DUEIT - Ausgabe 09

Editorial

An dieser Stelle erwartet Sie ein ungewöhnliches Editorial zu einem außergewöhnlichen Newsletter, denn diese Ausgabe ist die letzte in der Amtszeit des Chief Information Officer (CIO) und Leitenden Bibliotheksdirektors Albert Bilo.
Mit beiden Ämtern befindet er sich wahrlich im Zentrum der Universität:
Auf der einen Seite steht die Bibliothek, die als Wissensspeicher und Lernort über Jahrhunderte untrennbar mit der Idee einer Universität verbunden war und noch immer ist. Auf der anderen Seite steht die digitale Transformation, die das wissenschaftliche Arbeiten ebenso nachdrücklich prägt, wie sie unter der Überschrift „e-governance“ das Verwaltungshandeln und die Organisation einer großen Universität verändert. Und so lässt sich ein Großteil der Rahmenbedingungen, die das Studieren, Forschen und Arbeiten in den letzten Jahrzehnten so maßgeblich geprägt haben, mit dem an den CIO gebundenen Themen der Digitalisierung zurückführen.
An der Universität Duisburg-Essen hat Albert Bilo in den vergangenen sieben Jahren als CIO und seit 1997 als Direktor der UB diese Veränderungen mitgestaltet und begleitet. In diese Zeit fielen unter anderem die Fusion großer zentraler Betriebseinheiten (Bibliotheken, Rechenzentren und Medienzentren), die Aufstellung des Supercomputers magnitUDE oder die Entwicklung neuer Dienstleistungen in den Themenfelder Publizieren, Digitalisierung der Lehre und Forschungsunterstützung.
Zunächst wünsche ich Ihnen aber eine anregende Lektüre.

Ihr
Ulrich Radtke
Rektor der Universität Duisburg – Essen

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Aktuelle Ausgabe 04.2019

Redaktionsanschrift DUeIT Redaktion

Zentrum für
Informations- und Mediendienste der
Universität Duisburg-Essen,
Schützenbahn 70, 45127 Essen

dueit@uni-due.de

Interview mit dem IKM-Vorstand

Der IKM-Vorstand nimmt strategische und koordinierende Aufgaben sowie Lenkungsaufgaben im Bereich der Information, Kommunikation und Medien (IKM) der Universität wahr. Er steuert die Arbeit der mit Information und Kommunikation befassten Einrichtungen der Hochschule, indem die wahrzunehmenden Aufgaben und Projekte sowie die hierfür einzusetzenden Ressourcen festgelegt werden. Er beschließt die Jahresplanung und kontrolliert die Ausführung und Umsetzung. DU IT sprach mit den drei Vorstandsmitgliedern Herrn Blotevogel, Herrn Prof. Dr. Spohr und Herrn Prof. Dr. Kerres zu den Themen:

  • Welche Eindrücke von der Arbeit im IKM-Vorstand aus den vergangenen Jahren werden Ihnen am stärksten in Erinnerung bleiben?
  • Wo sehen Sie akzuell die größten Herausforderungen bei der Gestaltung des Bereiches Information, Kommunikation und Medien an der UDE?
  • Wenn Sie eine Million Euro investieren könnten, was würden Sie kaufen?
  • Wie ist Ihre Prognose für die Angebote von Softwareprodukten Lern-, Forschungs- und Arbeitswelt an der Universität im Jahr 2010? Was wird es nicht mehr geben? Wie werden wir kommunizieren und interagieren?

Das Interview finden Sie in der PDF-Version.

Angebote von Softwareprodukten

Das ZIM als zentraler Ansprechpartner für das Softwareangebot der UDE bietet für Hochschulangehörige eine umfangreiche Produktpalette für den Einsatz in Forschung und Lehre in der Regel kostenlos an. Auch eine Nutzung durch Studierende und Mitarbeiter/innen auf ihrem privaten PC ist für etliche Produkte eingeschlossen.

Um dies zu ermöglichen, hat das ZIM zahlreiche Campus- und Landeslizenzen sowie Software-Rahmenverträge mit diversen Herstellern abgeschlossen.

Die Softwareprodukte werden über einen Downloadbereich sowie über den Onlineshop unseres Vertragspartners asknet AG oder Herstellerportale bereitgestellt. Die vollständige Liste der zur Verfügung stehenden Software und weitere Informationen finden Sie in der Softwareliste auf den Webseiten des ZIM.

Der 4. E-Learning-Netzwerktag an der Universität Duisburg-Essen

Der 4. E-Learning-Netzwerktag stand unter dem Motto „Digitalisierungsbezogene Kompetenzen in der Lehre“. Etwa 120 Teilnehmende fanden sich am 28. März 2019 am Campus Essen ein, um sich über aktuelle Projekte rund um die Digitalisierung in Studium und Lehre an der Universität Duisburg-Essen (UDE) auszutauschen. Der Netzwerktag wurde von der E-Learning-Allianz organisiert und durchgeführt. Als Kooperationspartner waren das Verbundprojekt „Digitale Hochschulbrücke westliches Ruhrgebiet/Niederrhein [bridge]“ und die Ruhr Campus Academy (RCA) beteiligt.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte die Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Isabell van Ackeren, die Teilnehmenden und zeigte u. a. die bisher erreichten Ziele und Entwicklungen im Rahmen der Strategie zur Digitalisierung in Studium und Lehre auf. Im Anschluss stellte die E-Learning-Koordinatorin, Marianne Wefelnberg, die Maßnahmen der Strategie und die E-Learning-Allianz vor. Der Begrüßungsteil endete mit einem Überblick über die Online-Weiterbildungsangebote an der UDE, der von Jürgen Scholz, Geschäftsführer der Ruhr Campus Academy, präsentiert wurde.

Prof. Dr. Michael Kerres hielt einen Vortrag mit dem Titel „Digitale Kompetenzen: Gibt es sie überhaupt?“ und warf einen Blick auf die große Anzahl an Kompetenzmodellen und ihre Kriterienkataloge.

Es fanden thematisch ausgerichtete Workshops zu den Schwerpunkten 'E-Learning in der Weiterbildung', 'interne und externe Fördermöglichkeiten für Innovationen in der Lehre an der UDE' sowie 'Potenziale und Grenzen von Virtual- und Augmented Reality', 'Digitales Lehren und Lernen in der Lehrer/-innenbildung', 'SkillsLab, MakerSpace', 'Digitale Lehre gestalten & Lernaktivitäten fördern: Was bedeutet E-Moderation für die Lehre?' und 'IoT-Garage und E-Assessment an der UDE' statt. In einem weiteren Workshop wurden mit den Teilnehmenden Konzepte zur gemeinsamen Gestaltung der fünf Handlungsfelder des Projekts „[bridge]“ thematisiert.

Das eduroam-Wurzelzertifikat der Telekom läuft ab Warum Sie bis zum 31.05.2019 handeln müssen, wenn Sie eduroam weiter nutzen möchten.

Sowohl Ihre Verbindungen auf sichere Webseiten per https als auch die sicheren Verbindungen von Ihrem E-Mail-Programm zu den E-Mail-Servern des ZIM werden über sogenannte „Zertifikate“ abgesichert und verschlüsselt. Auch für das im eduroam verwendete „Enterprise WPA2“-Verfahren für Radius-Authentifizierung werden Zertifikate eingesetzt.

Leider erlauben die WLAN-Klienten vieler Betriebssysteme auch den Verzicht auf die Konfiguration von Zertifikaten für die sichere Kommunikation mit dem Radius-Server. Wir haben auf Server-Seite leider keine Möglichkeit, die Zertifikatsüberprüfung zu erzwingen. Ohne Zertifikat können Sie aber nicht sicher sein, mit dem Radius-Server der UDE verbunden zu sein. Sie gefährden mit dem Verzicht auf Zertifikate in der eduroam-Konfiguration die Integrität ihres Uni-Passwortes, da Kriminelle Ihnen dann ein manipuliertes eduroam-Netzwerk vortäuschen können, um Ihr Passwort zu stehlen.

In Kürze läuft ein Wurzelzertifikat, das auf allen WLAN-Geräten konfiguriert ist, ab. Sobald ein neues Wurzelzertifikat für die eduroam-Konfiguration gewählt wird, funktionieren alle bisher konfigurierten Geräte nicht mehr. Wegen des ebenfalls ablaufenden Radius-Server-Zertifikat wird an der UDE der 31.5.2019 der wichtige Termin für den eduroam-Zertifikatsablauf werden. Wir empfehlen Ihnen, umgehend die neue Konfiguration zu installieren, die auch jetzt schon funktioniert. Dann können Sie eduroam auch nach
dem 31.5.2019 weiterhin weltweit nutzen.

Wenn Ihr Gerät von unserer webbasierten Konfigurationshilfe „CAT“ unterstützt wird, was für Windows, MacOS, IOS und Chrome OS der Fall ist, müssen Sie nur das CAT-Tool starten und einmal Ihre Unikennung und das Passwort eingeben. Wenn Sie ein separates WLAN-Passwort im Benutzerportal konfiguriert haben, müssen Sie dieses benutzen. Das ist sehr einfach und erfordert keine speziellen IT-Kenntnisse. Android konfigurieren Sie aber viel einfacher manuell. Ein Screenvideo auf den ZIM-Seiten hilft Ihnen dabei.

Der UDE-Webrelaunch - Zeitplan und Vorgehensweise

Die Imperia-Redakteurinnen und -Redakteure haben bereits Zugriff auf die neue Umgebung und können alle bisherigen Seiten im neuen Design überprüfen und neue Elemente testen. Das neue Backend hat sich sehr verändert, um die Möglichkeiten des neuen Designs auch dort abzubilden.

Zur Erinnerung: Das Rektorat hat beschlossen, ein neues Webdesign zu realisieren, das mehr Möglichkeiten bietet, um auf moderne Entwicklungen im Webdesign einzugehen. So werden den Zielgruppen mehr bildlastige, an die heute vorwiegend mobile Web-Nutzung per Smartphone angepasste Inhalte geboten. Das neue Web-Konzept wurde in enger Zusammenarbeit mit der Fakultät WIWI und den Web-Experten des ZIM unter Federführung der UDE-Presseabteilung entwickelt.

Ein großer Vorteil des Konzeptes ist die Flexibilität. Sie können nun viele neue grafische Elemente in Ihren Auftritt einbauen, wie z. B. eigene Banner und Logos. Sie müssen diese neuen Elemente aber nicht nutzen, denn das bisherige dreispaltige Layout ist und bleibt ein optionaler Bestandteil des neuen Designs. Das neue Gestaltungsraster enthält viele optionale Elemente, die sehr flexibel zu nutzen sind. Diese optionalen Elemente können Ihre Redakteurinnen und Redakteure aber auch noch nach dem Relaunch einrichten.

Die gute Nachricht: Alle Inhalte bleiben erhalten, auch wenn Sie nichts unternehmen. Sie profitieren auch ohne eigene Änderungen von einem moderneren und frischeren Design. Nur wenn Ihre Redakteurinnen und Redakteure spezielle Features im Webauftritt realisiert haben, die nicht von den Imperia-Standardmodulen abgedeckt werden, sind überhaupt Anpassungen erforderlich.

Der Wechsel von der alten auf die neue Imperia-Umgebung ist nicht einfach per Knopfdruck zu erledigen; Die Webredakteure und -redakteurinnen benötigen Zeit, um die vorab getesteten Änderungen im Design der dann aktuellen Seiten einzubauen. Dafür stehen bis zu zwei Wochen zur Verfügung. Voraussichtlich am 1.7.2019 wird die neue Umgebung freigeschaltet und damit sind alle 49.500 Webseiten im neuen Design weltweit öffentlich zugreifbar.

Informationssicherheit

er zunehmenden Bedeutung der Informationssicherheit in der vernetzten Gesellschaft hat die UDE mit der Berufung eines Informationssicherheitsbeauftragten Rechnung getragen. Seit Mai 2018 hat Dr. Marius Mertens dieses Amt übernommen. Unter seiner Leitung tagt auch die AG Informationssicherheit, die Anregungen aus den Fakultäten und zentralen Einrichtungen aufnimmt und die Kommunikation mit diesen in Fragen der  Informationssicherheit sicherstellt.

Eine zentrale Rolle spielt hier natürlich das ZIM, das seine Maßnahmen zur Informationssicherheit eng mit dem Informationssicherheitsbeauftragten und der AG koordiniert und diese vielfältig unterstützt. In den letzten Monaten hat sich die AG unter anderem mit folgenden Themen befasst: Umgang mit unsicheren E-Mail Anhängen (die ein Einfallstor für Schadsoftware und Phishing-Attacken darstellen können) Datensicherheit in der Cloud; Hinweise und Handreichungen zum sicheren Umgang mit Clouddiensten.

Beim Umgang mit unsicheren E-Mail-Anhängen liegt ein Konzept vor, diese – nach entsprechender Information der Mitarbeitenden und Studierenden – nicht mehr zuzustellen und die Absenderin oder den Absender entsprechend zu benachrichtigen. Dies betrifft nur Anhänge, die in „alten“ Formaten (vor 2007) gespeichert sind, also doc, ppt, xls. Das Ziel dieser Maßnahme besteht darin, dass dadurch Phishing-Versuche und die Einschleusung von Schadsoftware erschwert werden.

Beim Umgang mit Clouddiensten hat die AG Informationssicherheit eine Zusammenstellung gängiger Apps und möglicher „sicherer“ Alternativen erstellt. Beliebte Dienste wie GoogleDocs, OneDrive, Dropbox u.a. bringen datenschutzrechtliche Gefahren mit sich. Für die dienstliche Nutzung ist nach Aussage des behördlichen Datenschutzbeauftragten ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AD-Vertrag) erforderlich. Hier bietet sich die „lokale“ Alternative Sciebo an, die zurzeit Sync&Share-Funktionalität bietet und bei der eine
Erweiterung um Kalender-Funktionalitäten in Planung ist. Ähnliches gilt für andere Dienste zur Terminfindung (Foodle statt Doodle), die Signatur von E-Mails und das Management von persönlichen Zertifikaten, um Täuschungsversuche zu erschweren, oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung und langfristig die Ablösung von einfachen Kennwörtern.

Verhandlungserfolg: Ein erster Deal mit Wiley

Wie bereits in früheren Ausgaben von DU IT berichtet, führt die Hochschulrektorenkonferenz stellvertretend für die Allianz der Wissenschaftsorganisationen seit 2016 bzw. 2017 Verhandlungen mit den drei großen Wissenschaftsverlagen Elsevier, Springer Nature und Wiley. Ziel ist der Abschluss bundesweiter Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften dieser Verlage, um den Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Forschung zu verbessern. Außerdem sollen die einzelnen Wissenschaftseinrichtungen in ihrer Literaturbeschaffung finanziell entlastet und eine Open-Access-Komponente in die Lizenzverträge integriert werden.

Im Januar 2019 meldete die Projektgruppe DEAL den ersten Durchbruch: Es gibt nun einen neuen Lizenzvertrag mit dem Verlag Wiley. Der Vertrag gilt von 2019 bis 2021 und beinhaltet den Zugriff auf das Zeitschriftenportfolio des Wiley-Verlags. Er garantiert außerdem Archivrechte, die bis zum Erscheinungsjahr 1997 zurückreichen und beinhaltet eine umfassende Open-Access-Komponente.

Alle Artikel von sog. Submitting Corresponding Authors aus den teilnahmeberechtigten Einrichtungen werden im Open-Access (OA) publiziert – sowohl in den originären Open-Access-Zeitschriften als auch in den Subskriptionstiteln. Die Kosten für die Teilnahme setzen sich für jede Einrichtung aus einer „Publish&Read-Fee“ für die OA-Veröffentlichungen in Subskriptionstiteln und für den lesenden Zugriff auf das Zeitschriftenportfolio sowie den „Article Processing Charges“ (APCs) für Veröffentlichungen in Gold-Open-Access-Zeitschriften zusammen. Die Abwicklung erfolgt zentral über die teilnehmenden Einrichtungen.

Für die Verhandlungen mit dem Verlag Springer Nature hat die DEAL-Projektgruppe einen Abschluss bis spätestens Mitte des Jahres angekündigt.

Die Verhandlungen mit Elsevier gelten offiziell weiterhin als unterbrochen – welche positiven Entwicklungen hier durch den ersten Vertrag mit Wiley angestoßen werden können, bleibt abzuwarten. Wie in der letzten Ausgabe von DU IT angekündigt, ist die Universität Duisburg-Essen dem Beispiel von rund 200 Wissenschaftseinrichtungen gefolgt und hat ihren Vertrag mit Elsevier nicht verlängert. Seit dem 1.1.2019 besteht für UDE-Angehörige daher nur noch ein begrenzter Zugriff auf die Archive der ehemals abonnierten Zeitschriften. Benötigte aktuelle Aufsätze werden über einen Dokumentlieferdienst der UB bereitgestellt.

Lernende brauchen Raum

Gut durchdachte und strategisch geplante Konzepte des physischen wie digitalen Lernraums gewinnen an Hochschulen immer mehr an Bedeutung. Insbes. eine hybride Lernraumgestaltung ist ein maßgebliches Ziel hochschulweiter Digitalisierungsstrategien. Hierzu greift die Veranstaltungsreihe „Von Lehr- zu Lernräumen: strategische Lernraumplanung an Hochschulen“ der Arbeitsgruppe Lernräume der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI)  relevante Aspekte auf – wie Lernraumplanung, strategische Aufgaben und methodische Überlegungen zur Nutzerforschung und -beteiligung, praktische Umsetzungsfragen, Aspekte der Finanzierung und Beschaffungsrichtlinien.

Die Reihe richtet sich an interessierte Hochschullehrende, Leitungsebenen und Mitarbeitende Zentraler Servicestellen an Hochschulen bundesweit. Unter dem o. g. Titel lud Frau Dr. Anke Petschenka (UB), seit März 2018 Sprecherin der DINI AG Lernräume, am 24.10.2018 an die UDE ein. Unterschiedliche Partizipationsmöglichkeiten insbes. der Studierenden bei der Lernraumkonzeption bildeten den Fokus der Expertinnen und Experten von Hochschulen und Bibliotheken aus ganz Deutschland – Livelabore, flexible Raumgestaltung für die Lehre, aktivitätsorientierte Konzepte, Digital Creative Spaces u. v. m.

Ein zweiter Expertenworkshop zu innovativen Raumnutzungskonzepten fand an der HAW Hamburg statt.

Im dritten Teil „Perspektiven eröffnen – neue Wege in der Raumgestaltung“ werden die Forschungsergebnisse des Projekts „Lernwelt Hochschule“ präsentiert sowie Co-Working Spaces vorgestellt und innovative Raumgestaltungskonzepte des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart vor Ort aufgesucht.

Unpaywall - Ein Tool zur Literaturbeschaffung

Bei einer Literatursuche im Internet kommt man recht schnell an eine Schranke, an der sich der gewünschte Artikel hinter einer sog. Paywall befindet und nur gegen Bezahlung abrufbar ist. Wenn die eigene Institution diese Zeitschrift lizenziert hat, steht der Artikel zur Verfügung. Im anderen Fall kann ein Add-On von „Impactstory” (bekannt durch ihre Altmetrics-Initiative) Abhilfe schaffen – Unpaywall: „Open Source and nonprofit – Unpaywall is run by Impactstory, a nonprofit dedicated to making scholarship more accessible to everyone. Open is our passion. So it‘s only natural our source code is open, too”(https://unpaywall.org/).

Unpaywall zeigt bei Artikeln mit einer DOI (Digital Object Identifier) an, ob es eine Open-Access-Variante dieser Artikel gibt. Über 22 Millionen wissenschaftliche Artikel sind laut Unpaywall frei verfügbar und können darüber identifiziert werden, dass am Rand des Bildschirms ein Open-Access-Symbol erscheint: Nicht nur über die Anzeige bei Artikeln ist eine Verfügbarkeit zu ermitteln; Unpaywall bietet auch eine weitere Suchmöglichkeit über das Simple Query Tool an. Hier kann eine konkrete DOI eingegeben und gesucht  werden. Das Ergebnis wird als CSVoderJSON-File per Mail geschickt. In einer Suche können bis zu 1.000 DOIs geprüft werden. In den Ergebnissen wird bei mehreren Treffern die zuverlässigste Open-Access-Quelle ausgewählt.

Um Unpaywall in einen Browser einzubinden, kann man die Add-Ons für Chrome oder Firefox herunterladen, auch für Mac und iOS lässt sich Unpaywall über die App „Open Access Helper“ einbinden. Übrigens: Wenn man wissen möchte, ob es sich um OA-Gold, -Grün oder -Bronze handelt, kann man in den Einstellungen des Plugins den „OA Nerd Mode“ einstellen, damit das Symbol bei der Literaturrecherche in den entsprechenden Farben angezeigt wird.

UB unterstützt konsortiale Projekte zur Förderung von Open Access in den Geistes- und Sozialwissenschaften Zusammen stark

Im Open-Access zu veröffentlichen bedeutet, dass wissenschaftliche Publikationen weltweit kostenlos für jedermann zugänglich sind. Bei der Herstellung und Distribution entstehen aber ebenso Kosten wie bei gedruckten Publikationen. Neue Finanzierungslösungen sind nötig, die den Paradigmenwechsel am Publikationsmarkt berücksichtigen. Während sich in den naturwissenschaftlichen Fächern bereits das sog. APC-Modell, kurz für Article Processing Charges, durchgesetzt hat, gibt es in den Geistes- und  Sozialwissenschaften unterschiedliche Modelle zur Finanzierung von OA-Publikationen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert bislang jedoch ausschließlich das APC-Modell. Um diese ungleiche Finanzierungsförderung zu kompensieren, beteiligt sich die UB als Mitglied mehrerer Konsortien an der Finanzierung von Open-Access-Publikationen speziell im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften:

Die Open Library of Humanities bietet Autorinnen und Autoren eine kostenlose Veröffentlichung im selbst betriebenen Megajournal. Sie unterstützt zudem Verlage, die eine ganze Zeitschrift von Closed Access in Open Access umstellen wollen.

Als eine von 283 Bibliotheken weltweit beteiligt sich die UB seit 2018 an dem Programm „KU Select for Libraries“, um insgesamt 443 Titel zahlreicher Verlage in den Open-Access zu transformieren, davon rund 170 Neuerscheinungen. Zudem unterstützt sie das Pilotprojekt „transcript Open Library Politikwissenschaft“, über das 20 Neuerscheinungen aus dem Programmbereich Politikwissenschaft in 2019 im Open-Access bereitgestellt werden.

Hervorgegangen aus einem DFG-Projekt, tritt der ebenfalls in Berlin ansässige Verlag Language Science Press nun selbstständig am Markt auf. Um die Finanzierung der in den nächsten drei Jahren erscheinenden Titel sicherzustellen, wurde, wiederum über Knowledge Unlatched, eine Art Crowd Funding organisiert.

Die Finanzierung der genannten Projekte wird aus Bibliotheksmitteln geleistet – für die Förderung von OA-Publikationen der UDE-Angehörigen steht überdies ein Fonds zur Verfügung, über den die in manchen Verlagen üblichen Book Processing Charges zumindest teilweise übernommen werden können. Außerdem berät die UB Forschende zu Verlagskonditionen und Lizenzen.

Aurora News: SDG-Analysis

Wie in der letzten Ausgabe von DU IT berichtet, beteiligt sich die UB innerhalb des europäischen Aurora-Netzwerkes an Projekten im Bereich E-Learning und Bibliometrie. Das Projekt „SDG-Analysis: Bibliometrics of Relevance“ untersucht dabei den Einfluss der Forschung der einzelnen Universitäten auf die gesellschaftliche Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf den sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs), die von den Vereinten Nationen 2015 in der Agenda für nachhaltige Entwicklung formuliert wurden. Darin wurden 17 Ziele postuliert, die helfen sollen, die Entwicklung der Gesellschaft in eine nachhaltigere Richtung zu lenken. Diese Ziele sind sehr allgemein formuliert und geben einzelne Bereiche der Entwicklung vor, die eine stärkere Nachhaltigkeit erreichen sollen („No Poverty“, „Clean Water“).

Im Rahmen des Aurora-Projektes wird nach Methoden gesucht, die Forschungsergebnisse der beteiligten Universitäten vor dem Hintergrund dieser UN-Ziele zu betrachten. Dazu sollen entsprechende Publikationen diesen Nachhaltigskeits-Zielen zugeordnet werden, indem zum einen entsprechende Suchanfragen an Literaturdatenbanken entwickelt, zum anderen einzelne Publikationen mit Machine-Learning-Verfahren klassifiziert werden.

Mittels klassischer bibliometrischer Methoden (Analyse von Zitationsdaten) und alternativen Metriken (Analyse von Verlinkungen) soll anschließend der Einfluss der Universitäten innerhalb der einzelnen SDGs untersucht werden. Die UB beteiligt sich in diesem Projekt zum einen intensiv an der Entwicklung von Software-Tools zur automatisierten Datenverarbeitung, zum anderen an der Generierung von Suchanfragen für einzelne SDGs. Für die Evaluation der Suchanfragen werden zudem einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UDE und der Partner-Universitäten einbezogen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit war der Projektleiter, Maurice Vanderfeesten von der Vrije Universität Amsterdam, im vergangenen Herbst für zwei Tage an der UDE. Anfang Februar fand der Gegenbesuch von Felix Schmidt, Eike Spielberg (beide UB) und Hubert Klüpfel (Referent des CIO) in Amsterdam statt, um mit einem gemeinsamen Treffen der beteiligten Partner der europäischen Universitäten das Projekt weiter voranzutreiben. Am 26. März hat ein weiterer ganztätiger Workshop der neun Aurora-Universitäten in Duisburg stattgefunden, bei dem die nächsten Schritte und die Implementierung der fortgeschrittenen Analysemethoden geplant wurden.

Herausgepickt

  • Am 07.05.2019 von 14 -16 Uhr bietet das Projekt Bridge einen kollegialen Workshop an: Sicherheitsunterweisungen mit Moodle. Raum Geb. 02 Etage 03 Raum 007, Hochschule Ruhr West (Campus Mülheim). Anmeldung erbeten unter: www.bridge.nrw.
  • Am 25.06.2019 findet die nächste Vision-Veranstaltung des ZIM statt. Unter dem Titel „Vision NET“ geht es um die Entlastung der Netzwerkadministration.
  • Am 26.06.2019 von 14:00-20:00 Uhr findet am Campus Duisburg der Lange Mittwoch der Hausarbeiten statt mit vielen Workshops rund ums Schreiben, Recherchieren, Arbeitsorganisation u.v.m.
  • Graduate Center Plus und UB präsentieren eine Werkstattreihe speziell für Promovierende. Termine der Publications Days unter Termine.
  • Richtig zitieren & Literaturverwaltungsprogramme gekonnt nutzen: Kurse der UB zu Citavi und Endnote.
  • Aktuelle Veranstaltungen der E-Learning-Allianz.
  • Praktische Tipps zu Lernaktivitäten, neuen Funktionen sowie Anwendungsszenarien von Moodle bieten die Workshops des Moodle Monday.
  • Das ZIM bietet auch dieses Jahr interessante Kurse und Schulungen im Bereich Office-Anwendungen, Internet-Anwendungen und E-Learning an. Darunter werden auch ab August neue Kurse im Rahmen der Microsoft Imagine-Academy stattfinden und einen umfangreichen Einblick in die Funktion des Microsoft-Serverbetriebssystems ermöglichen. Weitere Infos finden Sie auf den Kursseiten des ZIM.

Ausprobiert Kurz-URL Dienst

Um zu lange und komplexe Links von Universitätswebseiten zu kürzen, gibt es den Kurz-URL-Dienst des ZIM. Dieser ermöglicht es auf der Webseite udue.de, die gewünschten URLs zu verkürzen. Nach Eingabe des zu ändernden Links wird automatisch ein neues Kürzel generiert. Optional kann jedoch auch eine eigene Kombination aus Buchstaben und Zahlen gewählt werden. Die Kurz-URLs haben – ob automatisch oder personalisiert erzeugt – alle die gleiche Form und schaffen somit eine strukturierte Übersicht. Darüber hinaus wird gleichzeitig ein QR-Code erzeugt, der den Inhalt der Kurz-URL ebenfalls abbilden kann.

Ausprobiert Videokonferenz

Mithilfe einer Videokonferenz können Teilnehmende trotz unterschiedlicher Standorte nicht nur auditiv, sondern auch visuell mit einander in Kontakt treten. Mitglieder der UDE können sich über den DFN-Videokonferenzdienst einloggen und einen virtuellen Meetingraum erstellen, in den sie Teilnehmer/innen einladen können. Der DFNconf-Dienst wurde Anfang des Jahres erneuert. Der Zugang erfolgt über den Browser oder mit der Software PEXIP, auch für mobile Geräte. Die ersten Rückmeldungen sind durchweg positiv.

Ausprobiert sciebo

Der NRW-weite Cloud-Speicherdienst Sciebo ermöglicht eine Sicherung und automatische Synchronisation von Daten für Forschung, Studium und Lehre. Die Daten werden in Deutschland bzw. NRW auf Servern gespeichert, die dem strengen deutschen Datenschutzgesetz unterliegen. Jedem Nutzenden stehen 30 GB Speicher zur Verfügung, und Beschäftigte der UDE können ihr Volumen bei Bedarf selbstständig auf bis zu 500 GB erhöhen. Darüber hinaus ermöglicht Sciebo online ein simultanes Bearbeiten von Dokumenten in Echtzeit und mit mehreren Autorinnen und Autoren.

Entwickelt DUEPUBLICO 2 ist Openair-kompatibel

Mit neuer Software entspricht DuEPublico 2 den Anforderungen der Open-Access Infrastructure for Research in Europe (OpenAIRE) und unterstützt Autor/inn/en bei ihrer Veröffentlichungspflicht im Rahmen von EU-Projekten. Alle E-Dissertationen sowie ausgewählte Open-Access-E-Publikationen sind bereits auf der neuen Plattform; bis zum Sommer werden alle Dokumente migriert sein.

Eingekauft PSYC-ARTICLES

Die Universitätsbibliothek hat ihr Angebot der American Psychological Association (APA) um die Datenbank PsycARTICLES erweitert. Die Datenbank bietet ihren Nutzerinnen und Nutzern Volltextzugriffe auf Artikel aus über 140 Zeitschriften der APA seit 1894 bis heute an.
Durch wöchentliche Aktualisierungen erhalten die Nutzerinnen und Nutzer Zugriff auf aktuelle Forschungsergebnisse von renommierten Forschenden aus der ganzen Welt aus dem gesamten Fachgebiet der Psychologie.

Eingekauft IOP

Seit Januar 2019 können Nutzerinnen und Nutzer der Universitätsbibliothek auf alle Zeitschriften des Verlages IOP Publishing (Institute of Physics) über die Datenbank IOP Science zugreifen. Den Schwerpunkt bilden Zeitschriften aus dem Fachgebiet der Physik sowie daneben auch aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Ingenieurwesen, Medizin, Biologie, Chemie.

Nachgeschlagen

GIRLS' DAY
Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu motivieren, ist das große Ziel des jährlich stattfindenden Girls‘Day. Auch das ZIM war am 28. März mit zwei Workshops beteiligt. In einem experimentierten die Schülerinnen mit einem Bildbearbeitungsprogramm zur Verbesserung und Aufbereitung von Fotos. In einem weiteren spannenden Workshop konnten die Schülerinnen sowohl viel über die Technik hinter dem 3-D-Druck erlernen als auch erste Erfahrungen mit dieser Zukunftstechnologie sammeln.

OER-ELEMENTE FÜR DIE GESTALTUNG VON MOODLE-KURSEN
Im Frühjahr 2019 bot das Projekt [bridge] zu der Fragestellung „Wie lassen sich Moodle-Kurse lernfördernd strukturieren“ ein hochschulübergreifendes Webinar an und stellte Grafikelemente als Open Educational Resources (OER) für die Lehrenden zur freien Verfügung bereit.
Eine Course Presentation und die Grafikelemente zum Download finden Sie auf unserer Website im Bereich „Instructional Design & OER“ unter dem Stichwort „OER für Moodle“. Außerdem wird an der UDE ein OER-Repository vorgehalten, in dem OER-Materialien gefunden oder bereitgestellt werden können.
Durch das Projekt „Digitale Hochschulbrücke westliches Ruhrgebiet I Niederrhein [bridge]“ der Universität Duisburg-Essen und den Hochschulen Niederrhein, Rhein-Waal und Ruhr West entsteht ein regionales Netzwerk für Lehrende und Vertreter/innen der Serviceeinrichtungen.
Durch das Angebot hochschulübergreifender Workshops soll zum Austausch über Möglichkeiten der Gestaltung digitaler Lehre angeregt werden.

DINI-WORKSHOP „BEDARFSERHEBUNGEN – GRUNDLAGE FÜR PASSGENAUE FDM-INFRASTRUKTUREN?“
Forschungsdaten benötigen eine nachhaltige und anschlussfähige Infrastruktur, die passgenau auf die Bedarfe der Wissenschaftler/innen zugeschnitten ist. Hinter dieser scheinbar einfachen Aussage steckt die komplexe Aufgabe, einerseits Bedarfe effizient zu erheben und andererseits in konkrete Speicherlösungen umzusetzen. Wie dies gelingen kann, beleuchtete das Projekt UNEKE zusammen mit der DINI/nestor-AG  Forschungsdaten am 29./30.01.2019 im Rahmen eines Workshops.

WLAN-AUSBAU
In den letzten Monaten wurden durch das ZIM wieder an vielen Stellen in der Universität moderne WLAN-Access-Points installiert. So wurden u. a. die Aula im Gebäude SH modernisiert, die Geräte in R10, V15 R01 ausgetauscht und in den Gebäuden des Instituts für Sport und Bewegungswissenschaften eine moderne Ausstattung eingebracht.
Zuletzt wurde auch die Mensa am Campus Essen auf den neuen Stand gebracht.
In Duisburg wurde neben BA und BB fast der gesamte B-Bereich modernisiert.
Weiterhin wurde die nicht mehr benötigte SSID „wiwinf “ abgeschaltet; durchgängig kann „eduroam“ genutzt werden.

OPEN EDUCATIONAL RESOURCES –WIE GEHT DAS?
Im Rahmen der Reihe „Digitalisierung in Studium und Lehre“ fand am 25.02.2019 ein Workshop zu „Open Educational Resources – Konzeption, Workflows und Lizenzen“ statt. Achim Halfmann von der Hochschule Niederrhein sowie Katrin Falkenstein-Feldhoff und Frank Lützenkirchen von der Universitätsbibliothek der UDE haben grundlegende Information zur Erstellung und Konzeption vermittelt. Dabei wurde auch auf rechtliche Grundlagen und die Lizenzierung von Open Educational Resources durch Creative Commons Lizenzen eingegangen. Außerdem wurde den Teilnehmenden Einblick in den Veröffentlichungs-Workflow des OER-Repositoriums gegeben.

AUSZEICHNUNG FÜR ONLINE-KURS „DATA EDUCATION AN DER UDE“
Der E-Learning-Kurs gewann den diesjährigen De Gruyter-Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2019“. Bibliotheken und weitere Einrichtungen können die OER nachnutzen oder daran mitarbeiten.