Essverhalten und Essstörung:

Adipositas, Binge Eating Störung, Anorexia, Bulimia Nervosa

Forschungsfragen

  • Welche Rolle spielen Impulsivität, Belohnungsverarbeitung und Emotionsregulation für die Steuerung unseres Ess- und Bewegungsverhaltens?
  • Welche Veränderungen dieser Informationsverarbeitung zeigen sich im Rahmen von Ess- und Gewichtsstörungen?
  • Edukation und Kommunikation - Wie können wir neue Medien einsetzen um unsere Zielgruppen besser zu  erreichen?
  • Welche psychophysiologischen Variablen sind Prädiktoren für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme und Gewichtsstabilisierung?
  • Wie können wir ambulante Gewichtsreduktionsprogramme verbessern?
  • Sleeve Gastrektomie – Wie geht es den Patienten im Langzeitverlauf und welche Versorgungslücken sollten in der Operationsvorbereitung und Nachbetreuung geschlossen werden?
  • Wie werden nahrungsbezogene Informationen verarbeitet und wie regulieren sie unser Essverhalten?
  • Wie wirksam ist stationäre Psychotherapie bei Anorexia nervosa und Bulimia nervosa?
  • Wie lässt sich die essstörungsspezifische Lebensqualität, valide, reliabel und ökonomisch erfassen?
  • Welche personalen, sozialen und strukturellen Ressourcen stehen Patienten mit Essstörungen zur Verfügung?
  • Wie hoch ist das Ausmaß an Traumatisierung und Lebensqualität bei Essstörungen?
  • Wie steht es um Lebensqualität, Ressourcen und Essstörungssymptome bei ehemaligen Essstörungspatienten?

Aktuelle Projekte

In aktuellen Projekten untersuchen wir unter anderem:

  • welche Form der neuen Mediennutzung die Betreuung von Patienten, u.a. in strukturschwächeren Regionen, am besten ermöglicht. Zudem werden die verschiedenen Medien bezüglich ihrer Akzeptanz in den unterschiedlichen Patientenkollektiven untersucht (BaSE-Studie- BMBF).
  • das Ess- und Ernährungsverhalten, körperliche und psychische Gesundheit im Langzeitverlauf nach Sleeve Gastrektomie (SG-KAT-5 - BMBF).
  • inwiefern eine intensive Vorbereitung auf eine eventuell folgende bariatrische Operation die Komplikationsrate nach Operation verringert und eine strukturierte, psychoedukativ unterstütze Nachsorge den Gewichtsverlauf postoperativ positiv beeinflusst.
  • Stigmatisierung von Adipositas in der Arbeitswelt und im Gesundheitssystem
  • psychophysiologische Prädiktoren der Gewichtsabnahme und Gewichtsstabilisierung bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen einer stationären Therapie (DROMLIN-Studie – Else-Kröner-Fresenius-Stiftung).
  • Einsatzmöglichkeiten für ein von uns entwickeltes Serious Game mit Bewegungssteuerung zur Überwindung zentraler Barrieren für Prävention und Behandlung der kindlichen Adipositas. Das Lernspiel widmet sich den Bereichen Ernährung, Bewegung und Psychosozialen Faktoren (Kids Obesity Prevention - KOP – Wissenschaftscampus Tübingen).
  • wie Emotionen und Emotionsregulationsstrategien die Verarbeitung von Nahrungsreizen bei der Binge-Eating-Störung beeinflussen
  • mittels Aktimetern das Bewegungsverhalten von Patientinnen mit Anorexia nervosa (ANEX-Studie)
  • Evaluation der stationären Psychotherapie im Hinblick auf Essstörungssymptomatik, psychische Befindlichkeit, Lebensqualität und Ressourcen
  • die Validität und Einsatzmöglichkeiten  des von uns entwickelten Essener Lebensqualitäts-Index für Essstörungen für Erwachsene (ELI) und für Kinder und Jugendliche (ELI-KJ).
  • das Ausmaß an Traumatisierung, protektiven Faktoren und Lebensqualität bei Patientinnen mit Anorexia und Bulimia nervosa.
  • die Ausprägung von Lebensqualität, Ressourcen und Essstörungssymptomatik bei ehemaligen Essstörungspatientinnen.
  • das Vorhandensein von Kohärenzgefühl und Lebensqualität ehemaliger BN-Patientinnen.

Psychoonkologie

Forschungsfragen

Patienten mit einer Krebserkrankung sowie ihre Angehörigen sind während Diagnose und Behandlung vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Etwa ein Drittel aller Krebspatienten entwickelt im Verlauf eine stressassoziierte Erkrankung wie Anpassungsstörung, Depression oder Angsterkrankung.

  • Die Projekte unserer Arbeitsgruppe befassen sich mit der Entwicklung von Screening-Instrumenten zur Erfassung von psychischen Belastungen bei verschiedenen Tumorerkrankungen im Behandlungsverlauf sowie darauf aufbauenden Behandlungspfaden (ePOS, ID Step) und der Entwicklung und Evaluation von Psychoonkologischen Behandlungsangeboten.
  • Zudem werden in verschiedenen Forschungsprojekten Lebensqualität, psychosoziale Ressourcen und durch die onkologische Diagnose entstehende mögliche Traumatisierungen unterschiedlicher onkologischer Patientengruppen untersucht.

Aktuelle Projekte

  • ePOS - elektronisches psychoonkologisches Screening Belastungsmessung bei Krebspatienten zur Indikationsstellung für psychoonkologische Behandlungsangebote (Hiermaier Stiftung)
  • ID-Step
    Erfassung des psychoonkologischen Behandlungsbedarfs und Verlaufsmessung bei Patienten mit hämato-onkologischen Erkrankungen, die eine Stammzelltransplantation erhalten (DKH)
  • EVA WANTS Evaluation of Wants And Needs for Treatment and Support in women with cancer
  • ACCCEPT
    Psychoonkologische Beratung und Behandlung im Rahmen der Comprehensive Cancer Center (CCC): Multizentrische Studie zur Erfassung des psychoonkologischen Bedarfs, der Indikationsstellung und der Inanspruchnahme (DKH)
  • HaND
    Psychoonkologischer Distress bei Patienten mit Kopf/Hals-Tumoren.
  • Attach
    Bindungsverhalten und dessen Einfluss auf psychoonkologischen Behandlungsbedarf
  • IN-CASE
    Influence of BRCA on perceived Control And Self-Efficacy
  • Make-it
    Achsamkeitsbasierte skillsorientierte Onlineintervention bei Patientinnen mit MammaCa (MBDR).
  • RAN-AM-Studie
    Prospektive Multicenterstudie zur Risikoadaptierten Nachsorge bei Patienten mit Aderhautmelanom.
  • CCC-Studie:
    Effekte psychoonkologischer Beratung und Behandlung im Comprehensive Cancer Center.
  • Multizentrische Evaluationsstudie psychoedukativer Gruppenintervention zur Förderung der Patientenkompetenz.
  • Studie zu Depressivität, Angst und Lebensqualität bei Schildrüsenkarzinom-Patienten.
  • Studie zum Zusammenhang von Traumatisierung, psychosozialen Ressourcen und Lebensqualität bei Brustkrebspatientinnen.
  • Untersuchung zum Einfluss psychosozialer Ressourcen auf die Lebensqualität onkologischer Patienten unter uni- oder multimodaler Tumortherapie in palliativer Intention.

Psychotraumatologie

Forschungsfragen

  • Worin unterscheiden sich Therapiepatienten in ihren Traumata und Traumafolgestörungen von gesunden Kontrollen?
  • Gibt es störungsspezifische Traumata und Traumafolgen?
  • Wie hängen Traumafolgestörungen mit anderen psychischen Erkrankungen zusammen?
  • Welche Entwicklungswege gibt es nach Traumata?
  • Wie hängen Traumata und Inanspruchnahmeverhalten zusammen?
  • Wie unterscheiden sich stationäre von ambulanten Psychotherapiepatienten im Hinblick auf Traumata und Traumafolgen?

Aktuelle Projekte

  • Der Einfluss traumatischer Ereignisse, erschütterter Grundannahmen über das Selbst- und Weltverständnis und existentieller Frustration auf wichtige psychische Ressourcen betroffener Personen
  • Trauma, PTSD und Bindungsstile bei Therapiepatienten und Blutspendern
  • Trauma- und PTSD-Prävalenz bei geriatrischen Patienten
  • Ressourcen, psychische Belastungen und Selbstwerterleben bei Kindern und Jugendlichen
  • Lebensqualität, Belastung und Selbstwertgefühl bei Kindern und Jugendlichen
  • Interkulturelle prospektive Vergleichsstudie zwischen türkischen/kurdischen und deutschen Patienten zur Ressourcenaktivierung in der psychosomatischen Rehabilitation

Psychotherapieforschung

Forschungsfragen

  • Wie lassen sich vorhandene Therapieangebote für verschiedene psychosomatische Erkrankungen verbessern, und wie erfolgreich sind neu entwickelte Behandlungsansätze?
  • Welche Wirkfaktoren gibt es im Prozess einer Psychotherapie?
  • Welche Rolle spielt die therapeutische Beziehung für den Behandlungserfolg?
  • Wie können digitale Medien im therapeutischen Prozess eingesetzt werden?

Aktuelle Projekte

  • ANTOP-Studie (weltweit größte randomisiert-kontrollierte Studie, RCT):
    Intervention und Katamnesen nach ambulanter Psychotherapie (Verhaltenstherapie bzw. fokale psychodynamische Therapie) versus „Treatment as usual“ bei 242 Patientinnen mit Anorexia nervosa. Die bisherigen Ergebnisse haben gezeigt, dass eine ambulante essstörungsspezifische Psychotherapie auch bei dieser schweren Form der Essstörung durchführbar und erfolgversprechend ist (BMBF).
  • Studie zur Therapieevaluation bei stationär behandelten Essstörungspatientinnen.
  • Studie zur Therapieevaluation bei stationär und teilstationär behandelten Patienten mit somatoformen Störungen.

Ressourcen

Forschungsfragen

  • Welche psychosozialen Ressourcen stehen verschiedenen Personengruppen und Patientenkollektiven zur Verfügung? Welchen Einfluss haben verschiedene Ressourcen auf früh erworbene und aktuelle psychische Belastungen?
  • Wie lassen sich psychosoziale Ressourcen valide, reliabel und ökonomisch erfassen?
  • In welcher Wechselwirkung stehen Ressourcen / protektive Faktoren mit Risikofaktoren?

Aktuelle Projekte

  • Untersuchung der Ressourcenausstattung und des Belastungserlebens bei Patienten mit einer Zahnarztphobie.
  • Studie zu den Zusammenhängen zwischen psychosozialen Ressourcen und früh erworbenen maladaptiven Schemata.
  • Entwicklung und Validierung des Essener Ressourcen-Inventars (ESI)
  • Entwicklung und Validierung des Essener Ressourcen-Inventars für Kinder und Jugendliche (ERI-KJ).

Somatoforme Störungen

Forschungsfragen

  • Wie hoch sind die Prävalenzen somatoformer Beschwerden in unterschiedlichen Versorgungskontexten?
  • Welche Rolle spielen verschiedene Kontrollüberzeugungen, krankheitsbezogene Kognitionen und Kohärenzgefühl für die Lebensqualität von Patienten mit somatoformen Störungen?
  • Wie hängt Somatisierung mit Traumatisierung zusammen?

Aktuelle Projekte

  • Untersuchung der Prävalenz somatoformer Beschwerden in der Primär- und Tertiärversorgung.
  • Prospektive Studie zu Kontrollüberzeugungen, Kohärenzgefühl und Lebensqualität bei stationären Patienten mit somatoformen Störungen.
  • Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Somatisierungssymptomen, krankheitsbezogenen Kognitionen und Lebensqualität bei Patienten einer psychosomatischen Ambulanz.

Transsexualität

Forschungsfragen

  • Was sind die Auswirkungen einer geschlechtsangleichenden Operation auf die körperliche, psychische und soziale Lebensqualität transsexueller Menschen?
  • Wie hoch ist die Ausprägung von Lebensqualität und psychischer Belastung bei Menschen mit Transsexualität im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung?
  • Welche psychosozialen Ressourcen stehen transsexuellen Menschen zur Verfügung? Wie wirkt sich das Vorhandensein verschiedener Ressourcen auf die Lebensqualität und psychische Belastung der Betroffenen aus?
  • Was sind die spezifischen Aspekte der Lebensqualität transsexueller Menschen? Wie lassen sie sich empirisch abbilden?

Aktuelle Projekte

  • Katamnese-Studie zu Lebensqualität, psychosozialen Ressourcen und psychischer Belastung transsexueller Menschen nach der Geschlechtsangleichenden Operation.
  • Entwicklung und Validierung des Essener Transgender Lebensqualitäts- Inventars (ETLI).

Migration

Forschungsfragen

  • Welche Werte, Migrationsstile, Belastungen, Ressourcen und Bewältigungspotentiale besitzen in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund? Im Besonderen beschäftigen wir uns mit ezidischen, alevitischen und polnischen Migranten.
  • Was sind die Einflüsse von Migration auf eine Person und was für Migrationsstile gibt es? Auf der Grundalge empirischer Arbeiten im Bereich der Migrationsforschung haben wir ein Fragebogenverfahren, das Essener Migrations-Inventar entwickelt.
  • Was sind die verschiedenen Komponenten der ezidischen Identität? Wie lassen sie sich empirisch erfassen? Hierzu wurde von uns das Ezidische Identitäts-Inventar entwickelt.
  • Wie ist die psychische Belastung und die Ressourcenausstattung von Flüchtlingen?

Aktuelle Projekte

Zu unseren aktuellen Forschungsprojekten zählen:

  • eine Studie zu Ressourcenverteilung und Bewältigungspotentialen bei polnischen Migranten in Deutschland.
  • die Untersuchung von Werteorientierung und Ressourcen bei Eziden in Deutschland
  • die Ermittlung von Migrationsstilen, psychischer Belastung und Ressourcen bei in Deutschland lebenden Aleviten.
  • Ressourcen, psychische Belastung und Trauma bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
  • die Entwicklung und Validierung des Essener Migrations-Inventars (EMI).
  • die Entwicklung und Validierung des Ezidischen Identitäts-Inventars (EZI).

Versorgungsforschung

Forschungsfragen

Der Arbeitsbereich Versorgungsforschung und Prävention verbindet die Expertise der Verhaltensmedizin mit der gesundheitssystemischen Perspektive und den aktuellen Problemlagen in der Versorgung und Prävention von stressassoziierten Störungen, Ess- und Gewichtsstörungen sowie bei (seltenen) körperlichen Erkrankungen.

Lehrforschung

Forschungsfragen

  • Kommunikation: Welche Auswirkungen hat Kommunikation auf interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit und wie lässt sich diese optimieren?
  • Peer-Learning: Welchen Einfluss haben studentische Tutoren auf das Lernverhalten ihrer Kommilitonen?
  • Professionalism: Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung einer ärztlichen Haltung und Identität?

Abgeschlossene Projekte

Essstörungen:

Psychotraumatologie:

Ressourcenforschung

  • Entwicklung und Validierung des Essener Ressourcen-Inventars (ERI).
  • Ressourcen und deren Einfluss auf die Lebensqualität bei Patienten nach Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes oder Kniegelenkes.


Projekte werden zum Teil in Kooperation mit der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Tübingen, Ärztlicher Direktor Prof. Stephan Zipfel, durchgeführt