Personen im Historischen Institut: Berna Pekesen

GeiWi/Hist. Inst.
Anschrift
Universitätsstr. 12
45117 Essen
Raum
R12 R05 B20
Sprechzeiten
https://www.uni-due.de/geschichte/sprechstunden.php

Funktionen

  • Juniorprofessor/in, Geschichte
  • Juniorprofessor/in, Historisches Institut
  • Juniorprofessor/in, Turkistik

Die folgenden Publikationen sind in der Online-Universitätsbibliographie der Universität Duisburg-Essen verzeichnet. Weitere Informationen finden Sie gegebenenfalls auch auf den persönlichen Webseiten der Person.

    Artikel in Zeitschriften

  • Pekesen, Berna
    Vergangenheit als Populärkultur : das Osmanenreich im türkischen Fernsehen der Gegenwart
    In: Zeithistorische Forschungen = Studies in contemporary history Jg. 12 (2015) Nr. 1, S. 140 - 151
    ISSN: 1612-6033; 1612-6041
  • Pekesen, Berna
    Öğrenilecek Bir Erdem Olarak Özgürlük
    In: Birikim (2015) Nr. 316-317, S. 47 - 54
    ISSN: 1300-8358
  • Pekesen, Berna
    Panturkismus
    In: EGO : Europäische Geschichte Online (2014)
  • Pekesen, Berna
    Expulsion and Emigration of the Muslims from the Balkans
    In: EGO : Europäische Geschichte Online (2012)
  • Pekesen, Berna
    Vertreibung und Abwanderung der Muslime vom Balkan
    In: EGO : Europäische Geschichte Online (2011)
  • Pekesen, Berna
    Die verschwiegene Vertreibung der Juden aus Thrakien 1934
    In: Medaon : Magazin für Jüdisches Leben in Forschung und Bildung Jg. 4 (2010) Nr. 7, S. 1 - 19
    ISSN: 1866-069X
  • Pekesen, Berna
    Umumî Müfettiş İbrahim Tali Öngören : Müfettişlik İcraatları ve 1934 Trakya Teftiş Gezisi Raporu
    In: Tarih ve toplum : yeni yaklaşımlar (2008) Nr. 7, S. 145 - 179
    ISSN: 1019-4681
  • Pekesen, Berna
    The Armenian Massacre as Seen Today
    In: Internationale Politik : IP Jg. 6 (2005)
    ISSN: 1430-175X
  • Aufsätze

  • Pekesen, Berna
    Der Pogrom von Istanbul : Dossier Türkei - 15.10.2014
    Bonn (2014)
  • Pekesen, Berna
    Die Vertreibung der türkischen Juden aus Thrakien 1934 : Dossier Türkei - 28.10.2014
    Bonn (2014)
  • Rezensionen

  • Pekesen, Berna
    Agstner, Rudolf: Die Türkei 1960. Politische Berichte von Botschafter Karl Hartl an Außenminister Bruno Kreisky. Wien, 2011
    In: Südost-Forschungen Jg. 71 (2012) S. 641 - 644
    ISSN: 0081-9077
  • Pekesen, Berna
    Missverstandener Druck von außen : über Rolf Hosfelds Buch „Operation Nemesis“ und die aufkeimende türkische Vergangenheitsdebatte
    In: Internationale Politik : IP Jg. 6 (2005) Nr. Juni, S. 90 - 95
    ISSN: 1430-175X
  • Beiträge in Sammelwerken und Tagungsbänden

  • Pekesen, Berna
    İlhak ve Hatay'dan Ermeni göçü
    In: 1915 siyaset, tehcir, soykırım / Adanır, Fikret; Özel, Oktay (Hrsg.), 2015 S. 569 - 579
    ISBN: 978-975-333-330-6
  • Pekesen, Berna
    Das osmanische Millet-System : eine Form des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen und Religionen
    In: Kulturkonflikte - Kulturbegegnungen: Juden, Christen und Muslime in Geschichte und Gegenwart / Gemein, Gisbert (Hrsg.), 2011 S. 483 - 497
    ISBN: 978-3-8389-0062-9
  • Pekesen, Berna
    The exodus of Armenians from the Sanjak of Alexandrette in the 1930s
    In: Turkey beyond nationalism: towards post-nationalist identities / Kieser, Hans-Lukas (Hrsg.), 2006 S. 57 - 67
    ISBN: 1-8451-1141-9; 978-1-84511-141-0
  • Bücher/Sammelwerke/Tagungsbände

  • Pekesen, Berna
    Zwischen Sympathie und Eigennutz : NS-Propaganda und die türkische Presse im Zweiten Weltkrieg
    Berlin [u.a.] (2014) 242 S.
    (Studien zur Zeitgeschichte des Nahen Ostens und Nordafrikas ; 18)
    ISBN: 978-3-643-12468-5
  • Pekesen, Berna
    Nationalismus, Türkisierung und das Ende der jüdischen Gemeinden in Thrakien : 1918 - 1942
    München (2012)
    (Südosteuropäische Arbeiten ; 145)
    ISBN: 978-3-486-70715-1; 3-486-70715-9

Forschungsprojekt

Jun.-Prof. Dr. Berna Pekesen

„Linker Autoritarismus in der Türkei, 1960-1990“

Leiterin: Dr. Berna Pekesen
DFG gefördertes Postdoc-Projekt
Laufzeit: Seit Juni 2013

Die unreflektierte Übernahme traditioneller Denkschemata und ihre Vermischung mit „marxistischer“ (bzw. was man für marxistisch hielt) Revolutionstheorie und einem diffusen Revolutionsethos brachten in der Türkei einen linken Autoritarismus dort hervor, wo der emanzipative Gehalt der angestrebten Revolution hinter den traditionellen Formen hierarchischer und autoritärer Strukturen der Organisation und des Handelns weit zurückblieb. „Linker Autoritarismus“ dient dabei als ein nicht normativ zu verstehender Arbeitsbegriff, und bezeichnet zunächst die arbeitshypothetisch unterstellten Gemeinsamkeiten unter der studentischen Protestbewegung in der Türkei zwischen 1960 und 1990. Er bezieht seine Spannung aus dem scheinbar widersprüchlichen Verhältnis von linker Ideologie und tradierter Herkunft vieler Linker, deren „Linkssein“ weiterhin von überkommenen Vorbildern geprägt wurde, obwohl Traditionen und konservativer Habitus abgelehnt wurden. Das Forschungsprojekt sucht die Bereiche auf, in denen diese Spannungsverhältnisse angelegt sind. Diese betreffen sehr stark den Konflikt zwischen – vereinfacht ausgedrückt – Neu und Alt. Mit Hilfe eines auf die Akteure bezogenen Zugangs versucht das Forschungsprojekt zu klären, inwieweit sich der Konflikt in die Akteur/innen selbst hineinverlagerte und fragt nach dem autoritären Habitus, gleichgültig welcher der zahlreichen linken ideologischen Richtungen die Handelnden folgten. Es sucht nach den sozialen, regionalen, kulturellen und politischen Hintergründen des besonders seit 1969 sich entwickelnden linken Autoritarismus, analysiert seine Ausdrucksformen und Wirkungen und die Frage, wie er sich in den sozialen Beziehungen innerhalb der linksrevolutionären Gruppen manifestierte, um auf diese Weise das Spannungsverhältnis von traditionalen Einstellungen und „revolutionärem“ Tun bestimmen zu können. In den Blick geraten hierbei vor allem das Gewalthandeln und seine Folgen für die sozialen Beziehungen innerhalb der sich aus der Studentenbewegung ausdifferenzierten linksradikalen Bewegungen/Organisationen. Daran anknüpfend werden ideologische Hierarchisierungen, das Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv, Führungsprinzip und Personenkult sowie Umgang mit Frauen und die möglicherweise „vergeschlechtlichten“ Mechanismen und Strukturen in linken Gruppierungen untersucht. Darüber hinaus gilt es ein Soziogramm der linken Aktivist/innen zu erstellen, das Auskunft über bestimmte soziale und soziodemographische Rahmenbedingungen, über Herkunftsmilieus (nach sozialen, regionalen, ethnischen und religiösen Gesichtspunkten) und Anteile der Frauen in linken Bewegungen geben kann.