Personen im Historischen Institut: Dr. Gregor Maximilian Weiermüller

Geisteswissenschaften/Historisches Institut
Anschrift
Universitätsstr. 12
45117 Essen
Raum
R12 R05 B28
Sprechzeiten
https://www.uni-due.de/geschichte/sprechstunden.php

Funktionen

  • Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in, Geschichte

Die folgenden Publikationen sind in der Online-Universitätsbibliographie der Universität Duisburg-Essen verzeichnet. Weitere Informationen finden Sie gegebenenfalls auch auf den persönlichen Webseiten der Person.

    Artikel in Zeitschriften

  • Weiermüller, Gregor Maximilian
    Freiheitskämpferin oder Extremistin? : Hille Feickens Attentatsversuch auf den Fürstbischof Franz von Waldeck (1534)
    In: Niederrhein-Magazin: Zeitschrift der Niederrhein-Akademie (2020) in press
    ISSN: 1867-9064
  • Weiermüller, Gregor Maximilian
    Kann der Niederrhein »atomfrei« bleiben? : Überlegungen aus der Philosophie zum Risikobegriff, angewendet auf die Debatte über nukleare Kraftwerke und Endlager
    In: Rhein-Maas: Geschichte, Sprache und Kultur Jg. 10 (2020) in press
    ISSN: 1869-4071
  • Weiermüller, Gregor Maximilian; Neuwöhner, Benedikt;
    Besatzungsherrschaft und Alltag im Rheinland : Die belgische, britische und amerikanische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg ; Ein Tagungsbericht
    Tagung Rheinlandbesetzung, 27.06.2019, Köln,
    In: Geschichte in Köln: Zeitschrift für Stadt- und Regionalgeschichte Jg. 66 (2019) S. 279 - 289
    ISBN: 978-3-412-51774-8; 3-412-51774-7 ISSN: 0720-3659
  • Aufsätze

  • Münster-Schröer, Erika; Weiermüller, Gregor Maximilian
    Frömmigkeit, Ordnung und Sünde : Die Protokolle des Presbyteriums der reformierten Gemeinde Wesel (1612-1636)
    (2018)
  • Dissertation

  • Weiermüller, Gregor Maximilian
    Von der Anpassung zur Selbstreflexion : eine kritische Untersuchung der Frage nach der Zuschreibung jüdischer Identität aus dem Denken von Franz Rosenzweig und Emil L. Fackenheim
    Roma (2018) 356 Seiten 356 Seiten
    (Studia Anselmiana ; 176)
    ISBN: 978-3-8306-7918-9

Forschungsschwerpunkte

Geschichte:

Geschichte der Frühen Neuzeit: Konfessionskonflikte und religiöser Extremismus, Zusammenhang von Religiosität und Vorurteile

Stadt- und Regionalgeschichte: Handelssysteme mit militärisch-ziviler Warenverwendung, internationalisierte innerstaatliche Konflikte im Grenzraum Niederrhein-Ruhrgebiet

Philosophie:

Philosophiegeschichte: Frühe Neuzeit (Humanismus, Aufklärung), Moderne (Idealismus, Phänomenologie)

Religionsphilosophie: Glaubensbegründungen und Religionskritik (Judentum, Christentum)

Transdisziplinäres: 

Geschichte der Ethik vor und nach der Shoah (= Theologie nach Auschwitz)

Gegenstände der Risikoethik in der Geschichtswissenschaft

 

Wissenschaftlicher Werdegang

- 2007-2011: Studium Angewandte Philosophie und Geschichte (2-Fach-B.A.)

- 2011-2014: Studium der Philosophie (Lizenziat) – Lehrerlaubnis für kirchliche Hochschulen

- 2014-2017: Promotion in Philosophie

- 2018: Hospitant am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) Essen

- 2017-2019: Studium der Geschichte (1-Fach-M.A.)

- 2019 - dato: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Landesgeschichte der Rhein-Maas-Region an der Universität Duisburg-Essen

- 2020 - dato: Promotion in Geschichte

Auszeichnung

- 2018: Hochschulpreis 2017 der Päpstlichen Hochschule Sant Anselmo, Rom (Premio Sant Anselmo 2017)

Mitgliedschaften

- Niederrhein-Akademie/Academie Nederrijn e.V. (NAAN)

- Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR)

- Deutsche Gesellschaft für Philosophie e.V. (DGPhil)

- Assoziiertes Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs 1919 „Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln“ am Historischen Institut, Universität Duisburg-Essen 

Promotionsvorhaben: Waren der Macht. Waffenfabrikation als Indikator wirtschaftlichen und politischen Zukunftshandelns im Grenzraum Rhein-Maas während der Frühen Neuzeit

Wer wagte, hatte sich dem Risiko ausgesetzt. Im Fall von erfolgreichen Waffenschmieden winkte dem Eigner wirtschaftlicher Gewinn sowie soziales Prestige. Der gescheiterte Geschäftsmann begnügte sich bestenfalls mit Nachruhm, weil er Kühnheit in Gefahren bewiesen hatte. Das Projekt rückt die Waffenherstellung in der westlichen Region des Heiligen Römischen Reiches in den Mittelpunkt. In der Forschung gilt der Raum von der Maas bis an den Rhein als einer der wichtigsten, jedoch in Vergessenheit geratenen Sitze der Waffenexporteure vor 1800.
Bisher wurden diese vor allem in Wallonien, Bayern, Thüringen und in der Lombardei verortet. Doch ebenso zwischen Rhein und Maas hatten die lokalen Büchsenmacher durch die reichliche Rohstofflage (Eisenerz, Kohle) sowie die intakte Schifffahrt eine günstige Ausgangssituation. Von Interesse sind, erstens, die ökonomischen Modalitäten des Waffenhandels sowie die Akteure des Büchsenmacherhandwerks, insbesondere die Familie Krupp, die wegen ihres calvinistischen Glaubens aus den Niederlanden 1587 letztendlich nach Essen immigriert war und sich etablierte. Zweitens ist sowohl die politische als auch die konfessionelle Bedeutung, die der Waffenhandel an der stark verschobenen Grenze von den Provinzen der Niederlande zum Alten Reich gewann, zu beachten. Hier tobte der Achtzigjährige (1568-1648) sowie Dreißigjährige Krieg (1618-1648). Nach diesen ineinandergreifenden, internationalisierten Konflikten entstand aus den südlichen Spanischen Niederlanden (1556-1714) die Österreichischen Niederlande (1714-1795). Bis in das 18. Jahrhundert hinein zählte also die Waffenfabrikation zu einem der lukrativsten Gewerbezweige sowie politischem Machthebel im Westen des Alten Reichs. Das Ziel des Vorhabens ist, den Rückstand im Forschen über frühneuzeitliche Kriegswaffenhersteller in der Rhein-Maas Region aufzuholen, indem ein ausgewogener Sachstand des Beginns und Gipfels, der Konjunkturschwankung und Bedeutungslosigkeit erarbeitet sowie die etablierte Erzählung über das Waffetragen für Privilegierte reevaluiert wird.

Publikationen

Monografie:

- "Weiermüller, Gregor: Von der Anpassung zur Selbstreflexion. Eine kritische Untersuchung der Frage nach der Zuschreibung jüdischer Identität aus dem Denken von Franz Rosenzweig und Emil L. Fackenheim. Sankt Ottilien: EOS – Editions of Sankt Ottilien, 2018 (Reihe Studia Anselmiana 176; Zugl.: Rom, Univ., Diss., 2017). ISBN 978–3–8306–7918–9."

Artikel:

- "Münster-Schröer, Erika / Weiermüller, Gregor: Frömmigkeit, Ordnung und Sünde. Die Protokolle des Presbyteriums der reformierten Gemeinde Wesel (1612-1636). In: Zeitreise Wesel, 04/2018 (Online-Beitrag)." Link

- "Weiermüller, Gregor: Freiheitskämpferin oder Extremistin? Hille Feickens Attentatsversuch auf den Fürstbischof Franz von Waldeck (1534). In: Niederrhein-Magazin: Programmzeitschrift der Niederrhein-Akademie, 29/2020 [bereit für Drucklegung]."

- "Weiermüller, Gregor / Neuwöhner, Benedikt: Besatzungsherrschaft und Alltag im Rheinland. Die belgische, britische und amerikanische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg. Ein Bericht zur Tagung Rheinlandbesetzung, 27.06.2019, Köln. In: Geschichte in Köln. Zeitschrift für Stadt- und Regionalgeschichte Jg. 66 (2019), S. 279-289. ISBN: 978-3-412-51774-8; 3-412-51774-7 ISSN: 0720-3659." Link

- "Weiermüller, Gregor: Kann der Niederrhein »atomfrei« bleiben? Überlegungen aus der Philosophie zum Risikobegriff, angewendet auf die Debatte über nukleare Kraftwerke und Endlager. In: Rhein-Maas, 10/2020 [bereit für Drucklegung]."

- "Weiermüller, Gregor: Zwischen Reformen und Reformationen. Die Anklage des Fürstbischofs Franz von Waldeck vor der Römischen Rota (1546). In: Westfälische Zeitschrift, 171/2021. [im Entwurf]."

Tagungsbericht:

- "Weiermüller, Gregor: Besatzungsherrschaft und Alltag im Rheinland – Die belgische, britische und amerikanische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg, 27.06.2019 Köln. In: H-Soz-Kult, 27.08.2019." Link