Willkommen beim DFG-Graduiertenkolleg 1919: "Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage. Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln"

Stellenausschreibung Ausschreibung der Postdoc-Stelle des GRK 1919

Das Graduiertenkolleg schreibt die Stelle des Postdocs neu aus. Der Besetzungszeitpunkt wird der 01. November diesen Jahres sein. Die Stelle endet nach einer Laufzeit von 24 Monaten am 31. Oktober 2022.

Die Bewerbungsfrist endet am 26.6.2020.

Den Text der Ausschreibung finden Sie hier.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer 360-20 ausschließlich in elektronischer Form an den Koordinator des Graduiertenkollegs, Herrn Dr. Heinemann (E-Mail olav.heinemann@uni-due.de).

Erfolgreiche Disputation Das GRK 1919 gratuliert Herrn Dr. Tillmanns

Herr Dr. Aljoscha Tillmanns hat als erstes Mitglied der zweiten Kohorte am 29. Juni 2020 seine Arbeit erfolgreich verteidigt und damit den akademischen Teil seiner Promotion abgeschlossen. Hierzu gratulieren ihm alle Mitglieder des Graduiertenkollegs herzlich!

 

Arsen-Djurović-Preis für historische Schulbuchforschung Auszeichnung für Sabrina Schmitz-Zerres

Am 5. Oktober 2019 wurde Dr. Sabrina Schmitz-Zerres, Kollegiatin der zweiten Kohorte unseres Graduiertenkollegs und inzwischen wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte, in Chur von der Internationalen Gesellschaft für Schulbuch- und Bildungsmedienforschung mit dem Arsen-Djurović-Preis für historische Schulbuchforschung ausgezeichnet. Die Laudatio zur Dissertation „Die Zukunft erzählen. Inhalte und Entstehungsprozesse von Zukunftsnarrationen in Geschichtsbüchern von 1950 bis 1995“ ist unter diesem Link zu finden.

Alle Mitglieder des Graduiertenkollegs gratulieren Frau Dr. Schmitz-Zerres ganz herzlich!

Beste Dissertation 2019 der Universität Düsseldorf Auszeichnung für Anna Michaelis

Frau Dr. Anna Michaelis, inzwischen Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der UDE, ist unserem Graduiertenkolleg bereits seit dessen Anfängen verbunden (weitere Informationen hier). Daher freuen wir uns mit ihr über die Auszeichnung, die ihr zuteil wurde: Frau Dr. Michaelis ist von der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit dem Preis für die beste Dissertation 2019 ausgezeichnet worden.

Herzliche Glückwünsche!

Einen Bericht finden Sie hier.

Die ausgezeichnete Dissertation von Frau Michaelis ist unter dem Titel  „Die Zukunft der Juden. Strategien zur Absicherung jüdischer Existenz in Deutschland (1890-1917)“ als Band 7 in der Reihe "Kontingenzgeschichten" im Kontext unseres DFG-Graduiertenkollegs erschienen.

Band 7 der „Kontingenzgeschichten“ erschienen

Unter dem Titel „Die Zukunft der Juden. Strategien zur Absicherung jüdischer Existenz in Deutschland (1890-1917)“ ist die Dissertation von Frau Anna Michaelis als siebter Band der Kontingenzgeschichten im Campus Verlag erschienen.

Die Geschichte des deutschen Judentums um 1900 wird häufig als die einer Dualität zwischen Tradition und Moderne erzählt. Betrachtet man jedoch die jüdische Gemeinschaft nicht nur in ihrer zeitgenössischen Verfasstheit, sondern auch in ihren vergangenen Zukunftsperspektiven, so wird das Bild komplexer: Um sich angesichts sinkender Geburtenraten, der jüdischen Einwanderung aus Osteuropa und des erstarkenden Antisemitismus abzusichern, nutzten liberale Jüdinnen und Juden neuartige Instrumentarien. Anna Michaelis zeichnet entlang von Demografie, Medizin und Wohltätigkeitsorganisationen nach, wie das jüdische Bürgertum die Zukunft seiner Gemeinschaft konstruierte und bearbeitete.

Alle Bände der Reihe können über den Buchhandel sowie über die Homepage des Verlages bezogen werden. Hier ist die Produktseite des Bandes direkt zu erreichen.

Praxisformen

Band 6 der „Kontingenzgeschichten“ erschienen

Unter dem Titel „Praxisformen. Zur kulturellen Logik von Zukunftshandeln“ ist der sechste Band der Kontingenzgeschichten im Campus Verlag erschienen. Der Band geht zurück auf die Initiative der Doktorandinnen und Doktoranden der zweiten Kohorte sowie des ehemaligen Postdocs Dr. Jan-Hendryk de Boer, der auch als Herausgeber fungiert.

Im Zentrum steht der praxeologische Ansatz des Kollegs, der in einer theoretischen Einleitung anhand einer Unterscheidung von Praktiken, Praxen und Praxisformen entfaltet wird. Darauf folgen Abhandlungen zu verschiedenen Praxisformen, die als Zukunftshandeln zu deuten sind. Behandelt werden ‚Erinnern‘, ‚Archivieren‘, ‚Dokumentieren‘, ‚Legitimieren‘, ‚Vernichten‘, ‚Polemisieren‘, ‚Versprechen brechen‘, ‚Investieren‘, ‚Verträge schließen‘, ‚Zukünftige Gesellschaften imaginieren‘ und ‚Szenarien erstellen‘. Jede Praxisform wird mit einer eigenen Einleitung eingeführt, bevor exemplarische Fallanalysen, die vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte unter Einschluss der außereuropäischen Geschichte reichen, deren konkrete Realisierung in kontextualisierten Praktiken und Praxen beleuchten. Zu den 23 beteiligten Autorinnen und Autoren gehören neben den Angehörigen der zweiten auch Mitglieder der ersten Kohorte, Kolleginnen und Kollegen des Historischen Instituts der Universität Duisburg-Essen sowie weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Alle Bände der Reihe können über den Buchhandel sowie über die Homepage des Verlages bezogen werden. Hier ist die Produktseite des Bandes direkt zu erreichen.

Veröffentlichungen des Graduiertenkollegs Band 5 der »Kontingenzgeschichten« erschienen

Der fünfte Band der Kontingenzgeschichten ist unter dem Titel "Absichten, Pläne, Strategien. Erkundungen einer historischen Intentionalitätsforschung" bei Campus erschienen. In dem vom Postdoc des Kollegs Dr. Jan-Hendryk de Boer zusammen mit Dr. Marcel Bubert (Münster) herausgegeben Sammelband, der auf eine vom Graduiertenkolleg im April 2017 veranstaltete Tagung zurückgeht, steht die Frage im Mittelpunkt, wie Absichten, Pläne und Strategien mittelalterlicher Akteurinnen und Akteure erforscht werden können. Dieses Problem ist bislang nur selten methodisch und theoretisch reflektiert behandelt worden. Neben einer von den Herausgebern verfassten Einleitung, die die begrifflichen und konzeptionellen Grundlagen entwickelt, wird in elf Fallstudien gezeigt, mit welchen Herausforderungen die Erforschung von Intentionalität sie die Mediävistik konfrontiert sieht. Quellennah und theoretisch reflektiert wird dabei erkundet, welche Intentionen, Motive und Überzeugungen Menschen zu ihrem Handeln veranlasst haben, wie diese zu rekonstruieren sind und worin die Grenzen derartiger Rekonstruktionen bestehen. In Anknüpfung an die Diskussionen in der Philosophie und den Literaturwissenschaften sollen auf diese Weise Anstöße zu einer historischen Intentionalitätsforschung gegeben werden.

Alle Bände der Reihe können über die Homepage des Verlages bezogen werden.

Preisträgerin Franzisca Scheiner auf dem 52. Historikertag

Doktorandenforum des 52. Deutschen Historikertages 1. Preis für Franzisca Scheiner

Im Rahmen des Deutschen Historikertages ein Doktorandenforum veranstaltet der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands zur Förderung qualitativ herausragender und innovativer Projekte des wissenschaftlichen Nachwuchses aller historischen Disziplinen ein Doktorandenforum. Teil dieses Forums ist die Präsentation der eingereichten Poster, die jeweils die Forschungsvorhaben der teilnehmenden Doktorandinnen und Doktoranden vorstellen. Die besten Präsentationen werden mit Unterstützung der Gerda-Henkel-Stiftung prämiert.

Das Graduiertenkolleg war bei dem Doktorandenforum des diesjährigen Historikertags in Münster stark vertreten: sechs Kollegiatinnen präsentierten ihre Poster. Alle Mitglieder des Graduiertenkollegs freuen sich über den ersten Preis, mit dem unsere Kollegiatin Franzisca Scheiner für ihr Poster „Die Commenda – Ein riskantes Unternehmen“ ausgezeichnet wurde. Herzliche Glückwünsche an die frischgebackene Preisträgerin!

DFG-Graduiertenkolleg 1919: "Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln"

Wie kann Kontingenz durch Handeln bewältigt werden, und wie denken Menschen über das Verhältnis zwischen gegenwärtigem Denken und Handeln und ihrer unsicheren (oder auch sicher geglaubten) Zukunft? Mit der historischen Dimension dieser höchst aktuellen Fragen beschäftigen sich die Historiker an der Universität Duisburg-Essen im DFG-Graduiertenkolleg "Vorsorge, Voraussicht und Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln". Die beteiligten Historikerinnen und Historiker hinterfragen und erweitern damit theoretische Überlegungen, die von einem prinzipiell neuen Verhältnis zur Kontingenz als einem der Charakteristika der Moderne ausgehen. Das Novum des Zugangs liegt darin, die Ebene der Analyse von den Zukunftsvorstellungen auf die Ebene der aktiven Haltungen zu verlagern, die die Akteure zur Zukunft einnehmen und auf die Handlungsoptionen, die diese aktiven Haltungen ermöglichen. Sie sollen kulturvergleichend und epochenübergreifend untersucht werden, um so die Pluralität gesellschaftlicher Möglichkeitshorizonte in der Geschichte herauszuarbeiten. In den Promotionsvorhaben sollen die Kulturen der griechisch-römischen Antike, des Mittelalters und der Frühen Neuzeit sowie der Welt seit dem 18. Jahrhundert behandelt werden.

Sprecher des Graduiertenkollegs sind Prof. Dr. Stefan Brakensiek und sein Stellvertreter Prof. Dr. Benjamin Scheller.

BLOG des GRK 1919

Das Graduiertenkolleg "Vorsorge, Voraussicht und Vorhersage" betreibt nunmehr auch ein BLOG auf der Platform Hypotheses.org. Sie können es sich hier anschauen.

Kontaktdaten

Universität Duisburg - Essen

Historisches Institut

Graduiertenkolleg 1919

Universitätsstr. 12

45117 Essen

Tel.: 0201/1836875

Mail: olav.heinemann[at]uni-due.de

Publikationen der beteiligten Forscher

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