Hier finden Sie vielfältige Informationen zur Lehrform des E-Learning:
1. Einführung: Gender & E-Learning
E-Learning bezeichnet Formen des Lernens, in denen digitale Medien für die
- Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur
- Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation
eingesetzt werden (Definition des Lehrstuhls für Mediendidaktik und Wissensmanagement der UDE).
Beim Blick auf die europäische Hochschullandschaft fällt auf, dass E-Learning Angebote vielfältig vertreten sind. Der Anteil von E-Learning am Lehrangebot nimmt stetig zu, damit ist jedoch die Gefahr verbunden, bestimmte NutzerInnen-Gruppen von Bildungschancen auszuschließen. Unterschiede im Umgang mit dem Computer und der Nutzung des Internets zwischen Generationen, Bildungskulturen und Geschlechtern sind empirisch belegt.
Das Forschungsfeld um die Berücksichtigung von Genderaspekten im Bereich E-Learning ist noch relativ jung. Das Begleitforschungsprojekt „Gender Mainstreaming medial“ im Programm Neue Medien in der Bildung (NMB) entwickelte unter anderem Kriterien für Gender Mainstreaming (GM) in e-Learning-Angeboten. Die folgenden 10 Gender-Mainstreaming-Regeln bei der Gestaltung von digitalen Lernmodulen reflektieren die ersten Ergebnisse der Untersuchung. Sie sind einem Papier von Heike Wiesner et al. (2004) des Begleitforschungsprojektes GM medial entnommen.
2. Weiterbildung
Die zunehmende Verbreitung neuer Medien in der Hochschullehre erfordert den Aufbau neuer Kompetenzen im Bereich der Online-Betreuung. Tutorielle Betreuung ist an Universitäten nicht mehr allein auf die Präsenzlehre beschränkt, sondern der Blick muss ausgeweitet werden auf neue Möglichkeiten der Online-Betreuung.
Der Kompetenzbereich Studium und Lehre des Zentrums für Hochschul- und Qualitätsentwicklung (ZfH) bietet Lehrenden aller Fachbereiche, Tutor/innen und Studierenden Weiterbildungsangebote zum Thema Mediendidaktik.
Kontakt: Julia Liebscher
3. Umsetzungsbeispiel Gender & E-Learning
Nicole Engelhardt zeigt auf, wie sich Genderaspekte in der mediengestützten Lehrpraxis umsetzen lassen: "Gendergerechtes E-Learning: Was bedeutet das?" formuliert. Angewendet in der eigenen Lehrpraxis wurden sie im Seminar "Gender & E-Tutoring".
Eine Beschreibung und Reflexion der Veranstaltung finden Sie in dem 2009 erschienenen Aufsatz "Gender and E-Tutoring - A Concept for Gender Sensitive E-Tutor Training Programs" von Prof. Michael Kerres, Tanja Adamus, Nicole Engelhardt und Barbara Getto: http://elib.suub.uni-bremen.de/ip/docs/00010425.pdf
4. Weiterführende Literatur
- Nicole Engelhardt hat eine Literaturliste zusammengestellt, die speziell Arbeiten mit dem Aspekt Gender im elektronisch gestützten Lernen enthält. Neben Input in Papierform finden Sie dort auch Links zu Podcasts und Videoaufzeichnungen zum Thema Gender-Mainstreaming und Hochschule.
- Das BMBF beauftragte 2002 im Programm "Neue Medien in der Bildung – Förderbereich Hochschule“ ca. 100 Verbundprojekte mit der Entwicklung digitaler Medien für die Unterstützung von Lehre und Lernen. Im Rahmen dieses Programms wurde auch das Begleitprojekt „Gender Mainstreaming medial“ gefördert. Den Abschlussbericht können Sie unter folgenden Links beziehen: Teil 1 und Teil 2
