Modul 3.1: Überblick über die Arbeitsfelder der sozialen Arbeit (alte PO: Modul 2.1)

In dieser Vorlesung gewinnen die TeilnehmerInnen einen Überblick über Berufsfelder der Sozialen Arbeit.

Zu den einzelnen Berufsfeldern werden Praktiker aus verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit eingeladen, die den TeilnehmerInnen Einblicke in die Praxis geben, als auch Aufgaben, Ziele, Inhalte, Methoden, Strukturen und Konzeptionen verdeutlichen.

Darüber hinaus können die TeilnehmerInnen über den Austausch mit dem Praktiker ihre Vorstellung vom zukünftigen Berufsfeld überprüfen und ihr Wissen über berufliche Sozialisation und die erforderlichen Kompetenzen in der Berufsrolle erweitern.

Die TeilnehmerInnen lernen die Arbeitsmarktsituation kennen, erfahren Kontaktadressen für spätere Praktika und erhalten Anhaltspunkte für die weitere Planung der eigenen Studien- und Praxisgestaltung.

Die Praktiker stehen den TeilnehmerInnen in der Veranstaltung für Fragen zur Verfügung.

Modul 3.2: Begleitveranstaltung Praktikum I (alte PO: Modul 4.1)

Im Praktikum 1 erwerben die Studierenden Kenntnisse über die Lebenslagen potenzieller Zielgruppen, formelle und informelle Hilfesysteme sowie Strukturen in sozialen Räumen. Die Begleitveranstaltung dient der Vorbereitung, Begleitung und Auswertung dieses Praktikums. Konkrete Hilfestellungen erfahren die Studierenden hier bei der Formulierung ihrer Erkungungsfrage, beim Erstellen ihres Arbeitsplanes sowie bei der Auswertung ihres Praktikums in Form einer Dokumentation. Praktikumsbegleitend können in der Veranstaltung aktuelle Erfolge und Schwierigkeiten in der Durchführung der Felderkundung thematisiert und diskutiert werden. Die Begleitveranstaltung wird in Gruppen durchgeführt, die 2 SWS sind in mehreren Blöcken gebündelt. Wichtig: Eine Infoveranstaltung zum Praktikum I findet gegen Mitte der Vorlesungszeit des 1. Fachsemesters statt.

Die Teilnahme an der Begleitveranstaltung kann nur erfolgen, wenn das Praktikum zuvor in dem in der Infoveranstaltung und durch Aushang angekündigten Verfahren angemeldet wurde.

Die Begleitveranstaltung ist vor Beginn des Praktikums zu besuchen und erstreckt sich über die Vorlesungs- und vorlesungsfreie Zeit.

Hier geht es zur Seite des Praktikums im Studiengang Soziale Arbeit.

MODUL 11.3 (alte PO: Modul 10.3)

Veranstaltungen von Herrn Frast

Systematische Gefährdungseinschätzung von Kindeswohlgefährdungen im Sinne des § 8a SGB VIII

Das Thema „Kindeswohlgefährdung“ ist ein brisantes Thema in der Sozialen Arbeit. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung gewinnt das Thema Kinderschutz zunehmend an Bedeutung.

Um eine qualifizierte Einschätzung über mögliche Gefährdungshinweise durchführen zu können, bedarf es einer qualifizierter und professionellen Herangehensweise.

Die TeilnehmerInnen dieser Übung erhalten Informationen zur Arbeit und zum Aufgabengebiet des Allgemeinen Sozialen Dienstes, am Beispiel des Jugendamtes Essen.

Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis werden die TN den Ablauf und den Prozess einer qualifizierten und systematischen Gefährdungseinschätzung gem. § 8a SGB VIII kennenlernen und selbständig durchführen.

Dabei soll neben der Methodik der systematischen Gefährdungseinschätzung auch im Rahmen von Rollenspielen und Arbeiten mit Materialien der Dialog zum Thema Kindeswohl gefördert werden.

 

Klientenorientierte Gesprächsführung im Rahmen der zielgerichteten Hilfeplanung gemäß § 36 SGB VIII in der Jugendhilfe

Das Hilfeplanverfahren gem. § 36 SGB VIII dient der Installation, Steuerung und Überprüfung von Hilfen zur Erziehung gem. § 27 ff. SGB VIII. Es soll in erster Linie Familien in ihrem Erziehungsverhalten stärken.

Diese Veranstaltung soll die TeilnehmerInnen auf die Anforderungen der Berufspraxis vorbereiten.

Insbesondere werden die TN darauf vorbereitet Hilfeprozesse klienten- und zielorientiert zu führen, einzuleiten und weiter zu entwickeln.

In der Übung erhalten die TN Informationen zur Arbeit und zum Aufgabengebiet des Allgemeinen Sozialen Dienstes, am Beispiel des Jugendamtes Essen.

 

Die Sozialpädagogische Diagnostik im Jugendamt Essen - Fälle verstehen und Entscheidungen treffen

Die Sozialpädagogische Falldiagnostik dient der qualifizierten und systematischen Annäherung an Familiensysteme.

In dieser Übung erhalten die TN Informationen zur Arbeit und zum Aufgabengebiet des Allgemeinen Sozialen Dienstes, am Beispiel des Jugendamtes Essen.

Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis werden die TN den Ablauf und Prozess der Hilfeplanung gem. § 36 SGB VIII kennenlernen und durch praktische Anteile einüben.

 Dabei kommen Methoden wie Gruppenarbeit, Rollenspiele, sozialpädagogisches Fallverstehen/kollegiale Fallberatung und die Arbeit mit den Materialien Genogramm, Netzwerkkarte, Ressourcenkarte, Hilfeplan etc. zum Einsatz.

 

Veranstaltung von Frau Sadowski

Interkulturelle Kompetenz in der Sozialen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF)

Interkulturelle Kompetenzen gewinnen im Zuge der Globalisierung sowie der vielfältigen Migrationsbewegungen zunehmend an Bedeutung. Dies wurde durch die verstärkte Zuwanderung geflüchteter Menschen in den vergangenen Jahren sowie durch die sich anschließenden Integrationsdebatten besonders deutlich.

Immer häufiger befinden sich unter den Menschen mit Fluchtgeschichte auch Minderjährige, die ohne die Begleitung von Personensorgeberechtigten nach Deutschland einreisen. Die besonders vulnerable Zielgruppe der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) stellt nicht nur die Kinder- und Jugendhilfe, sondern auch weitere Institutionen in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Wohnen, berufliche Qualifizierung und Beratung vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig bietet die konstruktive Auseinandersetzung mit der veränderten Ausgangslage die Möglichkeit, neue Entwicklungsprozesse anzustoßen.

Ziel des Seminars ist es, sich über die Zielgruppe der UMF einem grundlegenden Verständnis interkultureller Kompetenzen anzunähern und das erlernte Fachwissen im Zuge von praktischen Übungen zu erproben. Über die eigenständige Durchführung von kürzeren Übungsabschnitten soll die Fähigkeit erlangt werden, interkulturelle Kompetenzen an Dritte zu vermitteln.

Im Zuge des Methodentrainings sollen folgende Inhalte u.a. Berücksichtigung finden: Kulturkonzepte/-dimensionen, Sprache und Kommunikation, Rollenbilder, Identitätsentwicklung im Zuge der Migration, Erziehung im kulturellen Kontext, Umgang mit Vorurteilen und rechten Parolen.

Die Bereitschaft zur reflexiven Auseinandersetzung mit der eigenen Grundhaltung sowie die Teilnahme an praktischen Übungen bilden die Voraussetzung zur Teilnahme an der Veranstaltung.

Modul 14.A: Theorie-Praxis-Projekt: Sozialverwaltung (alte PO: Modul 14.1b)

Soziale Arbeit findet in vielfältigen Arbeitsfeldern und Kontexten statt.  Die Sozialverwaltung ist hierbei zentraler (Ausgangs-) Punkt für die Realisierung sozialer Hilfe- und Unterstützungsmaßnahmen. Die Sozialverwaltung hat die Rolle des Geldgebers, des Organisators von Hilfen, der Aufsicht über Qualität und Wirtschaftlichkeit.

Um kompetent und professionell agieren zu können, ist es hilfreich mit Grundlagen, Strukturen und Arbeitsweisen der Verwaltungen auch schon im Studium vertraut zu werden.

Das Theorie-Praxis-Projekt bereitet die Studierenden speziell auf verwaltungsbezogene Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit vor. Die Studierenden erlernen in den Arbeitsbereichen Situationsanalysen/Bestandsaufnahmen zum Hilfebedarf vorzunehmen, Hilfen zu planen und zu strukturieren, umzusetzen und zu evaluieren. Durch entsprechende Lehrveranstaltungen, Trainings, vertiefende Fallbesprechungen und Supervisionen werden sie auf ihre Tätigkeit in den Praxisfeldern vorbereitet und begleitet.

Die Praxiszeit in den Arbeitsfeldern wird in der Regel in der vorlesungsfreien Zeit im Block absolviert und individuell mit dem Anleiter abgesprochen. Die Praxisstellen werden jeweils gewechselt, sodass jeder Studierende 2 Einsatzgebiete im Verlauf kennenlernt.