Editorial
Die vorliegende erste Ausgabe der Zeitschrift mauerschau ist das Ergebnis eines Projekts, das Studenten und Studentinnen der Universität Duisburg-Essen im Frühjahr 2007 initiiert haben. Ziel dieses Projektes ist es, dem germanistischen Nachwuchs der Universität eine Plattform zu geben, auf der er sich üben und profilieren kann. Dabei umfasst dies nicht nur das Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten zu einem bestimmten thematischen Kontext, sondern auch die gesamte redaktionelle und organisatorische Arbeit, die mit der Herausgabe einer Zeitschrift verbunden ist.Die Zeitschrift mauerschau zu erarbeiten war und ist ein Lernprozess, der bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Wir sind sicher, dass sich die Zeitschrift im Laufe der folgenden Ausgaben sowohl inhaltlich als auch optisch noch weiter verändern wird.
Die hier versammelten Aufsätze versuchen, die Germanistik im Themenfeld der „Grenzüberschreitung“ zu verorten. Dabei wurde den Verfasserinnen und Verfassern die Freiheit gelassen, die Germanistik oder einzelne Teildisziplinen aus ihrem persönlichen Blickwinkel auf das Thema zu beziehen. Und so beinhaltet diese Ausgabe sowohl theoretische Überlegungen, die die Germanistik in den Kontext kulturwissenschaftlicher Gedankengänge rücken, als auch exemplarische Arbeiten, die sich u.a. mit der Dekonstruktion von Wirklichkeit, Normfragen oder genderorientierten Zugängen befassen.
Natürlich kann das Thema „Grenzüberschreitungen“ hier nicht erschöpfend oder in aller Ausführlichkeit dargestellt werden, dennoch haben wir versucht, verschiedene Sichtweisen, die das Thema anbietet, in dieser Ausgabe zusammenzustellen. Dass die erste Ausgabe der mauerschau dabei diesen Umfang annahm, freut uns ebenso, wie es uns überrascht hat.
An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats bedanken, die gern bereit waren, uns bei Fragen und Problemen hilfreich zur Seite zu stehen. Ebenfalls gilt mein Dank Dr. Hermann Cölfen, der uns in organisatorischen Belangen eine große Hilfe war. Ganz besonders sei hier Dr. Andreas Erb gedankt, der diesem Projekt von Beginn an mit Rat und Tat zur Seite stand.
Ralf Wohlgemuth, im Januar 2008
