Fragen und Antworten Wann kann ich eine SozAP-Beratung in Anspruch nehmen?

Allen Beschäftigten der UDE steht das Beratungsangebot der SozAP zur Verfügung, unabhängig von Dienstalter, -rang und Statusgruppe. Als Beschäftigte der Universität haben Sie Anspruch auf eine SozAP-Beratung, wenn ein Problem Sie beschäftigt und vielleicht auch während der Arbeitszeit sehr in Anspruch nimmt. Auch wenn Sie etwas belastet, das Sie nicht mit Ihrer Familie und schon gar nicht mit Ihren unmittelbaren Kolleginnen und Kollegen besprechen können oder möchten, kann ein:e SozAP Ihnen zuhören und gemeinsam mit Ihnen versuchen, einen Lösungsweg zu finden.

Und wenn mein Problem nicht in einem einzigen Beratungsgespräch zu lösen ist?

Eine SozAP-Beratung kann keine Therapie oder ein sonstiges langfristiges Instrument zur Problembehebung ersetzen. Es gilt als Faustregel, dass nach bis zu ca. fünf Beratungsterminen entweder ein weiterreichendes Hilfsangebot gefunden wurde oder aber der Weg zur Lösung des Problems von Ihnen alleine weitergegangen werden kann. Oft können aber schon die ersten Gespräche helfen, dass Sie für sich selbst mehr Klarheit über Ihre Situation erlangen.

 

Kann ich mich auch anonym an einen SozAP wenden?

Sie können sich auch anonym an eine:n SozAP wenden, wenn Ihre Sorge um Verschwiegenheit sehr groß ist, zum Beispiel mit einem Telefonat oder einer Mail. Allerdings baut die SozAP-Beratung gerade auf dem persönlichen Gegenüber und dem daraus entstehenden Vertrauensverhältnis zwischen beratender und ratsuchender Person auf. Dabei sind wir niemandem Rechenschaft schuldig über unsere Beratungen – nicht dem/der Vorgesetzten, dem Arbeitgeber UDE oder aber dem Ministerium. Wir sind im Gegenteil zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet, von der nur Sie selber uns entbinden können.

 

Was kann ich von einer SozAP-Beratung erwarten? Was ist zum Beispiel der Unterschied zu einer offenen Beratungsstelle oder auch zum Personalrat?

Eine Beratung durch uns kann ein erster Schritt sein, sich einem Problem zu stellen, das Sie schon länger beschäftigt.

Wir SozAP werden dazu ausgebildet, Ihnen zunächst aktiv zuzuhören und vielleicht auch Fragen zu stellen, die das Problem für Sie noch klarer erkennbar machen. Gemeinsam mit Ihnen können wir einen Weg zur Lösung des Problems suchen und Sie bei den ersten Schritten auf diesem Weg begleiten.

Dennoch sind wir keine Psycholog:innen, sondern eher geschulte Kolleg:innen. Aufgrund unserer Ausbildung sind wir in der Lage, Probleme zu erkennen und Wege zur Selbsthilfe aufzuzeigen oder aber Ihnen entsprechende Hilfsangebote zu benennen.

Im Gegensatz zu den Personalräten haben wir SozAP an der Universität nicht die Rolle des institutionellen Fürsprechers/der institutionellen Fürsprecherin der Beschäftigten, sondern beraten Sie auf der persönlichen Ebene.

Offene Beratungsstellen sind wichtige Einrichtungen, oft spezialisiert auf bestimmte Zielgruppen oder Problemlagen. Diese Beratungsangebote sind aber im Gegensatz zu uns SozAP nicht Teil der Universitätsstruktur, d. h. sie sind nicht grundsätzlich vertraut mit der speziellen Arbeits- und Beschäftigtenstruktur einer Universität.

Man könnte sagen, wir SozAP sind spezialisiert auf Sie als unsere Zielgruppe mit einem breiten Spektrum an Problemlagen. Sollte Ihr Anliegen einer weiteren, vertieften Beratung oder auch zusätzlichen arbeitsrechtlichen Handlungen bedürfen, so kann der Gang zum Personalrat oder zu einer der offenen Beratungsstellen eine mögliche Konsequenz aus einer SozAP-Beratung sein. 

 

Findet die Beratung immer innerhalb der Dienstzeit und am Campus statt?

Zeitpunkt und Ort der Beratung legen Sie gemeinsam mit Ihrer/m SozAP fest. In der Regel sollte ein Gespräch in der Umgebung des Campus während der Dienstzeit stattfinden. Da es aber gute Gründe geben kann, von dieser Regel abzuweichen (etwa eine akute Krise oder auch die Sorge um Anonymität), ist auch ein Gesprächstermin außerhalb, z. B. am Abend in einem Café möglich.

 

Muss es sich um ein eigenes Problem handeln oder kann ich auch eine Beratung in Anspruch nehmen, wenn ich mir Sorgen um jemand anderes mache?

Sie können eine Beratung selbstverständlich auch in Anspruch nehmen, wenn Sie durch persönliche Nähe zu einer anderen Person von deren Problem betroffen sind. Bei vielen Problemlagen ist neben den direkt Betroffenen oft auch das nahe Umfeld erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Die Beratung wird allerdings immer für diejenige Person erfolgen, die sich an uns SozAP wendet. Eine stellvertretende Beratung für Dritte kann dagegen nur erste Hinweise enthalten, bis auch hier ein persönliches Gespräch erfolgt.

Ein Prinzip der SozAP-Beratung ist, dass Sie sich eigenständig an uns wenden, wenn Sie Hilfe oder Unterstützung brauchen. Wir werden in der Regel nicht von Dritten zu Ihnen gesendet, um ein vermeintliches Problem bei Ihnen anzusprechen, sondern von Ihnen selbst gerufen.

 

Gibt es eine zentrale SozAP-Telefonnummer?

Eine zentrale SozAP-Telefonnummer gibt es nicht, aber eine zentrale SozAP-Mailadresse (sozap@uni-due.de). Telefonisch können Sie sich direkt an die gewünschte Ansprechperson wenden; Name und die jeweilige Telefonnummer finden Sie unter dem Link „Ihre SozAp – Ansprechpartner:innen" auf dieser Seite oder auf unserem SozAP-Flyer.

 

Muss ich damit rechnen, dass meine Daten an Dritte, z.B. meine Vorgesetzten weitergegeben werden? Was sind die Rechtsgrundlagen der Beratung?

Wir SozAP sind niemandem Rechenschaft schuldig über unsere Beratungen, nicht unseren Vorgesetzten, dem Arbeitgeber UDE oder aber dem Ministerium. Wir sind im Gegenteil per Verwaltungsvorschrift der UDE und unter Bezug auf den Erlass des Innenministeriums von 2016 (Erlass zur Neukonzeption der Tätigkeit der Sozialen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner (SAP)) zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet, von der nur Sie selbst uns entbinden können. Dieser Erlass bildet die Rechtsgrundlage unserer Tätigkeit als SozAP.

 

Ist ein bestimmter/eine bestimmte SozAP für mich „zuständig" oder kann ich mir die Person aussuchen, mit der ich spreche?

Unabhängig von Ihrem jeweiligen Dienstgrad oder der Zuordnung zur Verwaltung oder Wissenschaft ist jede:r SozAP an der UDE eine mögliche Ansprechperson für Sie. Bei der Auswahl von uns SozAP wurde Wert darauf gelegt, ein möglichst breites, diverses Spektrum an Kolleg:innen, Arbeitsbereichen und -orten für die Ratsuchenden zu repräsentieren. Leider erfüllt der aktuelle Personalstand diese Wahl-Kriterien nicht mehr. Einen Hinderungsgrund für eine professionelle beratende Begleitung stellt dies mit Blick auf unsere breitgefächerte Zusatz-Ausbildung und unsere langjährigen Erfahrungen als Mitarbeiterinnen der UDE nicht dar. Gern können Sie die von Ihnen gewünschte Ansprechperson direkt kontaktieren oder sich an unsere allgemeine Mail-Adresse wenden. Kontaktdaten finden Sie unter „Ihre SozAp“ oder „Kontakt“.

 

Werden die SozAP für ihre Arbeit bezahlt oder ist es ein Ehrenamt?

Die Funktion der/des SozAP ist eine freiwillige Tätigkeit an der Hochschule, die während der Arbeitszeit ausgeübt wird - bis zu 10 % der Arbeitszeit können für Beratungen genutzt werden. Für die Auswahl hatte die Universität ein Verfahren mit einer Psychologin etabliert. Die Kandidatinnen und Kandidaten, die das Verfahren erfolgreich durchliefen, wurden für ca. anderthalb Jahre neben der regulären Arbeitstätigkeit geschult und schließlich von der Hochschule für die Tätigkeit bestellt.

 

Bei welchen Themen kann mir ein:e SozAP helfen?

Wir SozAP wurden sorgfältig ausgewählt nach unserer grundsätzlichen Fähigkeit zur Empathie/zum Einfühlungsvermögen und unserer Lebenserfahrung. Das bedeutet, dass wir bereits viel Verständnis und Erfahrung mit Alltagsproblemen in unsere Ausbildung als SozAP mitgebracht haben. Wir wurden umfänglich geschult und erhielten Einblicke in folgende Themenbereiche:

  • Angststörungen
  • Depression
  • Dienstliche Belastungssituationen (u.a. Mobbing, sexuelle Belästigung, Burn out)
  • Familiäre Belastungen
  • Psychische Störungen / Beeinträchtigungen
  • Sucht
  • Suizid
  • Trauerverarbeitung / Trauerbegleitung
  • Trauma / Tod / lebensbedrohliche Erkrankungen
  • Verschuldung
  • Wiedereingliederung
  • Zwangsstörungen

 

Wie läuft ein SozAP-Beratungsgespräch ab?

Sie rufen uns an oder senden eine E-Mail, so dass wir einen ersten Termin vereinbaren können. Das Gespräch findet (ebenso wie mögliche weitere) in einem geschützten Raum vornehmlich am Campus Essen statt, im gegebenen Einzelfall auch außerhalb an einem gemeinsam abzustimmenden Ort.

Für das Gespräch steht ein Zeitfenster von ungefähr einer Stunde zur Verfügung. Sie schildern uns Ihr Anliegen, wir hören Ihnen zu und stellen vielleicht auch gezielte Fragen zur weiteren Klärung. In dieser ersten Stunde skizzieren wir in der Regel Ihr Thema gemeinsam und stellen Schwerpunkte zusammen, um dann bei einem oder auch mehreren folgenden Terminen vertieft die einzelnen Aspekte Ihres Anliegens zu betrachten, so Sie dies wünschen und als förderlich erachten.

Etwa fünf gemeinsame Gespräche sind maximal für eine Anfrage bzw. ein Anliegen angedacht. Für den einen oder die andere vermag schon ein erstes Treffen hilfreiche Unterstützung genug sein und „neue“ Blickwinkel eröffnen, die Erleichterung für die als belastend empfundene Situation verschaffen. Werden weitere Treffen erbeten und sollte sich in deren Verlauf ein gesonderter Bedarf ergeben, können ggf. weitere spezialisierte Hilfs- oder Beratungsangebote von anderen Fachkräften oder -diensten zum Tragen kommen.

Unser Ziel ist es, Sie in Ihrer belastenden Situation zu begleiten und zu unterstützen und gemeinsam mit Ihnen passende Lösungen für Ihre persönlichen oder sozialen Problemstellungen zu finden. Unser Leitgedanke lautet dabei: „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Bitte bedenken Sie: Wir SozAP sind keine Psycholog:innen, vielmehr „kompetente Lai:innen“ und als Kolleg:innen an Ihrer Seite. Unsere Tätigkeit ist keine therapeutische und kann eine solche nicht ersetzen. Gern helfen wir Ihnen im Bedarfsfall dabei, geeignete spezialisierte Unterstützungs- und Beratungsangebote zu finden.

 

Ist Ihre Frage nicht dabei gewesen?

Gern können Sie sich für weitere Details an uns wenden, ob per Mail an unser gemeinsames Postfach sozap@uni-due.de oder auch mit unseren direkten Kontaktdaten unter „Ihre SozAp“ oder „Kontakt“. Wir freuen uns auf Sie!