Schutzkonzept der Fakultät für Bildungswissenschaften

Bei Anregungen, Ideen und Wünschen für die weitere Entwicklung: 

schutzkonzepte.biwi@uni-due.de

Prozess: Meilensteine der Entwicklung 

11/2024

Verabschiedung des Schutzkonzepts ISBW Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt des Institus für Sportwissenschaft: 

Anlass zur Initiierung der Entwicklung eines Schutzkonzepts für die Fakultät für Bildungswissenschaften.

03/2025 Fakultätsratsbeschluss
03-04/2025

Offener Auftaktworkshop & Gründung der AG Schutzkonzeptentwicklung

06-07/2025

Workshops mit allen Statusgruppen:

Erste Befragung im Rahmen der Risiko- und Potenzialanalyse. Dabei wurden erste fakultätsspezifische Gefährdungen identifiziert.

11/2025 Bericht der AG Schutzkonzeptentwicklung im Fakultätsrat 
01/2026

Unterstützung der AG durch dezentrale QVK-Mittel

01-02/2026

Gespräche mit allen Fachschaften der Fakultät: 

Im Rahmen der Risiko- und Potenzialanalyse wurden persönliche Gespräche mit den Fachschaften der Fakultät geführt.

09/2025 Erste Auswertung der Risiko– und Potenzialanalyse
02/2026 Start des Schreibprozesses
03/2026

Workshop "Sichere Räume" auf dem Gleichstellungstag der Fakultät BiWi 2026

Anstehend  Standardisierte Befragung aller Fakultätsangehörigen

Was ist ein Schutzkonzept? 

Ein Schutzkonzept ist ein systematischer und präventiv ausgerichteter Handlungsrahmen, der darauf abzielt, Menschen wirksam vor interpersoneller Gewalt und Diskriminierung zu schützen. Dabei umfasst der Gewaltbegriff physische, sexualisierte sowie psychische Formen von Gewalt.

Ein zentraler Bestandteil des Schutzkonzepts ist die kritische Auseinandersetzung mit der bestehenden Fakultätskultur. Im Fokus stehen dabei Machtverhältnisse und der verantwortungsvolle Umgang mit Macht sowie die Frage, wie ein respektvolles, sicheres und diskriminierungssensibles Miteinander an der Fakultät gestaltet und nachhaltig gefördert werden kann. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu stärken und wirksame Präventionsmaßnahmen zu etablieren.

Wofür benötigt die Fakultät für Bildungswissenschaften ein Schutzkonzept? 

Ein Schutzkonzept ist von zentraler Bedeutung, da Gewalt auch in Bildungsinstitutionen vorkommt und dort insbesondere in hierarchischen Beziehungen auftreten kann, etwa zwischen Lehrenden und Studierenden oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden.

Solche Machtasymmetrien bergen ein erhöhtes Risiko für Grenzverletzungen und Machtmissbrauch. Ein wirksames Schutzkonzept schafft daher verbindliche Strukturen zur Prävention und Intervention, indem es klare Zuständigkeiten, transparente Verfahren und handlungsleitende Standards definiert.

Darüber hinaus trägt ein Schutzkonzept wesentlich zur Sensibilisierung aller Beteiligten bei. Diese Sensibilisierung reduziert die Handlungsräume potenzieller Täter*innen, da grenzüberschreitendes Verhalten frühzeitig erkannt, benannt und sanktioniert werden kann. Gleichzeitig stärkt sie die Widerstandsfähigkeit potenziell Betroffener, indem sie Wissen über Rechte, Unterstützungsangebote und Handlungsmöglichkeiten vermittelt.

Nicht zuletzt fördert ein Schutzkonzept eine institutionelle Kultur der Achtsamkeit, des Respekts und der Grenzachtung, in der Gewalt keinen Raum hat und ein verantwortungsvoller Umgang miteinander aktiv gelebt wird.