Uni-Colleg - Sommersemester 2016

Jeweils mittwochs, 19.30 Uhr, Campus Duisburg, Raum MD 162

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20. April 2016: Prof. Dr. rer. nat. Matthias Epple
Mineralien in Biologie und Medizin: Knochen, Zähne, Implantate

Mineralien kennen wir als Kristalle und Gestein und denken dabei an geologische Vorgänge. Aber auch viele Lebewesen nutzen Mineralien für vielfältige Zwecke: Knochen und Zähne sind wichtig für Menschen, aber noch weit größere Mengen werden von Schnecken, Muscheln und Kalkalgen jedes Jahr als Skelett verwendet. Nach dem Tod dieser Organismen bilden sich Sedimente, die unsere Erde in großem Umfang bestimmen. Ganze Gebirge wie die Dolomiten oder die Schwäbische Alb bestehen aus abgelagerten Kalkskeletten von Meereslebewesen.

„Als Menschen nutzen wir Mineralien im Skelett zum Stützen des Körpers und in Zähnen zum Beißen“, sagt Matthias Epple, Professor für Anorganische Chemie. „Aber wussten Sie, dass wir kleine Kristalle aus Kalk im Ohr haben, die unseren Schwerkraftsinn steuern?“ Die moderne Medizin nutzt Mineralien, um Implantate besser im Knochen anwachsen zu lassen. Hüftgelenke und Zahnimplantate kann man mit dem Knochenmineral Calciumphosphat beschichten, damit sie besser im Oberschenkel oder im Kiefer anwachsen und damit besser belastbar sind.