Personen im Historischen Institut: Prof. Dr. Amalie Fößel
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Forschungsschwerpunkte
Politische Geschichte und Verfassungsgeschichte des Mittelalters
Königinnentum und weibliche Herrschaft im mittelalterlichen Europa
Devianz, Häresie, Religiöse Lebensformen und Weltbilder, Beginen
Biographische Studien
Diplomatik
Wissenschaftlicher Werdegang
seit 2008
Professorin für Geschichte des Mittelalters an der Universität Duisburg-Essen
2004/2005
Stipendiatin des bayerischen Hochschul- und Wissenschaftsprogramms
2001-2008
Lehrstuhlvertretungen in München (LMU), Saarbrücken, Bayreuth, Regensburg
1998-2002
Oberassistentin (C 2),
1998
Habilitation mit Venia legendi für die Fächer Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften
1992-1998
wissenschaftliche Assistentin (C 1)
1992
Promotion
1988-1992
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften der Universität Bayreuth,
1987
Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
1986
Magister Artium
Studium der Fächer Geschichte, Germanistik, Soziologie und Politologie an der Universität Erlangen Nürnberg
Veröffentlichungen
Die vollständige Publikationsliste von Amalie Fößel als PDF.
Forschungsprojekt
Gewalt, Krieg und Gender im Mittelalter. Thematische Annäherungen im interdisziplinären Gespräch
Fragen nach den Zusammenhängen von Geschlecht, Geschlechterrollen, Gewalt und Krieg sind derzeit von außerordentlicher Aktualität, spiegeln sie doch die Irritationen wider, die Bilder und Berichte von kämpfenden Soldatinnen erzeugen. Während sich die Neuere Geschichte und besonders die Zeitgeschichte schon länger mit diesem Themenkomplex auseinander setzt, ist er für das Mittelalter noch weitgehend unbearbeitet geblieben.
In Auseinandersetzung mit intersektionalen Genderkonzepten wird die Thematik mittels der Analysekategorien „Raum“, „Körper“, „Emotionen“ bearbeitet. Untersucht werden Fragen nach Zusammengehörigkeit und Wechselwirkung von Krieg und Frieden, Schlachtfeld und Heimat, Diskurse über die genderspezifische Bedeutung des Körpers in Gewaltsituationen und Aspekte von körperlichen Stärken und Schwächen, körperlicher Tauglichkeit und Untauglichkeit für den Kriegsdienst sowie schließlich emotional konstituierte Geschlechtskonstruktionen in Beschreibungen und Darstellungen von Gewalt- und Kriegssituationen.
Vom 13.07.-15.07.2016 hat dazu ein interdisziplinäres und internationales Symposium auf Schloss Herrenhausen bei Hannover stattgefunden, das von der Volkswagenstiftung finanziert wurde. Der Tagungsbericht von Dr. Alexander Berner und Dr. Miriam Czock ist auf den Seiten von HSozKult am 16.11.2016 publiziert worden.
Die Publikation der Tagungsbeiträge im open access-Verfahren sowie als Print-Version ist für 2018 geplant.