraine, Dr. Serhii Radio (Vasyl‘ Stus Donetsk National University) und Dr. Dmytro Rokhmistrov (V.N. Karazin National University), von Prof. Dr. Kenji Kaneko (Fukuoka University) aus Japan sowie von Dr. Oleg Prymak der UDE.
Darüber hinaus ermöglichte der Besuch des Forschungszentrums Jülich den Studierenden, eine internationale Forschungseinrichtung kennenzulernen und Einblicke in deren wissenschaftliche Infrastruktur und interdisziplinäre Forschungsarbeit zu erhalten. Auf diese Weise konnten die Teilnehmenden ihre fachlichen Kenntnisse durch praktische Erfahrungen erweitern und unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven kennenlernen.
Auch für die Studierenden der Germanistik bzw. Deutsch als Fremdsprache bot die Sommerschule zentrale Ergänzungen zu ihrem Studium, da der Kontakt zu deutschsprachigen „native Speakern“ an den ukrainischen Universitäten aufgrund der Kriegssituation in Präsenz kaum möglich ist. Die Zusammenarbeit mit Studierenden des DaF/DaZ-Masterstudiengangs sowie des DSSZ-Teilstudiengangs der UDE ermöglichte den ukrainischen Studierenden in Essen einen intensiven Austausch in der Zielsprache Deutsch – sowohl im Rahmen der gemeinsamen fachlichen Arbeit in Tandems und Gruppen als auch in informellen Situationen des Studierendenalltags.
Ergänzt wurde dieser Austausch durch fachliche Beiträge und Workshops der eingeladenen Dozentinnen, Dr. Olena Biletska (Vasyl‘ Stus Donetsk National University) und Dr. Olesia Yehorova (Sumy State University) und sowie von Prof. Vita Hamaniuk (Kryvyi Rih State Pedagogical University), die den Teilnehmenden weitere Einblicke in unterschiedliche wissenschaftliche und akademische Perspektiven ermöglichten. Dabei konnten die Studierenden ihre Deutschkenntnisse in authentischen Kommunikationssituationen anwenden, fachliche Fragestellungen diskutieren und zugleich unterschiedliche kulturelle und wissenschaftliche Perspektiven miteinander teilen.
