BACHELOR POLITIKWISSENSCHAFT
Modul 9, Veranstaltung 3:
Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung
LEHRFORM
Seminar
LERNZIELE
Die Studierenden erkennen den Zusammenhang lokaler, regionaler und globaler Faktoren bei der Entstehung, dem Verlauf und der Lösung gewaltsamer Konflikte und wissen um die unterschiedlichen Auswirkungen der Politiken lokaler und externer staatlicher und nicht-staatlicher Akteure. Sie gewinnen ein grundlegendes Verständnis über unterschiedliche Konfliktursachen, die Konfliktphasen und Bearbeitungs- und Lösungsmöglichkeiten von Gewaltkonflikten, und insbesondere über die Bedeutung globaler Rahmenbedingungen. Gleichzeitig gewinnen sie einen Einblick in internationale Präventionsbemühungen und Post-Conflict-Management, insbesondere im Rahmen der UNO und anderer internationaler Organisationen. Die Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen einer Konfliktbearbeitung durch externe Akteure sind den Studierenden bewusst.
LERNINHALTE
Die Veranstaltung vermittelt an Fallbeispielen entwickelte Kenntnisse über Konfliktursachen, Konfliktdynamiken und Konfliktbearbeitungsmöglichkeiten. Sie behandelt innergesellschaftliche Konflikt- und Gewaltfaktoren ökonomischer, politischer, ethnischer und anderer Art, insbesondere die Probleme gesellschaftlicher Fragmentierungsprozesse und von Gewaltmärkten. Sie vermittelt Grundkenntnisse über die Konzeptionen und Praxis von Konfliktprävention, Konfliktmanagement und Konfliktnachsorge, insbesondere bezogen auf multilaterale und internationale Akteure und Organisationen und deren Zusammenspiel mit lokalen und regionalen Bedingungen.
LITERATUR
- Benz, Arthur (Hrsg.): Governance - Regieren in komplexen Regelsystemen, Wiesbaden 2004.
- Messner, Dirk / Nuscheler, Franz: Das Konzept Global Governance, Duisburg 2003.
- Messner, Dirk / Nuscheler, Franz: Global Governance – SEF Policy Paper 2, Stiftung Entwicklung und Frieden, Bonn 1996.
STUDIEN- UND PRÜFUNGSLEISTUNG
Mündliche Präsentation und Hausarbeit