DNG Jahreskongress 2026 in Essen
16. - 18. September 2026 in Essen
Jahreskongress des Deutschen Netzwerks Gedächtnisambulanzen
DNG JAHRESKONGRESS 2026
Jahreskongress des Deutschen Netzwerks Gedächtnisambulanzen
16.–18. September 2026 · Essen
DNG-Jahreskongress 2026 in Essen - Ein Netzwerk. Viele Perspektiven. Ein Ziel.
Vom 16. bis 18. September 2026 war Essen Gastgeber des Jahreskongresses des Deutschen Netzwerks Gedächtnisambulanzen (DNG). Im Hörsaalzentrum auf dem Campus Essen der Universität Duisburg-Essen kamen Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Forschende aus ganz Deutschland zusammen, um aktuelle Entwicklungen in Diagnostik, Therapie und Versorgung von Demenzerkrankungen zu diskutieren. Ein besonderer Anlass rahmte den Kongress: das 35-jährige Bestehen der Memory Clinic Essen, die seit 1991 zu den ersten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland zählt.
Auftakt mit internationalem Blick und KI-Keynote
Nach Grußworten von Prof. Robert Perneczky (DNG-Vorstand), Prof. Richard Dodel und Prof. Angelika Eggert (Ärztliche Direktorin der Universitätsmedizin Essen) berichtete Prof. Elisabeth Stögmann, Präsidentin der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft, über den Stand der Implementierung der neuen Alzheimer-Therapien in Österreich. In seiner Keynote „Das Gedächtnis der Maschine" beleuchtete Prof. Johannes Haubold den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin.
Die Highlights der wissenschaftlichen Tage
Blutbiomarker: Ein zentraler Programmpunkt war die Diskussion einer Richtlinie für Blutbiomarker in Deutschland mit Robert Perneczky, Markus Otto, Frank Jessen und Jens Wiltfang, verbunden mit einer Online-Abstimmung der Teilnehmenden.
Antikörpertherapien: In einer Podiumsdiskussion erörterten Timo Grimmer, Thomas Duning, Frank Jessen und Kathrin Reetz die Rolle der neuen Antikörpertherapien in den Gedächtnisambulanzen. Ergänzend bot Thorsten Bartsch eine Fortbildung zu ARIA an.
S3-Leitlinie Demenzen: Frank Jessen und Richard Dodel stellten im interaktiven Forum das Update der neuen S3-Leitlinie zur Diskussion.
Digitale Diagnostik und KI: Emrah Düzel verglich digitale Kognitionstests mit klassischer Neuropsychologie, Thorsten Bartsch gab einen Überblick über digitale kognitive Trainings.
Prävention: Im Format „Das Netzwerk grübelt" beleuchteten Expertinnen und Experten Prävention aus klinischer, biologischer, versorgungsbezogener, gesundheitsökonomischer und bewegungswissenschaftlicher Perspektive.
Laufende Studien: Vorgestellt wurden unter anderem das Deutsche Demenzregister, die ENABLE-Studie, das Deutsche Konsortium Frontotemporale Demenzen und die DIAN-Studie DOWN.
Netzwerk in Aktion
Neben Flash Talks zu eingereichten Postern und der Verleihung der Posterpreise prägten die Arbeitsgruppentreffen den Kongress, etwa zu digitaler Versorgung, Neuropsychologie, Finanzierungsfragen und neuen Therapien. Die Stadt Essen stellte zudem die Integration der Nationalen Demenzstrategie auf kommunaler Ebene vor. Mit der DemenzSchool wurde außerdem ein neues Fortbildungsformat samt Lehrvideo präsentiert.
Der Kongress wurde ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Der nächste DNG-Jahreskongress findet 2027 in Halle statt.