Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen

Erfolgreiches Institut hat Geburtstag

20 Jahre Arbeit in den Stadtteilen

[17.10.2005] Seit 20 Jahren ist sie vertraglich festgeschrieben: die Kooperation der Stadt Essen und der Universität Duisburg-Essen bei der Entwicklung und Erprobung von Ansätzen Stadtteilbezogener Sozialer Arbeit. ISSAB – Institut für Stadtteilbezogene Soziale Arbeit und Beratung – heißt die mittlerweile bundesweit bekannte Einrichtung, deren Geburtstag die Stadt und die Uni am Montag, 17. Oktober, 11 Uhr, im Senatssitzungs-saal auf dem Essener Campus mit einem kleinen Empfang feiern.

Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit in Forschung und Praxis sind die Unterstützung und Entwicklung von bürgergetragenen Selbsthilfe-strukturen in Essener Wohnquartieren, die Entwicklung von Konzepten und Strategien kommunaler Sozialpolitik sowie die ständige Verbesse-rung der wissenschaftlichen und praktischen Ausbildung von Studie-renden im Studiengang „Soziale Arbeit“.

Aus dem Arbeitsansatz hat sich in den vergangenen Jahren ein heraus-ragendes, kommunales Instrument integrierter Stadt(teil)entwicklung gebildet. Es dient mittlerweile als Vorbild für zahlreiche deutschspra-chige Städte, etwa Berlin, Frankfurt/Oder, Hannover, Zürich oder Graz. Zahlreiche Akteure in den Stadtteilen, von einzelnen Bewohnergruppen bis zu den Schulen, Kirchen, Vereinen, Wohnungseigentümern und anderen lokalen Institutionen wie Unternehmen werden angeregt, sich aktiv in die Stadtteilentwicklung einzubringen – und zwar immer in enger Kooperation mit allen Ressorts in Verwaltung und Politik.

Der Vertrag wird bis heute in engagierter Zusammenarbeit von beiden Seiten mit guten Ideen und oft mit herausragenden Ergebnissen ge-füllt. Gestützt auf Einzelprojektverträge mit der Arbeiterwohlfahrt, dem Diakoniewerk, dem Sozialdienst Katholischer Frauen und der Evangeli-schern Kirche sind zahlreiche Aktivitäten in Katernberg, Altendorf, Bergmannsfeld/Hörsterfeld und Überruhr-Holthausen initiiert worden. Mit dieser Arbeit konnten die Lebenslage der Wohnbevölkerung verbes-sert und die soziale wie infrastrukturellen Entwicklung der Stadtteile gefördert werden. Diese Art der dauerhaften und erfolgreichen Koope-ration zwischen einer Stadt und einer Universität ist in Deutschland ohne Beispiel und findet in Fachkreisen seit Jahren große Aufmerksam-keit.

Redaktion: Monika R?gge, Tel.: (0201) 183?2085

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