Forschungsprojekte

Familiensprachpolitiken in temporären Familienformen

Wie ist Mehrsprachigkeit bzw. sind die Sprachen von Kindern in Fremdunterbringung legal geregelt? Wie wird in der Praxis in Deutschland, Österreich und Norwegen damit umgegangen? Wie werden sprachliche Entscheidungen der Jugendhilfe von breiteren gesellschaftlichen Diskursen über Ein- und Mehrsprachigkeit beeinflusst? Was geschieht in der Aushandlung nationaler und europäischer Verstädnisse von Kindeswohl und gesellschaftlicher Verantwortung? Initial stand die Analyse von Diskursen in Norwegen im Fokus, mit Blick auf Jugendwohlfahrt, mediale Repräsentation aber auch Argumentation am Menschenrechtsgerichtshof in Strasbourg sowie Parlamentsdebatten zum Thema.

Es steht in einer ersten Phase die Analyse rechtlicher Rahmentexte und Umsetzungsrichtlinien in der sozialen Arbeit im Fokus. In einem weiteren Schritt sollen Erhebungen mit AkteurInnen im Feld umgesetzt werden.

Kooperationen

PLANB Ruhr e.V. Interkulturelle Kinder- und Jugendhilfe

Elizabeth Lanza, Center for Multilingualism in Society across the Lifespan, University of Oslo

 

Publikationen

Purkarthofer, J., E. Lanza & M. F. Berg. Forthcoming. Discourses between the public and the private: Transnational families at the crossroads. Applied Linguistics.

Projektleitung

Prof. Dr. Judith Purkarthofer
Institut für Germanistik

 

Projektmitarbeit

Geylan Ahmed Daud

 

Projektlaufzeit

1. Projektteil: 2021 - 2023