Abteilung für die Außereuropäische Geschichte

Außereuropäische Geschichte


Eines der zentralen Anliegen der außereuropäischen Geschichte ist es, die Menschen nicht-europäischer Gesellschaften und ihre Kulturen ins Zentrum der geschichtswissenschaftlichen Analyse zu stellen, sie als historisch Handelnde ernst zu nehmen und ihre eigenen Handlungs- und Interpretationsmuster zu untersuchen. An der Universität Duisburg-Essen ist außereuropäische Geschichte auf den afrikanischen Kontinent mit einem Schwerpunkt im südlichen und westlichen Afrika ausgerichtet, sie befasst sich aber auch mit der nordamerikanischen Geschichte bis zum 18. Jahrhundert und bezieht vergleichende Ansätze, etwa in der Missions-, Handels- und Industrialisierungsgeschichte mit ein. Neben interkulturellen Kontakten werden Fragestellungen zur Stadtgeschichte, Gender, Migrations- und Diasporageschichte in Forschung und Lehre behandelt. Es gibt keine eindeutige Epochenzuordnung, doch ist die Mehrheit der Forschungsprojekte wie des Lehrangebots in der Neueren und Neuesten Geschichte sowie der Geschichte der frühen Neuzeit angesiedelt. Die Fokussierung auf außereuropäische Akteurinnen und Akteure unterscheidet sie von der Überseegeschichte, älteren Formen der Kolonialgeschichte, aber auch von den auf "Hochkulturen" fokussierten Formen der Welt- oder Universalgeschichte.

Über die regionalen Spezialisierungen der in der Abteilung tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hinaus nimmt die Außereuropäische Geschichte in Duisburg-Essen weitere Regionen, etwa in Asien, in den Blick, was in der Herausgabe der Zeitschrift "Dhau - Jahrbuch für außereuropäische Geschichte" und der damit verbundenen Buchreihe "Dhau Horizonte" zum Ausdruck kommt.

Die Abteilung für Außereuropäische Geschichte will insbesondere die Lehramtsstudierenden ansprechen und sie dazu anregen, Themen in den Schulunterricht einzubeziehen, die ihn bereichern und erweitern, insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Dadurch werden sie befähigt, eurozentrische Denkweisen zu überwinden und in historisch geprägten globalen Zusammenhängen zu denken.