Personen im Historischen Institut: Dr. Stefan Müller

Forschungsschwerpunkte

Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung im 19. und 20. Jahrhundert
Widerstand im Nationalsozialismus
Deutsche Zeitgeschichte nach 1945
Geschichte der Kartographie
Geschichte der Erwachsenenbildung

 

Wissenschaftlicher Werdegang

Geboren 1966, Ausbildung und Berufstätigkeit, Studium der Politikwissenschaft (2001 Diplom), 2001 bis 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin, 2004 bis 2008 Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung, 2009 Promotion mit der Dissertation "Zur politischen Biografie von Heinz Dürrbeck (1912-2001)", 2008 bis 2010 Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg-Essen, seit Juni 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Die Ostpolitik der deutschen Gewerkschaften in der Ära der Entspannungspolitik 1969-1989"

 

DFG-Projekt (Bearbeiter)

Ostpolitik der deutschen Gewerkschaften in der Ära der Entspannungspolitik (1969-1989)
Das Forschungsprojekt untersucht die Ostpolitik der deutschen Gewerkschaften zwischen 1969 und 1989 und ihr Verhältnis zur Neuen Ostpolitik. Obgleich die deutschen Gewerkschaften die sozialdemokratische Entspannungspolitik seit der Regierung Brandt unterstützten, handelte es sich hierbei nicht nur um eine Verlängerung sozialdemokratischer Außenpolitik. Die deutschen Gewerkschaften verfügten, so die Hypothese, über eine eigenständige Politik gegenüber den osteuropäischen Gewerkschaften, die zeitweise mit den Interessen der SPD zusammenfiel, deren nur scheinbar hohe Übereinstimmung aber spätesten mit dem unterschiedlichen Agieren hinsichtlich der polnischen Opposition augenfällig wurde.
Im Zentrum der historischen Untersuchung stehen die Fragen nach dem Verhältnis der gewerkschaftlichen Ostpolitik zur regierungsamtlichen Außenpolitik und ihr Verhältnis zur Sozialdemokratie. Gefragt wird nach der Rezeption und Perzeption der bundesrepublikanischen Ostpolitik durch die Gewerkschaften sowie deren eigenen ost- und entspannungspolitischen Konzepten und Politiken. Ziel der Untersuchung ist es, unter dem Fokus und in der Perspektive einer zeithistorischen Gewerkschaftsforschung einen Beitrag zur außenpolitischen Geschichte der Bundesrepublik zu leisten.