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Oktober 2016

Sparkassenpreis für Dr. Danka Dittmer-Gobeljic

Die Sparkasse Duisburg zeichnet alljährlich die besten Abschlussarbeiten der Universität Duisburg-Essen mit einem Preis aus. In diesem Jahr wurden vier Promotionen und fünf Abschlussarbeiten geehrt. Danka Dittmer-Gobeljic hat mit ihrer Promotionsschrift zum Thema „Polar Microstructure and Nanoscale Electromechanical Behavior of Lead-Free Piezoelectric Ceramics“ die Jury überzeugt. In den Augen der Juroren hat sie eine brillante Leistung abgeliefert.

Frau Dr. Dittmer-Gobeljic hat sich in ihrer Dissertation mit lokaler Ordnung und Unordnung in einer speziellen Klasse von ferroelektrischen Werkstoffen beschäftigt. Diese „Relaxoren“ bieten für die Anwendung besonders große piezoelektrische Koeffizienten. Sie sind insbesondere für „Smart Material“-Anwendungen in adaptiven Systemen wichtig. Bisher waren die mikroskopischen Mechanismen, die zu dem besonders großen Koeffizienten führen, in großen Teilen unverstanden. Frau Dittmer-Gobeljic hat hierzu wichtige Beiträge aus der Analyse von Domänenbilder der Piezokraftmikroskopie auf der Nanoskala geliefert und ein besseres Verständnis ermöglicht.

Wir gratulieren ihr alle ganz herzlich zu dem Preis!

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Juni 2016

Gottschalk-Diederich-Baedeker-Preis für PD Dr. Shvartsman

Mit dem Gottschalk-Diederich-Baedeker-Preis im Jahr 2016 wurden die herausragenden Leistungen von unserem Mitarbeiter PD Dr. Vladimir V. Shvartsman gewürdigt, der an der Universität Duisburg-Essen lehrt und forscht. Der Festkörperphysiker ist ein international ausgewiesener Experte für die Rasterkraftmikroskopie.

Wir gratulieren ihm alle ganz herzlich zu dem Preis!

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Mai 2016

Best-Poster-Award für die elektrokalorischen Kühleffekte

Auf der wissenschaftlichen Tagung mit dem Titel "First International Symposium on Dielectric Materials and Applications" (ISyDMA'2016) in Kenitra (Marokko) konnte unser Mitarbeiter Mehmet Sanlialp mit seinem Beitrag zum Thema "Direct Measurements of the Electrocaloric Effect in Lead-free Ferroelectric Ceramics" punkten. Er erhielt vom Organisationskomitee der Konferenz die Auszeichnung für das beste Poster und konnte sich somit unter mehr als 200 Teilnehmern positiv hervorheben.

Wer Interesse hat, kann sich das Poster im Universitätsgebäude V15 ansehen. Es hängt im Schaukasten neben Herr Sanlialps Büro (V15 S05 D86).

Wir gratulieren ihm alle ganz herzlich zu dem Preis!

März 2016

Grüner Strom mit PeroBoost

Wissenschaftler/innen des Instituts für Materialwissenschaft und des Instituts für Nanstrukturtechnik der Universität Duisburg-Essen haben zusammen mit Projektpartnern des Department für Chemie der Universität Köln, des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme Gelsenkirchen und den Industriepartnern (AIXTRON SE, Eight 19 Deutschland GmbH, LUNOVO Integrated Laser Solution GmbH, SOLUXX GmbH, und ZOEK GmbH) das Projekt "PeroBoost" in Angriff genommen. Das Projekt wird durch den europäischen Fonds für regionale Entwicklung, im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs Neue Werkstoffe des Landes Nordrhein-Westfalen (EFRE.NRW) bis 2019 gefördert.

Unter dem Themenschwerpunkt "Neue Werkstoffe zur Unterstützung der Energiewende" werden bleifreie Absorbermaterialien auf Basis organisch-anorganischer Hybridperowskite entwickelt, die beim Einsatz in Perowskitsolarzellen zu konkurrenzfähigen Wirkungsgraden führen sollen. Es werden verschiedene Prozesstechnologie zur wirtschaftlichen Produktion von Zellen mit Lebensdauern von vielen Jahren entwickelt und optimiert.

September 2015

BMBF-Projekt "Thermostop" angelaufen

Die Wissenschaftler/innen des Instituts für Materialwissenschaft der Uni DuE und ein Projektpartner aus der Industrie haben nun ihre Kooperation zum Thema „Thermostop“ begonnen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell gefördert und soll bis 2018 laufen.

In diesem Projekt geht es darum, aus verschiedenen Nanopartikeln ein Komposit herzustellen, das als Wärmeisolation für Gebäude dienen soll. Dieses Material soll die Dämmeigenschaften handelsüblicher porenbasierter Wärmedämmungen besitzen (z.B. Glaswolle oder PU-Schaum) und gleichzeitig auch mechanisch belastbar sein.

Durch die geringe Größe der Nanopartikel enthält das Material viele Korngrenzen, an denen die Wärmeträger gestreut und teilweise reflektiert werden. So lässt sich der Wärmedurchgang minimieren und durch das dichte Gefüge die Festigkeit steigern.

August 2015

Forschung der kalorischen Kühleffekte geht in die 2. Runde

Das DFG-Forschungsprojekt SPP-1599-2 „Kalorische Effekte in ferroischen Materialien“ wurde bewilligt und im Rahmen des Projekts werden weitere drei Jahre auf diesem Gebiet geforscht. Im Rahmen des Projekts soll gezeigt werden, ob und wie effektiv die Kühleffekte in ferroischen Materialien sind.

Bereits in der ersten Phase des Projekts wurden erfolgreich zwei Messkammern hier am Institut entwickelt, mit denen einerseits isotherm und andererseits adiabatisch (ohne Wärmeaustausch mit der Umgebung) elektrokalorische Messungen durchgeführt werden können. In der zweiten Phase werden nun explizit interessante Materialsysteme mit hoher kalorischer Effektivität erforscht.

Das Kanuni-Team von links nach rechts. Oben: David Michiels, Antonio Gudelj, Azad Rikani, Rasime Baytemir, Tuba Temel, Elif Bozkurt, Chirkou Hasou, Elif Karakaya, Marko Rastegorac, Agit Kaidy, Marc Maier, Albert Arnhold, Sascha Sczyrba, Tommy Mielke, Marco Lukas, Axel Nowak, Lisa Haugrund, Nadine Lapaczyna, Giahn Miro, Delia Popal Unten: Teresa Steimel, Anne Gierth, Nicole Soblik, Rebekka Krogmeier

Juni 2015

Beton schwimmt?

Dies war mit Sicherheit die meistgestellte Frage, die den Studenten des Betonkanuteams der Universität Duisburg-Essen in den letzten Monaten gestellt wurde. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der 15ten Betonkau-Regatta vom 19.-20. Juni 2015 kann sie mit einem lauten „JA“ beantwortet werden.

Gestartet wurde das Projekt „Betonkanu 2015“ der Bauingenieure aus Essen unter der Leitung von Prof. Doru Lupascu vom Institut für Materialwissenschaften im September 2014. Die Verantwortung für das Team übernahmen daraufhin Tommy Mielke und Kevin Voges, die ein Team aus 24 Studenten rekrutierten.

Die Fragen, denen sich die Studenten stellen mussten, waren einfach: „Welche Form muss ein Betonkanu haben, damit es schwimmt?“ und „Wie muss der Beton zusammengesetzt sein, damit es hält?“ In den Jahren 2009 und 2011 hatte bereits ein Team der Universität Duisburg-Essen unter Leitung des Instituts für Massivbau mit Erfolg an Betonkanu-Regatten teilgenommen. Natürlich wurden dort die ersten Informationen eingeholt und dann konnte mit der Planung begonnen werden.

Nach einer längeren Planungsphase (wir sind im öffentlichen Dienst), dem anschließenden Bau der Schalung, dem Zusammenstellen einer Betonrezeptur, dem Betonieren, dem Ausschalen und dem Gestalten ging es im Juni zur Regatta nach Brandenburg an der Havel.

Dort erlebte das Betonkanu „Kanuni“ eine gelungene Jungfernfahrt unter tosendem Applaus der Zuschauer. Es nahm an insgesamt 4 Rennen teil, in denen es nicht einmal kenterte. Das UDE-Team landete schließlich im Mittelfeld.„Wir hatten sehr viel Spaß, haben viel gelernt, gute Kontakte geknüpft und werden sicher wieder hinfahren.“

März 2015

Kühlen mit dem Festkörper?

Auf diese Frage soll in näherer Zukunft eine Antwort gegeben werden, indem man sich sogenannte kalorische Effekte in festen Werkstoffen zunutze macht.

Unter dem kalorischen Effekt versteht man das Phänomen, dass sich ein Material erwärmt, wenn man es einem starken externen magnetischen/elektrischen/elastischen Feld aussetzt, und es sich abkühlt, wenn man das externe Feld wiederum entfernt. Da der Kühler sich im festen Zustand befindet, soll diese Technologie die Notwendigkeit für Kältemittel mit hohem Treibhauspotential komplett eliminieren. Mit den Eigenschaften leise und platzsparend Kühleffekte zu leisten, stehen diese Materialien mit kalorischen Effekten auch auf der Wunschliste von Herstellern für Computerchips.

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November 2014

Tisch gewinnt Designpreis Handwerk NRW

Der bereits zuvor vorgestellte Tisch aus ultrahochfestem Beton (UHPC), der von den beiden Studenten Niklas Markloff und Daniel Rauch aus dem Fachbereich "Industrial Design" der Folkwang Universität entworfen und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Materialwissenschaft der Uni DUE hergestellt wurde, ist im Januar auf der Messe „Designer Towers-Passagen 2014, Interior Design Week“ in Köln ausgestellt worden und fand sowohl hinsichtlich des Designs als auch des außergewöhnlichen innovativen Werkstoffs großes Interesse. Ende Oktober wurde der Tisch bei der Veranstaltung „DesignTalente Handwerk NRW 2014“ in der Handwerkskammer zu Köln mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

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Oktober 2014

Magnetische Ordnung in multiferroischen Nanopartikeln

Im einzigen Raumtemperatur-Multiferroikum BiFeO3 gibt es eine zykloidische Ordnung der magnetischen Momente. Gilt das auch in Nanopartikeln, deren Größe kleiner als die Helixlänge ist? Eine Antwort findet sich in einem jüngst in der Zeitschrift "Nano Letters" erschienenen Beitrag.
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Diese Arbeit ist im Rahmen einer CENIDE Zusammenarbeit zwischen der Materialwissenschaft der Abteilöung Bauwesen in Essen und der Arbeitsgruppe "Magnetische Nanostrukturen" in der Physik in Duisburg entstanden.

September 2014

15. Deutsche Betonkanu-Regatta

Die Institute Materialwissenschaften, Straßenbau, Massivbau und Baustatik werden in einer Zusammenarbeit an der 15ten deutschen Betonkanu-Regatta am 19. und 20. Juni 2015 teilnehmen. Bei einer Betonboot-Regatta treten berufsbildenden Schulen, Fachhochschulen, Hochschulen und anderen Institutionen gegeneinander an. Die Aufgabe, die es zu lösen gilt, ist der Bau eines sochen Betonkanus und die anschließende Teilnahme an einem Rennen. Masterstudenten des Bauingenieurwesens können sich diese Aktion zudem als Projektarbeit für 12 CP anrechnen lassen!

Interessierte Studenten, die bei dem Projekt mitarbeiten möchten, melden sich bitte bis zum 01. Dezember 2014 bei Tommy Mielke M.Sc. am Institut für Straßenbau (V15 S05 D81) an. Gerne könnt Ihr dort auch für weitere Fragen die den Ablauf betreffen vorbei schauen.

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Juni 2014

Designermöbel aus ultrahochfestem Beton

Im Rahmen einer Studienarbeit innerhalb des Fachbereichs Gestaltung, Industrial Design wurde von den Studenten Niklas Markloff und Daniel Rauch eine filigrane Tischplatte entworfen, die, aus asymmetrischen Querstreben bestehend, in einem Schritt betoniert werden sollte. Aufgrund der hohen Ansprüche an die Oberflächenbeschaffenheit und der zudem recht komplizierten Schalungskonstruktion wurden am Lehrstuhl für Materialwissenschaft zunächst verschiedene  Betonmischungen mit unterschiedlichem Größtkorn und sehr hohem Bindemittelanteil entworfen und auf ihre Eignung hin untersucht. Ziel der Arbeit sollte eine nahezu porenfreie Oberfläche und ein möglichst einheitlicher tief schwarzer Farbton des Betons sein.

Nach mehreren Testmischungen ist eine selbstverdichtende ultrahochfeste Betonrezeptur ohne gröbere Gesteinskörnung mit einem hohen Anteil an Ruß und Eisenoxid ausgewählt worden, die sich sowohl problemlos herstellen, als auch ausschalen ließ. Das Ergebnis ist eine satt schwarze porenfreie Oberfläche mit formgetreuen Kanten und Ecken, ohne jegliche Mikrorisse, wie sie bei derart dichte Betonen unter Umständen auftreten können. Der Tisch wurde im Januar auf der Messe „Designer Towers-Passagen 2014, Interior Design Week“ in Köln ausgestellt und fand sowohl hinsichtlich des Designs aber auch des außergewöhnlichen Werkstoffs großes Interesse.

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April 2014

Osterferienbetreuung

Im Rahmen der Osterferienbetreuung war die Kindergruppe der Uni Due bei uns zu Gast und hatte die Möglichkeit, einen Einblick in unser Betonlabor zu bekommen. Ausgestattet mit Kitteln, Schutzbrillen und Handschuhen gingen die kleinen Nachwuchsforscher ans Werk. Zunächst zeigten wir den Kindern eine Festigkeitsprüfung, bei der sie einen Einblick in die Stabilität von Beton bekommen konnten. Besonders beeindruckte sie, dass sich eine Betonprobe (15 cm Würfel) erst bei einem Gewicht von ca. 85 PKW zerstören lässt.

Danach durften alle selbst Hand anlegen, und in vorbereitete Herz-Formen frisch gemischten Beton einfüllen, nachdem Sie alle Bestandteile des Betons im Einzelnen vorher kennengelernt hatten. Jeder bekam zum Befüllen eine eigne Form. Nachdem wir die Beton-Herzen nach 24 Stunden aus der Schalung genommen haben, konnten die Kinder am nächsten Tag Ihre selbst hergestellten Herzen abholen. Die Herzen wurden sicher in Taschen verpackt und jedes Kind konnte seins mitnehmen.

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