Personen im Historischen Institut: Prof. Dr. Ute Schneider


Adresse
Anschrift
 
Universitätsstr. 12
45117 Essen
Raum
R12 S05 H90
 
Geisteswissenschaften/Geschichte
Sprechzeit
Frau Prof. Schneider befindet sich im Winter 2018/19 im forschungsfreien Semester. Sprechstunden n.V. (07.02. von 10-12 Uhr)
Telefon
+49 201 183 4597 (D: 0203/379-*, E: 0201/183-*)
Fax
+49 201 183 3508
  • --- Geschichte
  • Universitätsprofessor/in Historisches Institut - Sekretariat R12 S05 H93
  • Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer Prüfungsausschuss für alle Bachelor-Lehramtsstudiengänge

Anmerkung:
Frau Prof. Dr. Ute Schneider befindet sich im Winter 2018/19 im forschungsfreien Semester.
Sie wird deshalb in der Lehre durch PD Dr. Mischa Honeck im WS18/19 vertreten.

Forschungsschwerpunkte

Sozial-, Geschlechter-, Rechts- und Kulturgeschichte Europas im 19. und 20. Jahrhundert
Wissenschaftsgeschichte (kartographische Visualisierungen; Kartographie, Geographie seit der frühen Neuzeit)
Probleme der Moderne und ihrer Prozesse
Methodologie der Geschichtswissenschaft

Wissenschaftlicher Werdegang

seit Oktober 2007
Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Duisburg-Essen

2004-2007
Vertretungen in Saarbrücken, Braunschweig, Vechta und Köln

2002-2007
Hochschuldozentin an der Technischen Universität Darmstadt

2002
Habilitation

1996-2002
Hochschulassistentin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Darmstadt

1990-2007
Redaktion der Zeitschrift "Neue Politische Literatur" an der Technischen Universität Darmstadt

1993
Promotion an der Technischen Hochschule Darmstadt

1981-1987
Studium der Neueren und Mittelalterlichen Geschichte und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 

Veröffentlichungen

Thematisch sortierte Publikationsliste von Ute Schneider als PDF (Stand: November 2018).

Funktionen

Seit 01.03.2018
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Insituts für Zeitgeschichte München-Berlin

2017-2018
Kommissarische Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen

Seit 2016
Mitglied im Fachkollegium Geschichtswissenschaft der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Seit 2016
Mitglied im Arbeitskreis "Rechtswissenschaft und Zeitgeschichte" an der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur

Seit 2014
Mitglied im Vorstand des Kulturwissenschaftlichen Instituts

Seit 2014
Mitglied des Promotionsausschusses der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Seit 2013
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets, Bochum

2013-2014
Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Projekts 1914 - Mitten in Europa des LVR
(siehe auch den Kongress Aggression und Avantgarde zu diesem Projekt: http://www.kongress1914.lvr.de/)

2010-2014 
Ausschuss des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

seit 2010
Mitherausgeberin der Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte

seit 2009
Wissenschaftlicher Beirat der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften

Seit 2008
Mitherausgeberin der Neuen Politischen Literatur

Seit 2008
Mitglied im Arbeitskreis für Moderne Sozialgeschichte e.V.

Seit 2006
Mitherausgeberin von Geschichte erzählt

Seit 1992
Mitglied im Brauweiler Kreis e.V.

Forschungsprojekte

Graduiertenkolleg "Vorsorge, Voraussicht und Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln"

Wie kann Kontingenz durch Handeln bewältigt werden, und wie denken Menschen über das Verhältnis zwischen gegenwärtigem Denken und Handeln und ihrer unsicheren (oder auch sicher geglaubten) Zukunft? Mit der historischen Dimension dieser höchst aktuellen Fragen beschäftigen sich die Historiker an der Universität Duisburg-Essen im Forschungsschwerpunkt „Vorsorge, Voraussicht und Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln“. Die beteiligten Historikerinnen und Historiker hinter­fragen und erweitern damit theoretische Überlegungen, die von einem prinzipiell neuen Verhältnis zur Kontingenz als einem der Charakteristika der Moderne ausgehen. Das Novum des Zugangs liegt darin, die Ebene der Analyse von den Zukunftsvorstellungen auf die Ebene der aktiven Haltungen zu verlagern, die die Akteure zur Zukunft einnehmen und auf die Handlungsoptionen, die diese aktiven Haltungen ermöglichen. Sie werden kulturvergleichend und epochenübergreifend untersucht, um so nicht zuletzt signifikante Beiträge zum gegenwärtigen Modernediskurs zu leisten. In dieser Perspektive werden im Graduiertenkolleg in einer Reihe von Promotionsvorhaben – entsprechend den Forschungsschwerpunkten am Historischen Institut in Essen – die Kulturen der griechisch-römischen Antike, des mittelalterlichen und früh­neu­zeitlichen Europas sowie die globalisierte Welt seit dem 18. Jahrhundert behandelt.

 

Modellierung der Welt: Die Internationale Weltkarte (IWK) im Zeitalter der Territorialität (1860-1970)

Ausgangspunkt der geplanten Monographie ist die These, dass Karten von herausragender Bedeutung für politisches Handeln im 20. Jahrhundert sind. Im Zentrum steht die Internationale Weltkarte (IWK), die einerseits zentrale Entwicklungen dieses Jahrhunderts wie die Konzentration auf den Raum, die Globalisierung, die Verwissenschaftlichung und Ausdifferenzierung der Wissenschaft spiegelt, und zugleich ein Instrument der Ordnung und Gestaltung etwa im Hinblick auf den Umgang mit Ressourcen, Bevölkerungspolitik bis hin zu ethnischen Säuberungen aber auch der Entwicklungspolitik darstellt. Demokratisierung und Pluralisierung haben sich in diesem internationalen Weltkartenprojekt gleichermaßen niedergeschlagen wie diktatorische Gestaltungsphantasien und Zugriffe. Und nicht zuletzt ist die Geschichte der Weltkarte eine Geschichte der Spannungen zwischen nationalen Traditionen, Vorstellungen und Ansprüchen und globalen Zielen und Standards.

 

Gerhard Mercator: Edition und Übersetzung seines Briefwechsels

Weit mehr als 200 Briefe schrieb und erhielt der Kartograph Gerhard Mercator im Laufe seines langen Gelehrtenlebens vor 500 Jahren und leistete damit einen wichtigen Beitrag auf dem Weg in die heutige Wissensgesellschaft.

Finanzierung: Stiftung Mercator

Bearbeiter: Nils Bennemann

Weitere Informationen unter http://www.uni-due.de/editionmercator/

 

DFG-Projekt: "Die Transformation 'hochschulleerer Räume' zur 'Hochschullandschaft'. Das nordrhein-westfälische Gesamthochschulkonzept, 1965 - 1985"

Das Projekt untersucht das 1972 als neue Hochschulform initiierte Gesamthochschulkonzept in Nordrhein-Westfalen über die Planungs- und Raumbildungsprozesse, die zwischen 1965 und 1985 über den Bau von fünf Gesamthochschulen mit der zeitgenössischen Vorstellung der „Hochschullandschaft“ verbunden waren.

Über einen vergleichenden Blick auf die fünf neu gegründeten Gesamthochschulen und ihre konkreten Orte sollen vor dem Hintergrund regionaler und politischer Rahmenbedingungen die institutionellen Charakteristika der einzelnen Standorte, Durchsetzungs- und Etablierungsstrategien untersucht werden. Über diesen Zugriff sollen die Wechselbeziehungen, Konkurrenzen und Synergien der Gesamthochschulen mit den anderen Hochschulformen, wie klassischen Universitäten, Kunst-, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen herausgestellt werden. Diese Aspekte werden als wechselseitige Einflussfaktoren auf Planung, Gesamthochschulkonzept, Städte und Politik untersucht, woraus sich neue Perspektiven für die deutsche Universitätsgeschichte nach 1945 entwickeln lassen.

So ist das für das Projekt die übergeordnete Frage zentral, wie das Gesamthochschulkonzept und die damit verknüpfte Vorstellung von der „Hochschullandschaft“ zwischen Bürgern, Studenten, Gesamthochschulen, Stadt und Land konkret ausgehandelt, geplant und durchgesetzt wurden. Daran schließen sich Fragen nach der materiellen und diskursiven Funktion der „Hochschullandschaft“ für die beteiligten Akteure an, so wie die Bedeutung der materiellen Realisierung der fünf Gesamthochschulen und ihre konkreten Orte für das Hochschulkonzept und die daran geknüpfte Hochschulreform.

Bearbeitung: Timo Celebi

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Mercator: Wissenschaft und Wissenstransfer

Philosoph, Mathematiker und weltbekannter Kartograph: Wie kaum ein anderer Denker aus dem Ruhrgebiet hat Gerhard Mercator die Entwicklung und Bewahrung von Wissen vorangetrieben. 2012 ist Duisburgs bekannter Bürger 500 Jahre alt geworden. Doch welche Bedeutung hat das Werk Mercators heute, ein halbes Jahrtausend später, noch für uns? „Gerhard Mercator: Wissenschaft und Wissenstransfer“ lautete der Titel der Fachtagung, die unter anderem auch dieser Frage auf den Grund ging. Sie fand am 1. und 2. März 2012 in der Stiftung Mercator statt. Nationale wie internationale Experten präsentierten und diskutierten den aktuellen Forschungsstand in den Bereichen Kartographie, Geschichtsschreibung sowie Wissensvermittlung. Der Tagungsband ist mittlerweile erschienen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier. 
Finanzierung: Stiftung Mercator

Bearbeiter: Timo Celebi
Weitere Informationen zu Gerhard Mercator unter http://www.uni-due.de/erinnerungsort-mercator/

 

Handbuch Moderne

Angesichts dieses aktuellen Forschungsumfeldes wird mit dem Handbuch eine neue Forschungsperspektive eröffnet, indem es das Thema wissenschaftsgeschichtlich und an Disziplinen orientiert angeht. Gefragt wird also nicht: "Was ist die Moderne?", sondern im Mittelpunkt steht die Frage, wie zentrale Disziplinen im universitären Fächerkanon "die Moderne" bislang aufgegriffen haben bzw. gegenwärtig zum Thema machen. Angestrebt werden dabei disziplinäre Bestandsaufnahmen im Sinne detaillierter Forschungsüberblicke, die dem Ziel dienen, den 'state of the art' der Moderne-Debatte in einem breiten Spektrum kultur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen sichtbar werden zu lassen. Ein solcher disziplinenübergreifender Blick auf die Moderne-Debatte stand bislang aus und bietet interessantere und ertragreichere Einsichten als jene letztlich als essentialistisch zu bezeichnenden Definitions- und Periodisierungsversuche der Moderne als Epoche. Dies ist deshalb der Fall, weil schon ein oberflächlicher Blick auf einzelne Disziplinen genügt, um zu erkennen, mit welchen unterschiedlichen Argumenten und Begriffen dort jeweils über die Moderne gesprochen wird oder wie sehr beispielsweise auch Argumentationsmuster au s benachbarten Fächern die Modernediskussion im jeweils eigenen Fach prägen.

Weitere Infos auf der Seite des Metzler-Verlages

 

Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern

Urbanität wird in ganz unterschiedlichen Formen der Manifestation von Wissen vergegenwärtigt. Als Chiffre für eine besondere Lebensform ist sie Gegenstand einer Vielzahl von Textsorten; sie wird bildlich und kartographisch veranschaulicht wie auch akustisch kommentiert. Wie Artefakte die Eigenart des Städtischen herausstellen, war Gegenstand des 42. Frühjahrskolloquiums des Instituts für vergleichende Städtegeschichte Münster und des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e.V. Es ging dabei weniger darum, Darstellungen der Stadt im Verlaufe der Geschichte zu erläutern und Veränderungen in der Wahrnehmung festzustellen. Vielmehr wurden ausgehend von einem kulturgeschichtlich geprägten Begriff von Medien und Medialität Momente und Mechanismen von Sinnstiftung, mithin die Bedingungen der Möglichkeit in den Blick genommen, Aussagen zu generieren. Der Tagungsband zur Konferenz ist im Böhlau Verlag erschienen.
Weitere Informationen zur Publikation.

 

Doktorandinnen und Doktoranden

Einen Überblick der betreuten Doktorandinnen und Doktoranden finden Sie auf der Forschungsseite der Abteilung.