Fellow: Yasuyuki Funaba
Associate FellowProf. Dr. Yasuyuki Funaba
Kontakt: Yasuyuki Funaba
Projekt am Centre:
Menschenrechte im Zeitalter der Globalisierung
Jürgen Habermas misst der Diskussion eine große Bedeutung bei, dass Kant in Bezug auf den ewigen Frieden das weltbürgerliche Recht einführt und dem weltbürgerlichen Zustand Inhalt gibt (Die Einbeziehung des Anderen, Suhrkamp, 1996, S. 192.). Der Rechtspazifismus, dem Kant mit seiner Friedensschrift den Weg bahnt, führe einen weltbürgerlichen Zustand und die Abschaffung des Krieges herbei, so interpretiert Habermas (ebd.). Dieser Interpretation zufolge bedeutet die Realisierung eines weltbürgerlichen Zustandes die des Friedens durch Recht und daher werden der Idee des weltbürgerlichen Zustandes – wie Habermas schreibt – »Attraktion und anschauliche Kraft« (ebd.) gegeben. Sowohl in der Friedensschrift als auch in der Rechtslehre ist es allerdings ausgesprochen wenig, was Kant selbst über das weltbürgerliche Recht diskutiert. Nur mit der Diskussion über das Besuchsrecht ist es schwer, die Menschenrechte der Weltbürgerinnen und Weltbürger überhaupt, wie Habermas es tut, zu thematisieren oder auf die Arendtsche Diskussion der »Aporien der Menschenrechte« (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Piper Verlag, 2023 [1986], S. 629f.) zu reagieren. Es muss daher eine viele ergänzende Argumente erfordernde, mühsame Aufgabe sein, ausgehend davon, »sich zur Gesellschaft anzubieten« (VIII 358) oder »sich zum Verkehr untereinander anzubieten« (VI 352), über die Gründung der weltbürgerlichen Verfassung zu diskutieren.
Forschungsinteressen:
・Recht, Rechte zu haben
・Rechtspazifismus
・Zum ewigen Frieden
・Prinzip der Veröffentlichung
・Diskurstheorie