Berichte aus der Fakultät

InKuR: Neue Partnerschaft mit dem Museum Schloss Horst

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Am 23.05.2018 um 18 Uhr wurde der Kooperationsvertrag zwischen der UDE, getragen vom InKuR, und der Stadt Gelsenkirchen, getragen vom Museum Schloss Horst, von Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke, Anette Berg, der Dezernentin für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration der Stadt Gelsenkirchen sowie Hans-Joachim Siebel, dem Leiter des Museums Schloss Horst und Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs, dem Direktor des InKuR in Anwesenheit der Presse, der InKuR-Mitglieder sowie Studierender unterzeichnet. Diese Partnerschaft ergänzt die fünf bereits bestehenden Kooperationen des InKuR mit Städten und Gemeinden am Niederrhein und ist die erste Jahrespartnerschaft des Instituts. Die Jahrespartnerschaften sollen künftig regelmäßig mit verschiedenen Institutionen geschlossen werden und einer weiteren Vernetzung der Hochschule mit der Region sowie der Entwicklung neuer Projektideen dienen.

Herr Siebel begrüßte die Anwesenden und stellte Anette Berg, Prof. Radtke und Prof. Fuchs vor.
Einleitend erläuterte Herr Fuchs, dass das Museum auf eine Initiative der Bevölkerung zurückgeht und in direkter Nähe zur UDE liegt. Die Adeligen, die das in Westfalen liegende Schloss bewohnten, orientierten sich im 16. Jh. stark am Niederrhein (Kurköln). Das InKuR will auf den Niederrhein und die niederländischen Grenzregionen fokussiert bleiben und mit der NAAN weiter zusammenarbeiten aber auch die Geschichte des westfälischen Ruhrgebietes zu einem Arbeitsschwerpunkt machen. So wird beiden Aspekten der UDE als Ruhgebietsuni und Tor zum Niederrhein Rechnung getragen.
Im Rahmen der nun vereinbarten Jahrespartnerschaft soll die Eigenherrschaft (Unterherrschaft) der Bewohner von Schloss Horst im Fokus stehen. Zentral stehen Archivalien, die sich im Privatarchiv auf Schloss Hugenpoet in Kettwig befinden und mit Studierenden im Rahmen von Lehrveranstaltungen und Projekten bearbeitet werden können. Auch hinsichtlich der Einbeziehung der praktischen Museumsarbeit (Ausstellungskonzeption etc.) kann die Partnerschaft für Studierende fruchtbar gemacht werden.
Frau Berg sieht die nun unterschriebene Kooperation sehr positiv, da sie den Status des Museums Schloss Horst in der Wissenschaftslandschaft aufwerten und in einem weiteren regionalen historischen Kontext verorten würde. Sie lobte das Museum Schloss Horst als außergewöhnliches, erlebbares Renaissance-Ausstellungsprojekt zum Anfassen und als Begegnungsort, der Kultur, Leben, (wissenschaftliches) Arbeiten und Gastronomie vereint. Auch der Rektor der UDE betonte, dass die beschlossene Kooperation die weitere Verflechtung der Universität mit den Regionen Niederrhein und westliches Ruhrgebiet, in welche die UDE hineinwirkt, vorantreiben kann. Es sei wichtig, die UDE im Bewusstsein der Gelsenkirchener Bevölkerung noch stärker als „ihre“ Uni zu etablieren, was bisher nur mit Abstrichen gelungen sei, obwohl die Uni gerade einmal 9 km von Gelsenkirchen entfernt gelegen ist. Um den Kontakt zu den beiden Regionen und Einzugsgebieten der UDE zu halten und zu intensivieren, hat die UDE extra die beiden Leitungsprofessuren des InKuR (Landesgeschichte der Rhein-Maas-Region und Niederländische Sprache und Kultur) explizit regionsbezogen besetzt. So sollen Impulse für regionale Kooperationen und Forschungsinitiativen gesetzt und der Wissenstransfer in die Öffentlichkeit gewährleistet werden. ​
​​Nach der Unterzeichnung des Vertrags blieb noch Zeit, einen Teil der Dauerausstellung zu besuchen, bevor Prof. Fuchs um 19 Uhr im Rittersaal den ersten Vortrag im Rahmen der Partnerschaft über das Schloss Horst im Geflecht kleinerer Adelsherrschaften am Niederrhein und in Westfalen hielt.

24.05.18/Simone Frank; (c) Foto: Dominik Greifenberg