Ergebnisse einer Umfrage im Sommersemester 2013

Ja! zu E-Learning

In dem Projekt „Stolpersteine aus dem Weg räumen – Kritischen Situationen im Studienverlauf durch Flexibilität und Mediendidaktik begegnen“ wurde die Vorlesung Mikroökonomik I durch verschiedene E-Learning-Instrumente ausgebaut. Die Verwendung der Instrumente durch die Studierenden und deren Wirksamkeit wurden im Rahmen einer Online-Befragung näher untersucht, um Rückschlüsse auf die Gestaltung der Vorlesung in den kommenden Semestern sowie anderen vergleichbaren Vorhaben im E-Learning-Bereich geben zu können.

Die Ergebnisse besitzen keinen Anspruch auf Repräsentativität, erlauben aber an vielen Stellen Tendenzaussagen, die die weitere Maßnahmenkonzeption und -entwicklung unterstützen.**


Bildungsaufsteiger/innen bilden die Mehrheit

Der soziale Hintergrund der befragten Studierenden deckt sich größtenteils mit den Daten anderer Umfragen an der UDE. Die Eltern von 58,3% der befragten Studierenden verfügen über keinen Hochschulabschluss, sie gehören der Gruppe der Bildungsaufsteiger/innen an. Ein Kind oder mehrere Kinder haben vier Prozent der Befragten, wobei 10,8% Pflege- und/oder Betreuungsverpflichtungen in der Familie nachkommen müssen. Nebenberufliche Tätigkeiten werden von 62,2% der Befragten ausgeübt.

 

Anteil der befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Geschlecht

51,7% weiblich
45,2% männlich

Studiengänge

40,1% BWL
32,6% Lehramt
16,3% VWL
11% Sonstige

Eltern ohne Hochschulabschluss

58,3%

Nebenberufliche Tätigkeit

62,2% (durchschnittliche Wochenarbeitszeit 13,6 Stunden)

Kinder

4%

Pflege- und/oder Betreuungsverpflichtungen

10,8%

n=230


E-Learning-Plattformen werden sehr häufig genutzt

Die Vorlesung wurde durch eine Reihe von E-Learning-Maßnahmen begleitet, die sich im Wesentlichen auf drei Instrumente stützen: Den Moodle-Kursraum, das automatisierte Lern- und Übungssystem JACK sowie tutoriell betreute Moodle-Lerngruppen mit bis zu 25 Studierenden.

Die Studierenden wurden befragt, wie häufig sie die einzelnen Instrumente während der Vorlesungszeit im Durchschnitt genutzt haben. Besonders häufig frequentiert waren nach Auskunft der Befragten der Kursraum und das Übungssystem JACK. Eine geringere Nutzungsfrequenz wiesen die Moodle-Lerngruppen auf (für die sich allerdings auch nicht alle Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer angemeldet haben).

Angaben zur Häufigkeit der Nutzung

Moodle-Kursraum

Lern- und Übungssystem JACK

Moodle-Lerngruppen

täglich

16,5%

3,0%

0,9%

mehrmals pro Woche

67,8%

52,6%

9,6%

mehrmals pro Monat

8,3%

30,4%

13,5%

seltener

4,3%

6,1%

28,7%

nie

1,7%

4,3%

42,6%

keine Angabe

1,3%

3,5%

4,8%

n=230


E-Learning ist wichtig für das Selbststudium

Die Studierenden wurden auch gefragt, aus welchen Gründen Sie die E-Learning-Instrumente nutzen und was ihnen hierbei wichtig ist. Die Antworten zeigen, dass der flexible Zugriff auf Lernmaterialien zu einem Standard avanciert ist (für 97,4% ist dies (sehr) wichtig). Die Wiederholung und Vertiefung von Inhalten steht bei 94,3% bzw. 83,9% der Befragten im Vordergrund. Weniger relevant ist der Austausch mit Tutorinnen und Tutoren. Nur 15,2% strebten dies mit der Nutzung der E-Learning-Instrumente an.

Das Engagement des (verantwortlichen) Lehrenden wird von den meisten als äußerst wichtig eingeschätzt. 82,6% sehen es gerne, wenn der Dozent sich online einbringt.

Bezüglich der Anonymität zeichnet sich kein klares Meinungsbild ab. Nur etwa 35,2% der befragten Studierenden betrachten die online gegebene Anonymität als hilfreich, um Hemmschwellen abzubauen, ein großer Teil enthält sich hier komplett.

Die Nutzung der E-Learning-Instrumente wird von den wenigsten Befragten als schwierig empfunden (3,9% bei Moodle und 7,8% bei JACK).

Die Motivation, sich mit E-Learning-Instrumenten zur Wiederholung oder Vertiefung auseinanderzusetzen ist bei den befragten Studierenden klar vorhanden. 87% konnten zuhause die Motivation aufbringen, sich mit dem Moodlekurs zu beschäftigen. Dafür spricht auch das Stimmungsbild hinsichtlich der Abwägung zwischen Präsenzlehre und E-Learning-Angeboten. Die befragten Studierenden verneinen die Aussage, in Präsenzveranstaltungen wesentlich mehr lernen zu können als online mit E-Learning-Angeboten. 58,3% lehnen dies ab, weitere 32,2% zeigen keine klare Tendenz und nur 6,5% stimmen dieser Aussage zu.

 

**An der Umfrage haben sich 230 Personen beteiligt, was einem Rücklauf von circa 25 Prozent entspricht. Trotz des allgemein zufriedenstellenden Rücklaufs ist die Selektivität von Online-Befragungen zu berücksichtigen, die der Generalisierbarkeit entgegensteht.