Shida Bazyar
Kurzbiographie
Shida Bazyar wurde 1988 in Hermeskeil, Rheinland-Pfalz geboren. Sie studierte Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim und erhielt während der Studienzeit ein Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung. Nach dem Studium war Bazyar neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin außerdem als Bildungsreferentin für junge Menschen tätig.
Zunächst veröffentlichte sie lediglich Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien, woraufhin sie 2012 das Stipendium des Klagenfurter Literaturkurses erhielt. 2016 wurde Bazyars Debütroman Nachts ist es leise in Teheran bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht, welcher daraufhin mit mehreren Preisen ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Der Roman Drei Kameradinnen folgte im Frühjahr 2021 und war auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis nominiert.
Werkverzeichnis
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Romane
Nachts ist es leise in Teheran. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2016.
Drei Kameradinnen. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2021.
Auszeichnungen und Preise
| 2016 | Kulturförderpreis der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers für Nachts ist es leise in Teheran |
| 2016 | Ulla-Hahn-Autorenpreis für Nachts ist es leise in Teheran |
| 2016 | Bloggerpreis-fuer-literatur für Nachts ist es leise in Teheran |
| 2017 | Uwe-Johnson-Förderpreis für Nachts ist es leise in Teheran |
| 2019 | Nominierung für den dreisprachigen Euregio-Schüler-Literaturpreis für Nachts ist es leise in Teheran |
| 2021 | Longlist zum Deutschen Buchpreis mit Drei Kameradinnen |
| 2023 | Ernst-Toller-Preis |
Sekundärliteratur
Interviews
Rosen, Björn; Lippitz, Ulf: Deutsch-iranische Autorin im Interview. "In beiden Städten kann man schön pöbeln". In: Tagesspiegel, 16.03.2016.
"Rechter Terror hat Kontinuität". In: taz.de, 26.05.2021.
Schellbach, Miryam: Was lesen Sie?. In: Süddeutsche Zeitung, 09.09.2022.
„Wir sind hier“-Festival am Literaturhaus Frankfurt: Shida Bazyar über ihr Schreiben gegen Rassismus. In: swr2.de, 18.02.2022.
Forschungsliteratur
Binnert, Sandra: "Drei Kameradinnen" von Shida Bazyar. Intersektionalität als Analysekriterium? In: Convivium. Łódź 2024, S. 67-86.
Christensen, Anke; Schmidt, Maike: Leben in Heimat und Fremde. Iranisch-deutsche Familiengeschichte in Shida Bazyars Roman "Nachts ist es leise in Teheran" In: Gegenwartsroman. Hannover 2023, S. 55-58.
Coleman, Nicole: The Right to Difference: Interculturality and Human Rights in Contemporary German Literature. Michigan 2021.
Dąbrowska, Anna: Die Revolution aus der Sicht zweier Generationen im Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ (2018) von Shida Bazyar. In: Wolting, Monika; Wojcik, Paula; Ruf, Oliver (Hg.): Beiträge zu Literatur und Medien der Gegenwart. Wiesbaden 2022, S. 120-147.
Dąbrowska, Anna: Narrative der Islamischen Revolution im Iran anhand ausgewählter deutschsprachiger Romane (2010-2019). In: Beiträge zur Literatur und Medien der Gegenwart 2, Wiesbaden 2022, S. 235-257.
Ezil, Özkan: Narrative Reparaturen in Erich Maria Remarques "Drei Kameraden" (1938) und Shida Bazyars "Drei Kameradinnen" (2011). In: Literarische Reparaturen. Wien 2024, S. 61-87.
Ezil, Özkan: The sociability of narrative. Freedom, vulnerability, and mediation in the intercultural novel. In: New German Critique, 50(150), 2023, S. 51-60.
von Hagen, Kirsten: Fluchtlinien. Neue literarische Texte aus Deutschland und Frankreich. In: Zeithistorische Forschungen. Studies in Contemporary History 15 (2018), 3, S. 540-558.
Hessel, Lynn: Zur Identität der Figuren in „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar. Norderstedt 2018.
El Hissy, Maha: Literarisches Schreiben post Hanau. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur. 48 (2023), 2, S. 398-441.
Kofer, Martina: Transformations of Gender Identities and Roles in Novels of Flight and Exile by Olga Grjasnowa and Shida Bazyar. In: Annali die Ca’Foscari. Serie occidentale 54 (2020), S. 201-219.
Kofer, Martina: "Decolonialize your mind". Narrative Entmachtungsstrategien von "race" und "whiteness" in Mithu Sanyals "Identitti" und Shida Bazyars "Drei Kameradinnen". In: Convivium. Łódź 2024, S. 41-65.
Morgan, Bethany: The Counter-Discourses of Fictional and Autofictional Contemporary German Refugee Narratives: The Slow Violence of Postponement. In: Arts & Sciences Electronic Theses and Dissertations. St. Louis 2021.
Ostholt, Nina M. G.: Freundschaft als Schutz. Leben zwischen Integration und Rassismus in Shida Bazyars Drei Kameradinnen. Berlin 2023.
Raschke, Eva: Unzuverlässiges Erzählen als Authentizitätsnachweis in einer unerfassbaren Welt: Beobachtungen zu Shida Bazyars Drei Kameradinnen. In: Diyalog Interkulturelle Zeitschrift für Germanistik 9 (2021), 2, S. 492-505.
Schlicht, Corinna: Erschöpfte Wut und wütende Schöpfung: Identitätsproblematik in zeitgenössischen Romanen von Dilek Güngör, Shida Bazyar und Mithu Sanyal. In: Denise Dumschat-Rehfeldt/Julia Ingold/Simone Ketterl u. a. (Hg.): Literatur am Ende. Putting *Schöpfung* in *Erschöpfung*. Marburg: Büchner 2024. S. 31-42.
Schlicht, Corinna (Hg.): "Bleibt beieinander." Zu den Romanen Shida Bazyars. Essen 2025.
Schmidt, Maike: "Aus dem Fremdsein allein entsteht kein guter Text". Ästhetische Verfahren der aktuellen Migrationsliteratur. In: Tendenzen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Berlin 2018, S. 133-155.
Schwarz, Miriam: Relational epistemologies. Friendship and reading in Shida Bazyar‘s Drei Kameradinnen. In: Forum for modern language studies. 60 (2024), 2, S. 219-237.
Twellmann, Marcus: Anrufung des Hegemon. Zur Funktion der narrativen Apostrophe in Shida Bazyars "Drei Kameradinnen". In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 98(3), 2024, S. 447-465.
Weidner, Daniel: "Weißt Du, wer Du bist?" Zur Politik kultureller Differenz in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In: Weimarer Beiträge, 70(3), 2024, S. 439-457.
Windsor, Tara: Epistolary interventions, epistemic insurrections. Creative writers, open letters, and solidarity with the "Womxn, Live, Freedom" movement in contemporary postmigrant Germany. In: Rewriting Identities in Contemporary Germany. Rochester/New York 2024, S. 209-240.
