Willkommen beim DFG-Graduiertenkolleg 1919: "Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage. Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln"

Veröffentlichungen des Graduiertenkollegs Band 5 der »Kontingenzgeschichten« erschienen

Der fünfte Band der Kontingenzgeschichten ist unter dem Titel "Absichten, Pläne, Strategien. Erkundungen einer historischen Intentionalitätsforschung" bei Campus erschienen. In dem vom Postdoc des Kollegs Dr. Jan-Hendryk de Boer zusammen mit Dr. Marcel Bubert (Münster) herausgegeben Sammelband, der auf eine vom Graduiertenkolleg im April 2017 veranstaltete Tagung zurückgeht, steht die Frage im Mittelpunkt, wie Absichten, Pläne und Strategien mittelalterlicher Akteurinnen und Akteure erforscht werden können. Dieses Problem ist bislang nur selten methodisch und theoretisch reflektiert behandelt worden. Neben einer von den Herausgebern verfassten Einleitung, die die begrifflichen und konzeptionellen Grundlagen entwickelt, wird in elf Fallstudien gezeigt, mit welchen Herausforderungen die Erforschung von Intentionalität sie die Mediävistik konfrontiert sieht. Quellennah und theoretisch reflektiert wird dabei erkundet, welche Intentionen, Motive und Überzeugungen Menschen zu ihrem Handeln veranlasst haben, wie diese zu rekonstruieren sind und worin die Grenzen derartiger Rekonstruktionen bestehen. In Anknüpfung an die Diskussionen in der Philosophie und den Literaturwissenschaften sollen auf diese Weise Anstöße zu einer historischen Intentionalitätsforschung gegeben werden.

Alle Bände der Reihe können über die Homepage des Verlages bezogen werden.

Preisträgerin Franzisca Scheiner auf dem 52. Historikertag

Doktorandenforum des 52. Deutschen Historikertages 1. Preis für Franzisca Scheiner

Im Rahmen des Deutschen Historikertages ein Doktorandenforum veranstaltet der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands zur Förderung qualitativ herausragender und innovativer Projekte des wissenschaftlichen Nachwuchses aller historischen Disziplinen ein Doktorandenforum. Teil dieses Forums ist die Präsentation der eingereichten Poster, die jeweils die Forschungsvorhaben der teilnehmenden Doktorandinnen und Doktoranden vorstellen. Die besten Präsentationen werden mit Unterstützung der Gerda-Henkel-Stiftung prämiert.

Das Graduiertenkolleg war bei dem Doktorandenforum des diesjährigen Historikertags in Münster stark vertreten: sechs Kollegiatinnen präsentierten ihre Poster. Alle Mitglieder des Graduiertenkollegs freuen sich über den ersten Preis, mit dem unsere Kollegiatin Franzisca Scheiner für ihr Poster „Die Commenda – Ein riskantes Unternehmen“ ausgezeichnet wurde. Herzliche Glückwünsche an die frischgebackene Preisträgerin!

Prof. Dr. Achim Landwehr

Prof. Dr. Achim Landwehr tritt als neuer MERCATOR-Fellow an

Das Graduiertenkolleg freut sich, Herrn Prof. Dr. Achim Landwehr von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Mercator-Fellow im kommenden Wintersemester begrüßen zu dürfen! Er wird ab Anfang Oktober diesen Jahres den Kollegiatinnen und Kollegiaten als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und einen intensiven Austausch emöglichen. 

DFG-Graduiertenkolleg 1919: "Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln"

Wie kann Kontingenz durch Handeln bewältigt werden, und wie denken Menschen über das Verhältnis zwischen gegenwärtigem Denken und Handeln und ihrer unsicheren (oder auch sicher geglaubten) Zukunft? Mit der historischen Dimension dieser höchst aktuellen Fragen beschäftigen sich die Historiker an der Universität Duisburg-Essen im DFG-Graduiertenkolleg "Vorsorge, Voraussicht und Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln". Die beteiligten Historikerinnen und Historiker hinterfragen und erweitern damit theoretische Überlegungen, die von einem prinzipiell neuen Verhältnis zur Kontingenz als einem der Charakteristika der Moderne ausgehen. Das Novum des Zugangs liegt darin, die Ebene der Analyse von den Zukunftsvorstellungen auf die Ebene der aktiven Haltungen zu verlagern, die die Akteure zur Zukunft einnehmen und auf die Handlungsoptionen, die diese aktiven Haltungen ermöglichen. Sie sollen kulturvergleichend und epochenübergreifend untersucht werden, um so die Pluralität gesellschaftlicher Möglichkeitshorizonte in der Geschichte herauszuarbeiten. In den Promotionsvorhaben sollen die Kulturen der griechisch-römischen Antike, des Mittelalters und der Frühen Neuzeit sowie der Welt seit dem 18. Jahrhundert behandelt werden.

Sprecher des Graduiertenkollegs sind Prof. Dr. Stefan Brakensiek und sein Stellvertreter Prof. Dr. Benjamin Scheller.