Das Kanuni-Team von links nach rechts. Oben: David Michiels, Antonio Gudelj, Azad Rikani, Rasime Baytemir, Tuba Temel, Elif Bozkurt, Chirkou Hasou, Elif Karakaya, Marko Rastegorac, Agit Kaidy, Marc Maier, Albert Arnhold, Sascha Sczyrba, Tommy Mielke, Marco Lukas, Axel Nowak, Lisa Haugrund, Nadine Lapaczyna, Giahn Miro, Delia Popal Unten: Teresa Steimel, Anne Gierth, Nicole Soblik, Rebekka Krogmeier

Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel

Beton schwimmt?

Dies war mit Sicherheit die meistgestellte Frage, die den Studenten des Betonkanuteams der Universität Duisburg-Essen in den letzten Monaten gestellt wurde. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der 15ten Betonkau-Regatta vom 19.-20. Juni 2015 kann sie mit einem lauten „JA“ beantwortet werden.

Gestartet wurde das Projekt „Betonkanu 2015“ der Bauingenieure aus Essen unter der Leitung von Prof. Doru Lupascu vom Institut für Materialwissenschaften im September 2014. Die Verantwortung für das Team übernahmen daraufhin Tommy Mielke und Kevin Voges, die ein Team aus 24 Studenten rekrutierten. 

Die Fragen, denen sich die Studenten stellen mussten, waren einfach: „Welche Form muss ein Betonkanu haben, damit es schwimmt?“ und „Wie muss der Beton zusammengesetzt sein, damit es hält?“ In den Jahren 2009 und 2011 hatte bereits ein Team der Universität Duisburg-Essen unter Leitung des Instituts für Massivbau mit Erfolg an Betonkanu-Regatten teilgenommen. Natürlich wurden dort die ersten Informationen eingeholt und dann konnte mit der Planung begonnen werden. 

Nach einer längeren Planungsphase (wir sind im öffentlichen Dienst), dem anschließenden Bau der Schalung, dem Zusammenstellen einer Betonrezeptur, dem Betonieren, dem Ausschalen und dem Gestalten ging es im Juni zur Regatta nach Brandenburg an der Havel. 

Dort erlebte das Betonkanu „Kanuni“ eine gelungene Jungfernfahrt unter tosendem Applaus der Zuschauer. Es nahm an insgesamt 4 Rennen teil, in denen es nicht einmal kenterte. Das UDE-Team landete schließlich im Mittelfeld.

„Wir hatten sehr viel Spaß, haben viel gelernt, gute Kontakte geknüpft und werden sicher wieder hinfahren.“

Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel

Anmeldungen zur Betonkanu-Regatta

Die Institute Materialwissenschaften, Straßenbau, Massivbau und Baustatik werden in einer Zusammenarbeit an der 15ten deutschen Betonkanu-Regatta am 19. und 20. Juni 2015 teilnehmen. Bei einer Betonboot-Regatta treten berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen, Hochschulen und anderen Institutionen gegeneinander an. Die Aufgabe, die es zu lösen gilt, ist der Bau eines sochen Betonkanus und die anschließende Teilnahme an einem Rennen.

 

 

Interessierte Studenten, die bei dem Projekt mitarbeiten möchten, melden sich bitte bis zum 17. Oktober 2014 bei Tommy Mielke M.Sc. am Institut für Straßenbau an. Gerne könnt Ihr dort auch für weitere Fragen die den Ablauf betreffen vorbei schauen.

mehr zuAnmeldungen zur Betonkanu-Regatta

Forschung im Straßenbau

Forschungsprojekt: Innovatives Asphaltmischgut

Ziel des Forschingsvorhabens "Verknüpfung von Emissionsminderung und Ressourcenschonung durch innovatives Asphaltmischgut mit industriellen Nebenprodukten" ist der Nachweis, dass der Einsatz von Stahlwerksschlacke als Gesteinskörnung für Asphalte einen Beitrag zur Reduzierung des Energieeinsatzes (und damit einhergehend der CO2-Emissionen) durch Herabsenken der Herstellungstemperatur an der Mischanlage bei der Herstellung von Asphaltmischgut liefert. Gleichzeitig ergeben sich durch die niedrigeren Einbautemperaturen Entlastungen der beim Asphalteinbau Beschäftigten hinsichtlich Dämpfen und Aerosolen, die zunehmend kritischer gesehen werden.

Weiteres Ziel des Forschungsvorhabens ist der Nachweis, dass die Verwendung von Stahlwerksschlacke als Gesteinskörnung für Asphalte eine verbesserte Wärmestandfestigkeit in der Nutzungsphase ergibt. Die hierdurch verlängerte Lebensdauer führt zu vergrößerten Erhaltungsintervallen - alternativ kann die verbesserte Standfestigkeit für eine Reduzierung der Asphaltschichtdicken genutzt werden. Beide Strategien führen grundsätzlich zu geringerem Baustoffverbrauch, hinzu kommt die Schonung von hochwertigen Gesteinsressourcen durch die Verwendung industrieller Nebenprodukte.

Das Forschungsprojekt wird gemeinsam mit dem FEhS - Institut für Baustoff-Forschung in Duisburg bearbeitet.