DUeIT - Ausgabe 15 - ISC High Performance 2025
Von Hamburg nach NRW: Umsetzung globaler HPC-Trends in lokale Maßnahmen
Juanid Mir, ZIM / HPC.NRW
Vom 10. bis 13. Juni fand die ISC High Performance 2025 - Europas wichtigstes Treffen für High-Performance-Computing (HPC), KI und Datenanalyse - in Hamburg statt. Das zentrale Thema der Konferenz, „Connecting the Dots“, betonte die tiefe Integration von HPC, KI und Datenanalyse in einheitliche wissenschaftliche Arbeitsabläufe. Dieser globale Trend bestätigt die strategische Ausrichtung der UDE im Bereich der Digitalisierung. Ein prominentes Beispiel ist die jüngste Investition in den neuen, u. a. auf KI-Forschung zugeschnittenen Supercomputer amplitUDE an der UDE. Der globale Fokus geht ebenfalls auf die Stärkung der HPC-Fähigkeiten und Ausweitung der HPC-Schulungen, um Forschenden auf allen Ebenen eine zugängliche, niedrigschwellige Unterstützung und Ausbildung zu bieten. Hierzu ist die UDE ein fester und aktiver Partner im landesweiten Kompetenznetzwerk HPC.NRW, die zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Nutzende der HPC-Systeme in NRW.
Junaid Mir, HPC/KI-Berater im ZIM, vertrat dort das ZIM und HPC.NRW und nahm am „High Performance Container Workshop“ teil. Die Diskussionen lieferten wichtige Einblicke in die Zukunft unseres Serviceangebots und behandelte Themen von der Zunahme vorgefertigter „KI-Fabriken“, die die Bereitstellung von Modellen vereinfachen, bis hin zur Implementierung von Computerumgebungen zur Sicherung sensibler Forschungsdaten. Dort hielt er einen Vortrag mit dem Titel „Bridging the Gap: A Strategic Learning Path for Onboarding New Users to Containers in HPC“. Sein Vortrag verlagerte den Schwerpunkt von den rein technischen Herausforderungen auf die „menschliche Pipeline“ - die kritische Notwendigkeit, neue Benutzer mit den Fähigkeiten auszustatten, diese leistungsstarken Tools effektiv zu nutzen. Er skizzierte einen pädagogischen Rahmen, der die zentrale Dienstleistungsphilosophie von ZIM und HPC.NRW widerspiegelt: Forschende durch strukturierte Ausbildung und proaktive Unterstützung zu befähigen. Die positive Resonanz bestätigte, dass unser Fokus auf die Befähigung der Nutzenden das NRW-Ökosystem als Vordenker positioniert, wenn es darum geht, fortschrittliches Rechnen einem breiten wissenschaftlichen Publikum zugänglich zu machen.
Darüber hinaus bot die angegliederte Ausstellung von Hard- und Softwareherstellern aus dem Umfeld HPC und KI sich über Neuheiten und Technik-Trends zu informieren und wertvolle Netzwerk-Gespräche zu führen.
Die Erkenntnisse des ISC 2025 sind von unschätzbarem Wert. Sie liefern unmittelbare, umsetzbare Erkenntnisse, die in die Weiterentwicklung unseres Schulungsportfolios, unserer technischen Roadmaps und unserer Bemühungen zur Unterstützung der Community einfließen werden. Indem wir diese globalen Trends in lokale Maßnahmen umsetzen, können wir sicherstellen, dass Forschende an der UDE und in ganz Nordrhein-Westfalen an der Spitze der (Computer)Wissenschaften bleiben.