Personen im Historischen Institut: Nils Bennemann


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Geisteswissenschaften/Historisches Institut
Anschrift
Universitätsstr. 12
45117 Essen
Raum
R12 S05 H08
Sprechzeiten
https://www.uni-due.de/geschichte/sprechstunden.php / Die Sprechstunde am 17.3. entfällt. Bitte melden Sie sich per Mail.

Funktionen

  • Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in, Geschichte

Wissenschaftlicher Werdegang

  • 05/2019: Disputation, Gesamtprädikat: summa cum laude
  • seit 10/2018: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
  • 2017-2018: Stipendium des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz (IEG)
  • 2013-2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
  • Seit 2013: Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte bei Prof. Dr. Ute Schneider
  • Dezember 2012: Erstes Staatsexamen mit der Arbeit „'Wer über die nächsten Jahre nicht hinwegsehen kann, mag es verständlich finden, daß man gegen die Vorlage ist.'“ Planung und Zukunftshandeln in den Debatten um die Kanalvorlage 1899"
  • 2008-2012 Studium der Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen

Mitgliedschaften

Mitglied des Forschungsnetzwerkes KNOW-IN: Knowledge Infrastructures: Circulation, Transfer and Translation of Knowledge across Borders“, https://www.uni-regensburg.de/citas/english/know-in-network/index.html.

Projektbearbeiter

Gerhard Mercator: Edition und Übersetzung seines Briefwechsels

Weit mehr als 200 Briefe schrieb und erhielt der Kartograph Gerhard Mercator im Laufe seines langen Gelehrtenlebens vor 500 Jahren und leistete damit einen wichtigen Beitrag auf dem Weg in die heutige Wissensgesellschaft.

Weitere Informationen unter http://www.uni-due.de/editionmercator/

Forschungsprojekt 

Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt als Wissensregime, 1817 – 1880.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Rheins als Wasserstraße kann nicht ohne den Einfluss der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt und ihre wissenschaftlichen Erschließungsarbeiten im 19. Jahrhundert verstanden werden. Das Dissertationsprojekt untersucht die Aushandlungsprozesse um und die Verfahrensweisen im Umgang mit hydrographischem Wissen in der Zentralkommission, das in Form von geographischen Beschreibungen, Protokollen gemeinschaftlicher Befahrungen und hydrographischen Karten vorlag. Als Fallbeispiele dienen die Längenfestlegung des Rheins in den Jahren 1831 – 1846, die gemeinschaftlichen Befahrungen ab dem Ende der 1840er Jahre und die Standardisierung von Karten seit 1860.

Es soll der zentralen Fragestellung nachgegangen werden, wie in der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt ein international konsentierter wissenschaftlicher Blick auf den Rhein etabliert wurde. Durch welche Verfahrensweisen im Umgang mit hydrographischen Wissensbeständen gelang der Zentralkommission die Schaffung dieses Wissensbestandes über den Rhein?

Damit ergeben sich für das Projekt folgende Überlegungen: Die wissenschaftlichen Arbeiten der Zentralkommission bewegten sich in einem Spannungsfeld zwischen einer intergouvernementalen internationalen Organisation, den einzelstaatlichen Interessen sowie wissenschaftlich-technischer Expertise. Methodisch orientiert sich die Arbeit daher an den wissenschaftsgeschichtlichen Forschungen Lorraine Dastons und Peter Galisons zur wissenschaftlichen „Objektivität“ und „epistemischen Tugenden“, anhand derer sich die Zentralkommission als Wissensregime verstehen lässt, das über verschiedene Arbeitspraktiken den Umgang mit hydrographischem Wissen steuerte.

Die Verbindung von Wissenschaftsgeschichte, der Erforschung internationaler Expertennetzwerke und internationaler Organisationen ist ein neuer Ansatz in der Geschichtswissenschaft und leistet damit einen Beitrag zur Rolle von Wissenschaft und Wissen in internationalen Organisationen durch die Untersuchung ihrer wissenschaftlichen Praktiken. Anhand der Untersuchung lässt sich ein vielschichtigeres Bild internationaler Kooperation im 19. Jahrhundert aufzeigen. Das Dissertationsprojekt bearbeitet damit ein Forschungsdesiderat und schließt an aktuelle Forschungsdebatten der transnationalen Geschichte und der Geschichte der Europäisierung sowie der Erforschung internationaler Organisationen und des Internationalismus an.