EKfG-Vorstandmitglied bei Meta-IFiF Abschlusstagung

© William Veder

EKfG-Vorstandsmitglied bei Meta-IFiF Abschlusstagung Dr. Lara Altenstädter bringt Forschungsergebnisse zur Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen ein

Wie kann die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen gestärkt werden und welche Verantwortung tragen Hochschulen und ihre Kommunikationsstrukturen dabei? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Abschlusstagung des vom BMFTR geförderten Meta-Projekts „Innovative Frauen im Fokus“ am 30. September 2026 in Berlin.
Auch das Forschungs- und Umsetzungsprojekt EXENKO – Exzellenz entdecken und kommunizieren der Universität Duisburg-Essen brachte seine Erkenntnisse und Erfahrungen in die Veranstaltung ein. EKfG-Vorstandsmitglied Dr. Lara Altenstädter sowie Eva Wegrzyn und Anja Mallat beteiligten sich an verschiedenen Programmpunkten. Dr. Altenstädter gab im Rahmen einer Podiumsdiskussion einen Kurzimpuls zur Bedeutung organisationaler Prozesse für die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen.

Der folgende Kurzbericht vermittelt einen Eindruck von der Abschlusstagung, den eingebrachten Forschungsergebnissen und den zentralen Diskussionen.

 

Meta-IFiF-Abschlusstagung: Innovative Frauen sichtbar machen – Hochschulkommunikation & Gleichstellung gestalten Wandel

Wie können Wissenschaftlerinnen sichtbarer werden – und welche Verantwortung tragen Hochschulen, Hochschulkommunikation und Gleichstellung dabei? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Abschlusstagung des vom BMFTR geförderten Meta-Projekts der Förderrichtlinie „Innovative Frauen im Fokus“ (IFiF) am 30. September 2026 in Berlin. Mehr als 150 Gäste vor Ort sowie im Livestream verfolgten die Veranstaltung im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Das Projektteam von Meta-IFiF brachte bei der Tagung Wissenschaftler*innen sowie Akteur*innen aus Forschung, Hochschulkommunikation, Gleichstellung, Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftspolitik zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Sichtbarkeit von Frauen in Wissenschaft und Innovation nachhaltig erhöht und wie die im Rahmen der Förderlinie gewonnenen Erkenntnisse langfristig in Hochschulen und Wissenschaftssystem verankert werden können.

Auch drei Mitglieder des Projektteams EXENKO – Exzellenz entdecken und kommunizieren (2021-2024), Dr. Lara Altenstädter, Eva Wegrzyn und Anja Mallat, brachten Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der Projektarbeit an verschiedenen Stellen in die Abschlusstagung ein.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion gab EKfG-Vorstandsmitglied Dr. Lara Altenstädter einen Kurzimpuls und machte deutlich, dass wissenschaftliche Sichtbarkeit nicht allein durch das individuelle Kommunikationsverhalten von Wissenschaftlerinnen entsteht, sondern wesentlich auch durch organisationale Prozesse der Anerkennung, Auswahl und Kommunikation an Hochschulen bestimmt wird.

Im Forschungs- und Umsetzungsprojekt EXENKO der Universität Duisburg-Essen, wurden unter anderem Vorstellungen wissenschaftlicher Exzellenz und deren Bedeutung für gesellschaftliche Sichtbarkeit untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Kriterien wie Publikationen, eingeworbene Drittmittel, Wissenschaftspreise und bereits vorhandene Reputation nicht nur wissenschaftliche Anerkennungsprozesse prägen, sondern auch für die Hochschulkommunikation Orientierung dafür bieten können, welche Personen und Forschungsleistungen besondere Aufmerksamkeit erhalten. Auf diese Weise können sich bereits bestehende Ungleichheiten in der öffentlichen Sichtbarkeit von Wissenschaftler*innen weiter verstärken.

Eine zentrale Botschaft des Kurzimpulses von Dr. Lara Altenstädter lautete deshalb: Die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen ist nicht allein eine individuelle, sondern eine gemeinsame organisationale Gestaltungsaufgabe. Hochschulleitungen, Hochschulkommunikation, Gleichstellungsakteur*innen und Wissenschaftlerinnen müssen miteinander ins Gespräch kommen, um Barrieren zu identifizieren, organisationale Routinen zu reflektieren und gemeinsam neue Wege für eine geschlechtergerechtere Wissenschaftskommunikation zu entwickeln.

Wie ein solcher Dialog konkret aussehen kann, zeigte EXENKO auch mit einem eigenen Workshopangebot im Rahmen der Abschlusstagung. Eva Wegrzyn und Anja Mallat moderierten dort den Austausch zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen. Im Mittelpunkt stand damit ein Ansatz, der auch die Arbeit von EXENKO insgesamt geprägt hat: Veränderungen entstehen nicht allein durch Empfehlungen an einzelne Akteur*innen, sondern insbesondere dort, wo unterschiedliche Perspektiven und Expertisen innerhalb der Hochschule zusammengebracht werden.

Die Abschlusstagung bot damit nicht nur Gelegenheit, auf die Ergebnisse der Förderlinie „Innovative Frauen im Fokus“ zurückzublicken. Sie schuf zugleich Raum für den Austausch darüber, wie die entwickelten Ansätze über die Projektlaufzeiten hinaus weitergetragen werden können. Für das Projektteam von EXENKO war die Tagung eine wichtige Gelegenheit, die eigenen Ergebnisse in diesen Dialog einzubringen und gemeinsam mit Akteur*innen aus Wissenschaft, Hochschulpraxis und Wissenschaftspolitik über die nächsten Schritte auf dem Weg zu mehr Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen nachzudenken. 

© Wanderausstellung: Versäumte Bilder

Datenschutz-Hinweis

Mit Abruf dieses Videos wird Ihre IP-Adresse an den externen Anbieter des Videos übermittelt. Dieser kann auch Cookies auf Ihrem Gerät setzen.

Videointerview im Rahmen der Wanderausstellung Versäumte Bilder

Über den Beitrag bei der Abschlusstagung hinaus durfte das EXENKO-Team im Rahmen der Tagung ein Videointerview geben. Das Interview wird die Wanderausstellung „Versäumte Bilder“ flankieren und greift zentrale Fragen des Projekts rund um die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen, Vorstellungen von wissenschaftlicher Exzellenz sowie die Handlungsmöglichkeiten von Hochschulkommunikation und Gleichstellung auf.