ERI, ERI-KJ: Ressourcen - Inventare als Selbsteinschätzung

ERI Essener Resourcen - Inventar

ERI-KJ Essener Resourcen - Inventar für Kinder und Jugendliche

Hintergrund und Beschreibung:

Was hilft Menschen, um gesund zu bleiben? Was hilft Menschen, um chronische Belastungen, kritische Lebensereignisse und / oder traumatische Ereignisse zu bewältigen? Ein Beispiel: Zwei Personen, die nahezu den gleichen Verkehrsunfall als Fahrer erleben, können dieses potentiell traumatische Ereignis auf ganz verschiedene Weise verarbeiten und bewältigen. Der eine Fahrer kann schon nach wenigen Tagen angstfrei wieder Auto fahren, dagegen schafft der andere Fahrer es auch nach Jahrzehnten nicht, sich wieder ans Steuer zu setzen. Welche Faktoren haben einen Einfluss darauf, dass der eine Fahrer schnell wieder geheilt ist und der andere nicht? Mit anderen Worten, welche Faktoren sind gesundheitsfördernd? In der empirischen Literatur finden sich sehr unterschiedliche Antworten auf diese Frage.  Mögliche Faktoren sind etwa genetische Dispositionen, Personenvariablen, Lernerfahrungen, soziale Unterstützungssysteme, kulturelle Werte und Normen etc. Als kulturübergreifend positive Einflussfaktoren auf die körperliche und psychische Gesundheit haben sich v.a. personale und soziale Ressourcen erwiesen. Im Sinne der Konsistenztheorie von Klaus Grawe (2004) stellt die Ressourcenaktivierung bei Psychotherapiepatienten ein zentrales Element einer erfolgreichen Behandlung dar. Daher ist die Messung vorhandener bzw. nicht vorhandener Ressourcen für die Therapieplanung unabdingbar.

Mit dem Essener Ressourcen-Inventar (ERI) bzw. dem Essener Ressourcen-Inventar für Kinder und Jugendliche (ERI-KJ) wird eine breite und differenzierte Diagnostik der Ressourcenausstattung einer Person ermöglicht. Beide Ressourcen-Inventare sind als theorieübergreifende Messinstrumente konzipiert, welche die Ressourcenausstattung der Befragten in drei Bereichen messen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf personalen Ressourcen, die als überdauernde und zentrale Merkmale der Persönlichkeit betrachtet werden. Das Verhalten und Erleben des Menschen werden auch durch situative Faktoren bzw. situative Kräfte beeinflusst. Im ERI und im ERI-KJ werden daher neben personalen Ressourcen auch soziale und strukturelle Ressourcen erhoben. Es wird davon ausgegangen, dass alle drei Dimensionen miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen können. Im Einzelnen handelt es sich um die folgenden Ressourcenbereiche:

  1. Personale Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeit, Selbstakzeptanz, Sinnhaftigkeit, Offenheit/Flexibilität, positiver Umgang mit Kränkungen, Naturverbundenheit)
  2. Soziale Ressourcen (z.B. Positive soziale Bindungen, Praktische Unterstützung)
  3. Strukturelle Ressourcen (z.B. Finanzielle Sicherheit, Förderung durch die Umwelt)

Im ERI sollen die Befragten ihre Ressourcenausstattung zu zwei verschiedenen Zeitpunkten einschätzen; in einer Version bezogen auf die letzten vier Wochen und in einer zweiten Version bezogen auf die letzten vier Wochen und die letzten drei Jahren. Für ERI-KJ liegt die Vier-Wochen Version vor.

Die Fragebögen sind in allen Bevölkerungsgruppen anwendbar und können in den Bereichen Prävention und Förderung, Beratung sowie Psychotherapie genutzt werden.

Der komplette Fragebogen für Erwachsene ab 18 Jahren (ERI) und der Fragebogen für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren (ERI-KJ) stehen als Selbsteinschätzung mit einer Beschreibung für Sie kostenlos auf dieser Seite zum Download bereit. Die Dateien liegen in verschiedenen Sprachen im PDF Format vor.

Fragen:

Bei Fragen zur Itemzuordnung, der SPSS-Maske und der SPSS-Syntax für das ERI können Sie sich gerne an Herrn PD Dr. Dipl. Psych. Sefik Tagay wenden:
Tel.: +49 (0) 201 / 7227 - 326
sefik.tagay@uni-due.de

Download

deutsch ERI - deutsch für Erwachsene ab 18 Jahren

ERI - KJ - deutsch für Kinder und Jugendliche von 12 - 17 Jahren

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