AG Gehirn-Körper-Interaktion: Neuropsychologie in der Psychosomatik

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Frage, wie Gehirn und Körper bei psychosomatischen Erkrankungen zusammenwirken. Wir unterstützen, wie Gefühle, Denkprozesse und körperliche Prozesse sich gegenseitig beeinflussen – und welche Rolle dabei neuropsychologische Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Emotionsregulation spielen. 

Ziel unserer Forschung ist es, besser zu verstehen, warum bestimmte Beschwerden entstehen oder bestehen bleiben und wie wir Behandlungen gezielter und wirksamer gestalten können. Dabei verbinden wir wissenschaftliche Forschung eng mit der klinischen Praxis. Im Rahmen von verschiedenen Projekten werden in der Arbeitsgruppe mehrere Fragestellungen untersucht.

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf traumatischen Erfahrungen und deren Folgen. Starke Belastungen können langfristige Veränderungen in der Stressverarbeitung und in neurobiologischen Reaktionen auslösen. Wir erforschen, wie sich solche Veränderungen auf das Zusammenspiel von Gehirn und Körper auswirken – zum Beispiel auf psychosomatische Symptome. Ein besonderes Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die Resilienz unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Essstörungen, in dem wir die neurobiologischen Mechanismen der Interaktion zwischen Impulskontrolle und Essverhalten erforschen. Im Bereich der Psychoonkologie beschäftigen wir uns mit den psychischen und kognitiven Auswirkungen einer Krebserkrankung und ihrer Behandlung und möglichen neuropsychologischen Unterstützungsangeboten.

Unsere Arbeit ist interdisziplinär und praxisnah. Mit modernen neuropsychologischen Testverfahren und wissenschaftlichen Methoden erforschen wir die komplexe Verbindung zwischen Gehirn und Körper. So tragen wir dazu bei, psychosomatische Erkrankungen besser zu verstehen und die Behandlung für unsere Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern.