Drei neue Genderprofessuren für die UDE

Erweiterung mit Signalwirkung

Mit gleich drei Anträgen zur nachträglichen Erweiterung bestehender Professuren um eine Genderdenomination ging die Universität Duisburg-Essen im August 2015 ins Rennen. Alle drei Anträge aus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und der Medizinischen Fakultät waren jetzt erfolgreich.

Gefördert werden die Professuren von Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch, Experimentelle Psychobiologie unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten (Medizinische Fakultät), Prof. Dr. Anke Hinney, Molekulargenetik von Adipositas und Essstörungen unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten (Medizinische Fakultät) und Prof. Dr. Nicole Krämer, Sozialpsychologie: Medien und Kommunikation unter Einschluss von Genderperspektiven im Umgang mit neuen Technologien (Fakultät für Ingenieurwissenschaften). Ab Januar 2016 unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen ihre Forschungsarbeiten über drei Jahre mit 75.000 Euro. Beteiligte Fakultäten und Rektorat haben die Anträge nachdrücklich unterstützt und sich verpflichtet, die Professuren mindestens 6 Jahre mit der beantragten Denomination zu versehen.

Für die Medizinische Fakultät und die Fakultät für Ingenieurwissenschaften sind es die ersten Genderprofessuren. Beide Fakultäten fördern die Integration geschlechterspezifischer Fragestellungen in Lehr- und Forschungsinhalten ihrer Fachbereiche und kooperieren hierzu seit vielen Jahren sehr erfolgreich insbesondere mit dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG). Alle geförderten Wissenschaftlerinnen sind aktive Mitglieder des Essener Kollegs für Geschlechterforschung (EKfG).

Mit der erweiterten Ausrichtung der Professuren von Prof. Dr. Sigrid Elsenbruch und Prof. Dr. Anke Hinney hat die Medizinische Fakultät Essen bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der neurowissenschaftlichen bzw. medizin-psychologischen sowie der molekulargenetischen Forschung. Beide Ausrichtungen sind in Deutschland bisher einzigartig. Auch in den Ingenieurwissenschaften wird, laut Prof. Dr. Nicole Kramer, ein gesellschaftlich relevantes Feld im Bereich der Genderforschung besetzt, das bislang stark unterrepräsentiert ist.

Um neue Felder für die Geschlechterforschung zu erschließen, fördert das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des NRW Landesprogramms für geschlechtergerechte Hochschulen im Programmstrang „Förderung von Denominationen in der Genderforschung“ die neue Widmung sowie die Erweiterung bestehender Widmungen um eine Genderteildenomination.

Besondere Berücksichtigung finden dabei Bereiche, die thematisch bislang keine oder nur wenige Genderprofessuren aufweisen.

>> zur Pressemitteilung der Universität

>> zur Meldung der Medizinischen Fakultät

>> zur Pressemitteilung des Wissenschaftsministeriums