Forschungsprofil

Die Arbeitsgruppe Pädagogische Professionsforschung forscht zu Themen der pädagogischen Professionalität von Lehrkräften und anderen pädagogisch Tätigen sowie der beruflichen Praxis und Professionalisierung von Pädagoginnen und Pädagogen. Die empirischen Zugänge erfolgen vorrangig über qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden.

Aktuelle Schwerpunkte

Gegenwärtig bildet einen Schwerpunkt unserer Forschung, wie Lehrkräfte unterschiedlicher Ausbildungshintergründe die Rolle der Lehrperson ausdeuten und in ihrer Berufspraxis ausgestalten. Dabei interessieren uns die Deutungen ihrer Zuständigkeiten und professionellen Ressourcen als Lehrpersonen, insofern sie im Sinne habitualisierten Wissens ihre berufliche Handlungspraxis leiten. Damit schließen wir einerseits daran an, dass die Anforderung, einen persönlichen Stil als Lehrkraft zu entwickeln sowie zwischen Ansprüchen und Ressourcen zu vermitteln, eine entscheidende und sequentiell primäre Entwicklungsaufgabe für Lehrpersonen ist, wie Manuela Keller-Schneider und Uwe Hericks (u.a. 2011) gezeigt haben. Andererseits leisten unsere Untersuchungen einen Beitrag zur Beforschung des impliziten, handlungsleitenden Wissens von Lehrkräften im Sinne eines beruflichen Habitus. Aus professionalisierungstheoretischer Perspektive stellt sich hier die Frage, auf welchen handlungspraktischen Erfahrungen diese Wissensbestände basieren bzw. in welchen Erfahrungsräumen die beruflichen Habitus gründen und in welchen Grenzen somit hier Professionalisierungspotenzial besteht. Um diese Fragen zu beantworten, nehmen wir sowohl Lehrkräfte, die ein schulformspezifisches Lehramtsstudium und ein Referendariat als Ausbildung durchlaufen, als auch in sog. Seiteneinstiegsprogrammen ausgebildeten Lehrkräfte in den Blick.